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21.07.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Arm...

... aber sexy, so ist Berlin

So charakterisierte einst der scheidende Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit "sein" Berlin. Irgendwie mögen wir diesen Slogan und die Touristen finden ihn an vielen Ecken der Stadt bestätigt.

Aktuell ist Berlin vor allem in einigen Messehallen unter dem Funkturm sexy. Hier gibt es die 18. Auflage der Erotikmesse "Venus". Wie nicht anders zu erwarten, dreht sich hier alles um Sex, manchmal auch um Erotik. So sexy kann Berlin, können die Berliner und ihre Gäste allerdings nicht sein, denn die "Venus" schrumpft von Jahr zu Jahr. Die Ausstellung leidet unter Ausstellerschwund. Die Folge: Die Ausstellungsfläche schrumpft ebenfalls.
   
Dennoch strömen die Menschen zur "Venus". Darunter sind viele Frauen. Sex, das ist eben kein Männerthema. Gerade für die weiblichen Besucher gilt: Sehen und gesehen werden. Die Damenwelt zeigt bei ihrem Messebesuch wie sonst kaum in der Öffentlichkeit ihre Reize und ihre Reizwäsche. Das ist manchmal ansehenswert, manchmal eher nicht.

Viele Shows locken die zumeist mit Kameras bewaffneten Männer, die gar nicht genug von den Damen und einigen Herren bekommen können, die mehr oder gekonnt zeigen, was viele als erotisch bezeichnen. In vielen Fällen beherrschen die Akteure wenigstens ihr Geschäft.

Aprops: Geschäft. Auf die hoffen die Händler. Gute Geschäfte scheinen alle die zu machen, die etwas für die zahlreich die Venus besuchende Fetisch-Szene im Angebot haben. Die Szene ist sehr treu und wohl auch bereit, einiges an Geld zu investieren. Kein Wunder, dass schon seit Jahren die Zahl der Anbieter konstant ist. Ansonsten schrumpft auch das Angebot an erotischer Kleidung. Das wird nicht nur weniger, auch die Qualität lässt häufig zu wünschen übrig.

Gestern sollte nun ein Höhepunkt der nunmehr volljährigen "Venus" sein. Eingeladen wurde zur "Venus Private Party". Was hier geboten wurde, passte eher zu eine Kommunionsfeier oder zum Treffen der katholischen Landfrauen. Zumindest war das bis gut 1 Uhr am Morgen so. Auf einer Private Party einer Erotikmesse hätte ich mehr erwartet. Selbst die Musik klang wie von einer Endlosschleife.

Die Besucher vermieden es sogar, sich das ganze "schön zu saufen". Die Menschen hinter den Getränkeständen langweilten sich sichtlich. Selbst das Publikum, auf der Messe sonst der eigentliche Star, war zumeist so bieder angezogen, dass man damit auch zu Omas 80. Geburtstag gehen könnte. Von Promis war weit und breit ebenfalls nichts zu bemerken. Das ist für die Stadt, die so gern arm aber sexy ist, alles andere als normal.

Ich will hier nicht in das seit Jahren gesungne Lied vom bevorstehenden Ende der "Venus" singen, doch ein Genuss ist die nach eigenen Bekunden größte Erotikmesse Deutschlands nicht mehr. Die Veranstalter müssen ganz dringend ihr Konzept überarbeiten. Die Zeiten von Sex sells sind lange vorbei. Nackte Haut und einige sich lasziv rekelnde Frauen - das ist einfach zu wenig für Berlin.

Ich mache mich jetzt auf zu meinem Sonntags-Frühstücksbrunch. Wir werden sicherlich noch etwas über die "Venus" 2014 herziehen und überlegen, was besser, anders zu machen ist.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles und sonniges Sonntagsfrühstück.

 


Veröffentlicht am: 19.10.2014

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