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Morgengruß von Helmut Harff: Schlimme Daten

Es gibt Termine, die haben sich tief ins Gedächtnis gegraben

Frührer mussten die Schüler viele Termine im Geschichtsunterricht lernen. Das nervte und machte nicht wirklich Spaß. Doch auch heute haben wir - ob älter oder jünger - zahlreiche Termine im Kopf, die wir mit schrecklichen Ereignissen verbinden.

Wer sich nicht erinnert, der wird erinnert. Da war gerade der Beginn des 1. Weltkrieges am 28. Juli 1914 oder der des 2. Weltkrieges am 1. September 1939 Medienthema. Andere Termine sind beispielsweise der Beginn des Dreißigjährigen Krieges am 23. Mai 1618 oder der Eintritt der USA in den Vietnamkrieg im März 1965.

Heute ist wieder so ein Datum: der 11. September. Vor nunmehr schon wieder 13 Jahren kaperten Terroristen insgesamt vier Flugzeuge und brachten mit ihnen das World Trade Center in New York zum Einsturz. Eines raste ins Pentagon und eines verfehlte wohl das Weiße Haus nur Dank des Einsatzes der Passagiere, die allerdings ebenfalls ihr Leben verloren.

Alle genannten Termine haben eines gemeinsam: An diesen Tagen begannen Ereignisse, die das Leben, die die politische Landkarte nachhaltig veränderten. Die diesen Daten folgenden militärischen Auseinandersetzungen - sprich Kriegen - kosteten Abermillionen Menschen das Leben. Unschätzbare Werte wurden vernichtet und vieles war nach dem Ende dieser Kriege nicht mehr, wie zuvor.

Ob der Dreißigjährige, der Erste oder der Zweite Weltkrieg - immer war man sich sicher, dass man daraus eine Lehre zieht: Noch einmal so einen Krieg wird es nicht geben. Wie wir wissen, kam es anders.

Auch die USA war nach schweren Verlusten und seiner Niederlage im Vietnamkrieg kriegsmüde, hatte die Nase vom Krieg gestrichen voll. Und auch hier kam es anders. Nur zwei Stichworte: Afghanistan und Irak. Die Kriege dort waren die Folge der Terrorangriffe vom 11. September. Nun fühlt sich die USA wieder angegriffen - diesmal vom Islamischen Staat - einer laut Wikipedia dschihadistisch-salafistische Organisation, deren Ziel die gewaltsame Errichtung eines Kalifats ist. Die morden, unter anderem auch zwei US-Journalisten, und schon fallen wieder Bomben.

Augenscheinlich gilt das Bibelwort, von "Auge um Auge, Zahn um Zahn". Augenscheinlich können wir auf Gewalt nicht anders als mit Gewalt reagieren. Ich will hier überhaupt nicht richten. Es macht sicherlich keinen Sinn mit jemand mal in Ruhe zu reden, der einem ans Leben will. Da - so Flucht unmöglich erscheint - schlägt man lieber schnell und so kräftig zu, dass der Andere einem nichts mehr tun kann.

Was mir immer wieder zu denken gibt, dass man sich gerade in kriegerischen Zeiten mit Regime verbündet, die man zuvor noch bekämpft hat oder mit denen man zumindest nichts am Hut hatte. Das ist nun wieder in Nahost zu beobachten. Hier werden Regime und Organisationen zu Verbündeten, die man zuvor noch bekämpft hat. Da liefert man Waffen an Leute, die man nicht wirklich berechnen kann.

Da hat man aus vielen, viel zu vielen Ereignissen unserer Geschichte augenscheinlich nichts gelernt. Ich halte den Satz "Der Feind meins Feindes ist mein Freund" für mehr als verhängnisvoll. Zumindest die Ereignisse, die Kriege und das Morden nach dem 11. September 2001 sollten uns nachdenklich machen.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück - mit meiner liebsten Verbündeten.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 11.09.2014

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