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Aufgespießt: Geh zu Ihr...

... und lass Deinen Drachen steigen...

(Helmut Harff / Chefredakteur) Wenn ich so aus meinem Bürofenster sehe, kommt mir genau dieser Puhdys-Titel aus dem DDR-Kultfilm "Die Legende von Paul und Paula" in den Sinn. Das Lied stammt im Übrigen nicht von der Band, sondern wurde von Peter Gotthardt komponiert. Den Text verfasste kein geringerer als Ulrich Plenzdorf.

Doch das nur am Rande. Mir geht es auch nicht um den ersten Teil des Titels. Klar, gehe ich zu ihr, doch das hat heute hier nichts zu suchen. Mir geht es um das Drachen steige lassen und die Drachen-Jahreszeit - den Herbst.

Ich mag den Herbst, auch wenn mir trübes Wetter schon mal auf den Geist gehen kann. Doch wie lautet die alte Volksweisheit: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung. Schön, aber bei Regen muss es schon gewichtige Gründe geben, das Haus zu verlassen. Doch wenn die Sonne scheint, sieht das Ganze schon wesentlich anders aus. Dann schwelge ich in den Farben des Herbstes, den man anderswo gern als Indian Summer bezeichnet.

Um den Indian Summer zu erleben, muss man nicht in die USA oder nach Kanada fahren. Unsere heimische oder mitteleuropäische Umgebung kann genauso in herbstlichen Gold- und Rottönen erstrahlen wie die Wälder in Übersee. Ich war einmal im Herbst in den weiten Wäldern Litauens unterwegs. Ein Traum - selbst für einen grünverwöhnten Berliner. Doch auch die Wälder in und um Berlin laden im Herbst zu einer Wanderung ein.

Wenn man den Ausflug noch mit dem Pilze suchen verbindet, ist das Herbstvergnügen fast komplett. Ich kenne zwar nur wenige Pilzsorten wirklich so gut, die ich auch guten Gewissens esse und die sammele ich um so lieber. Herbstlaub - nur da gesammelt, wo es erlaubt ist - oder Reben von wildem Wein als Wohnungsschmuck, das ist Herbstgenuss pur.

Ein anderer Herbstgenuss ist alles, was jetzt im Garten oder auf dem Feld reif wird. Zu keiner anderen Zeit schmecken mir Äpfel, Birnen, Pflaumen, aber auch Gemüse wie Mohrrüben, Rettich, Petersilienwurzel, Tomaten, Freilandgurken oder Kürbis so gut, wie im Herbst. Jetzt einen frischen Maiskolben essen (Bitte nicht stehlen!), was gibt es schöneres.

Noch einmal zu der Titelzeile des Puhdys-Songs: Herbst, das ist auch die Erinnerung an das Drachen steigen in meiner Kindheit. Der wurde erst im Keller mit viel Liebe zum Detail gebastelt. Dann ging es auf die Wiese. Häufig wollte das blöde Ding einfach nicht steigen und es bedurfte erst einiger Tränen, bis sich der Drache erweichen ließ und lustig an der Leine schaukelte. Mein damaliger Favorit war ein ziemlich großer Kastendrachen.

Es ist schon mindestens zwei gefühlte Ewigkeiten her, dass ich das letzte Mal einen Drachen in den Himmel steigen ließ. Schade eigentlich, warum habe ich mich so lange um dieses Vergnügen gebracht? Doch das muss ja nicht so bleiben.

 


Veröffentlicht am: 15.09.2014

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