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28.04.2017

 

 

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Gesunde Ernährung – Ideologie, Wahnsinn und Unwissenheit

Feelgood-Experte Clemens Janssen über den aktuellen Ernährungswahnsinn

Die Kontroverse um die richtige Ernährung – gesundheitlich und ethisch – reißt nicht ab. Vielmehr beginnen die Vertreter der unterschiedlichen Ernährungskonzepte, immer verhärtetere Fronten und unverrückbare Positionen einzunehmen.

Clemens Janssen, Experte bei Feelgood, dem Onlineprogram für einen gesunden Lebensstil, kritisiert die aktuell vielfach diskutierten Ernährungskonzepte und klärt auf, was eine gesunde Ernährung tatsächlich beinhalten sollte.

Fleisch vs. vegane Ernährung – wie Extremisten uns das Leben schwer machen

Die Wahl der Ernährung ist nicht länger eine persönliche und subjektive Entscheidung, sondern wird vielmehr zu einer Entscheidung über Richtig oder Falsch. Aus Überzeugung wird dabei sehr schnell Zwang. Für die Vertreter der verschiedenen Ernährungsform, wie z.B. Veganer oder Anhänger der Paleo-Diät gibt es längst keinen Mittelweg oder Kompromiss mehr. Man verzichtet ganz und bekennt sich ohne Einschränkung zu dem jeweiligen Konzept. Denn hinter den Inhalten bestimmter Ernährungsformen steckt oftmals eine Ideologie und es gilt, eine Botschaft zu verbreiten.

Der Mensch in der Mitte sieht sich dabei zum Teil extremen Anfeindungen ausgesetzt. Vegane Kampagnen beispielsweise stellen den Fleischesser als Mörder dar, Low-Carb und Paleo-Anhänger belächeln denjenigen, der immer noch Getreide auf seinem Speiseplan hat. Doch gleichgültig welche Ernährungsform, stets wird an das Gewissen appelliert und wer sich nicht überzeugen lässt, wird vielfach verurteilt und degradiert.

Orthorexie – wenn Ernährung zum Wahn wird

Noch nie wurde so viel über die richtige Ernährung diskutiert wie in der heutigen Zeit. Der Mensch ist stets darum bemüht, seinem Körper eine gesunde Ernährung zu garantieren. Was jedoch ein richtiger Ansatz ist, kann sehr schnell krankhafte Züge annehmen. Das für sich selbst gewählte Ernährungskonzept ist auf einmal das einzig richtige und sollte von allen anderen Menschen auch übernommen werden.

Du bist, was du isst. Anstatt nach seiner eigenen Facon glücklich zu werden und den Anderen selbst entscheiden zu lassen, für welche Art der Ernährung er sich entscheidet, wird aufs Schärfste kritisiert und versucht zu überzeugen. Auffällig hierbei ist, je stärker die jeweilige Ernährungsform von der gesellschaftlichen Mitte abweicht, desto härter sind die Bandagen, mit denen gekämpft wird.

Der jeweilige Anhänger eines bestimmten Ernährungskonzeptes merkt dabei oftmals gar nicht, dass seine radikale Sichtweise und das Bedürfnis, andere von seiner Ideologie zu überzeugen, ab einem gewissen Punkt krankhafte Züge annimmt. Die Gedanken drehen sich nur noch um die Ernährung, die Ernährung wird zu einem Lebensstil, den man im Kreise Gleichgesinnter auslebt. Essen bestimmt plötzlich das Leben, beeinflusst Handlungen und Entscheidungen. Aus der anfangs freien Wahl wird eine Abhängigkeit, die Auswirkungen auf die Wahl der sozialen Kontakte, des Berufes oder die Umgebung hat.

Leben und leben lassen – und damit gemeinsam etwas bewegen

Jedem steht es frei, sich für ein Leben ohne Fleisch, Kohlenhydrate oder frei von anderen Nährstoffen zu entscheiden. Die Wahl der für sich richtigen Ernährung ist und bleibt eine persönliche Entscheidung, die man respektieren sollte. Man sollte essen, womit man sich selber am Wohlsten fühlt. Natürlich steckt hinter dem Ansatz, auf Fleisch zu verzichten auch eine moralische Verantwortung. Die Antwort sollte jedoch weniger in der vollkommenen Verdammung derjenigen liegen, die nicht bereit sind auf Fleisch zu verzichten, sondern vielmehr darin, den Blickwinkel zu ändern. Statt Fleisch aus Massentierhaltung zu konsumieren, gezielt auf eine artgerechte Haltung der Tiere achten und somit das Essen zu einer Qualitätsfrage werden zu lassen, dessen Antwort der Boykott von Massentierhaltung ist. Denn eins ist klar – Tierquälerei unterstützt keiner der einzelnen Parteien.

Vom Wahn zurück zu einer gesunden Ernährung

Doch auch wenn Verzicht auf Fleisch oder Getreide eine persönliche Entscheidung ist, die es zu respektieren gilt -  bleibt es fraglich, ob es die gesündeste Variante ist. Die richtige Ernährung ist laut aktuellen Studie ein viel komplexeres Thema als bisher angenommen. Pauschalisieren lässt sich schon lange nichts mehr und viele Argumente der Vertreter einer bestimmten Ernährungsform lassen sich wissenschaftlich widerlegen. (Bsp. Eier führen zu einem erhöhten Cholesterinwert - widerlegt).

Jüngsten Ansätzen zufolge bestimmen vielmehr die einzelnen Entwicklungsstufen und Alterszugehörigkeit des Menschen, sowie die geographische Herkunft der Familie und Vorfahren, welche Ernährung zu welchen Anteilen sinnvoll und gesundheitsfördernd ist. So benötigt ein Mensch in jungen Jahren beispielsweise mehr Eiweiß, als ein Mensch im gehobenen Alter.

 


Veröffentlicht am: 08.10.2014

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