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26.05.2017

 

 

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Aufgespießt: Hinterlassenschaft

(Helmut Harff / Chefredakteur) Ehrlich, ich kann das Geschwafel von Politikern, Gutmenschen und fernsehgeilen Zeitgenossen darüber, was wir der nächsten und übernächsten Generation überlassen, nicht mehr hören.

Einerseits wird mit zumindest hochgezogenen Brauen über die aktuelle Erbengeneration debattiert, als ginge es um das Überleben von uns Deutschen. Mit der selben Vehemenz diskutiert man über die reichste Rentnergeneration, die es je in Deutschland gegeben hat.

Wer bleibt da eigentlich gerade wem etwas schuldíg? Was ist mit der Generation der heute 50 und 60jährigen, was mit den heute 80 und 90 Jahre alten. Sie durften die Lasten zweiter Kriege stemmen und deren Folgen ausbaden. Sie durchlebten Diktaturen, ein geteiltes Land und die Last und die Lust der deutschen Einheit. Toll, was man uns so von den Altvorderen hinterlassen hat.

Und nun? Da sollen wir der Erbengeneration und deren Nachwuchs eine ökologisch und ökonomisch intakte Welt hinterlassen. Dafür futtern wir Ökozeugs und fahren spritsparende Autos. Dafür zahlen wir Strompreise in einer Höhe, wie sie noch nie verlangt wurden. Dafür berappen wir als Steuerzahler Milliarden für den Ausstieg aus der Kernenergie und zeitgleich für die sogenannten erneuerbaren Energien. Wir geben tausende Euros für energiefressende Energiesparmaßnahmen aus und laufen nur noch auf Zehenspitzen, um unseren ökologischen Fußabdruck so klein zu halten, dass selbst die NSA-Experten den nicht mehr finden. Ach ja, die Staatsfinanzen sollen auch noch saniert werden.

Toll, doch was haben die folgenden Generationen davon? Einen Wald von Windrädern im Land, pro Einwohner einen Strommast, kaputte Straßen, gesperrte Brücken, einsturzgefährdete Schulen. Sicherlich wird es weniger Emissionen hierzulande geben. Doch die Einsparungen sind nichts gegenüber dem Dreck, den Kriege, an denen wir heute fröhlich mit verdienen und in die wir unsere Kinder und Enkel schon längst wieder schicken, produzieren. Wer sagt eigentlich mal, wie lange man mit einem Mittelklassewagen fahren muss, um so viel Dreck in die Umwelt zu pusten, wie es ein moderner Panzer im Gefecht inklusive des angerichteten Schadens tut?

Bisher war es üblich, dass die ältere Generation für den Start des Nachwuchses ins Leben spart. Da wurden zur Geburt Sparbücher angelegt, da gab es spezielle Sparbücher für Kinder und es gab Ausbildungsversicherungen. Wer heute damit kommt, wird als Betrüger oder völlig unwissender Mensch angesehen. Das ist auch nicht verwunderlich angesichts dessen, was die Politik in Sachen Zinsen unternimmt. Es gibt schlicht keine Zinsen mehr. Es lohnt also auch nicht, für den Nachwuchs etwas auf die hohe Kante zu legen.

Danke EZB, danke Europäische Union, danke Bundesregierung für so viel Engagement für die folgenden Generationen. Hört endlich auf, Krokodilstränen zu vergießen. Sorgt dafür, dass sich die jungen Leute ein eigenes Leben aufbauen können. Ihr Gutmenschen und Mediendiskutanten, hört endlich auf zu lamentieren. Das will niemand hören.

Was wir brauchen sind Taten, Taten, die es den heute älteren Mitbürger erlauben, die Früchte ihrer Arbeit zu ernten und die es den Jungen erlaubt, genau diese Früchte zu säen.

 


Veröffentlicht am: 22.09.2014

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