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Morgengruß von Helmut Harff: Betreutes Trinken

Was man so an Kneipen sieht

In der Nähe des genussmaenner.de-Büros gibt es wie in Berlin üblich eine Kneipe. Die Vorbesitzer schlossen teilweise schon nach wenigen Wochen oder Monaten. Die jetzigen Betreiber scheinen ein besseres Konzept zu haben. Sie setzten konsequent auf Rauchen, Spielen und Saufen.

Bier und Schnaps sind billig und zu essen darf es ja in einer Raucherkneipe ohnehin nichts geben. Nun las ich beim Vorübergehen auf einer der Tafeln am Eingang folgenden Text: "Heute: betreutes Trinken". Den Spruch an einer Kneipe zu lesen verwunderte mich. Das wäre ja, als ob man an einem Swingerclub schreibt: "Heute Textilzwang".

Was machen die da in der Kneipe? Kontrollieren sie immer wieder die Promillegrenze ihrer Gäste  und schenken ab einer bestimmten Marke nichts mehr aus? Oder wurden einige erfahrene Trinker engagiert, die Alkoholneulingen beibringen, wie man Bier und hochprozentiges trinkt? Ich weiß es nicht und werde es auch nicht ausprobieren.

Wobei, kontrolliertes Trinken wird ja schon seit Jahren - auch von Spirituosenherstellern - gefordert. Leider ist der sichtbare Erfolg solcher Kampagnen gering. Alkohol wird in weiten Teilen der Bevölkerung in großen Mengen konsumiert. Nach wie vor wird stark alkoholisiert Auto gefahren und die Zahl der Alkoholiker geht - zumindest was man ließt - auch nicht zurück. Wie viele Menschen mit dem Thema Alkohol umgehen, kann man gerade auf den zahlreichen Oktoberfesten, vor allem aber auf den Wiesn in München beobachten. Wenn man da für jede Alkoholleiche einen Euro bekäme, könnte man davon sicherlich gut leben.

Eigentlich verstehe ich so exzessiven Alkoholkonsum nicht. Wir sprechen ja immer wieder vom Genussmittel Alkohol. Die Hersteller geben sich mehrheitlich viel Mühe, hochwertige Produkte auf den Markt zu bringen. Man kreiert immer neue Geschmackserlebnisse. Die Brennmeister tüfteln, wie ihre Produkte noch intensiver zu genießen sind, wie sie noch besser schmecken. Da gibt es Tastings, in denen man den zeigen will, wie die Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten und Bränden sind. Das ist für mich wirklich betreutes Trinken.

Doch der Genuss scheint bei vielen Zeitgenossen keine Rolle (mehr) zu spielen. Für sie zählt immer mehr nur der Alkoholgehalt. Sich "die Birne zuzusaufen" ist das Ziel. Leider wird viel zu häufig darüber schwadroniert, wie besoffen man doch am Vortag wieder war. Viel zu wenig ist die Rede davon, dass man einen neuen Cognac, einen neuen Rum, Gin oder was es da noch so gibt, entdeckt hat. Männer - und auch zahlreiche Frauen - definieren sich darüber, wie viel Alkohol sie konsumieren.

Da ist nichts von betreutem Trinken zu spüren. Ich hoffe, in der kleinen Kneipe in meiner Straße meinte man es ernst mit diesem Slogan und nicht das Gegenteil.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.  Dazu brauche ich keine Betreuung

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 25.09.2014

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