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28.04.2017

 

 

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Single Malt Whisky aus Ochsenfurt

Die Kauzen Brauerei erzeugt erstmals einen fränkischen Whisky

Wer die bräunliche Banderole auf der Whiskyflasche mit der Eule und dem Namen "Old Owl" liest, stutzt auf den ersten Blick: Finest Franconian Single Malt Whisky steht dort unter der Jahreszahl 2011. Daneben ist die Ochsenfurter Kauzen Bräu als Hersteller aufgeführt. Whisky - nicht aus dem schottischen Highland, sondern aus dem hügeligen Maintal? Und dann noch aus einer Brauerei?

"Ein Single Malt Whisky ist, profan ausgedrückt, nichts anderes als destilliertes Bier ohne Hopfen", sagt Kauzen-Braumeister Otto Resch und spielt dabei auf die gemeinsame Grundlage beim Brauen und Brennen, das Gerstenmalz ("Malt") an. "Das braucht man, um Stärke in Zucker umzuwandeln, damit überhaupt Alkohol entsteht".

Wer brauen kann, kann also auch Whisky brennen? Ganz so einfach ist es nicht. Zunächst muss man dazu ein Brennrecht besitzen, das hat die Ochsenfurter Kauzen-Brauerei seit 1903. In den berühmten schottischen und irischen Whisky-Brennereien war Otto Resch zwar noch nicht. Dafür sammelte der leidenschaftliche Whisky-Liebhaber in den letzten Jahren viel Erfahrung im Brenn-Handwerk mit dem Kauzen-eigenen Bier- und Obstbrand.

Der Kauz und die alte Eule

Nach einem Jahrhundert als Bier - und Obstbrenner beschlossen Kauzen-Chef Karl-Heinz Pritzl und sein Braumeister im Jahr 2011, dass die Zeit nun reif für Neues war. "Whisky, das können wir doch auch", sagten sie sich und kreierten die Idee eines mainfränkischen "Finest Single Malt Whisky". Aus dem Kauzen, dem Wappentier der Brauerei, leiteten sie den Name für den goldenen Tropfen ab: "Old Owl" ("Alte Eule"). Ein Käuzchen ist nämlich nichts anderes als eine Schleiereule, was die Verwandtschaft der Ochsenfurter Biere mit dem Franconian Single Malt Whisky nahezu perfekt wiedergibt.

Wie beim Bierbrauen wurde zunächst ein Sud aus geschrotetem fränkischen Gerstenmalz und Brauwasser aus dem eigenen Brunnen angesetzt. Die im Malz vorhandenen Enzyme wandeln während des Maischens die Stärke in Malzzucker um. Diese Lösung wird gekocht - anders als beim Bier fehlt aber der Hopfen. Dann wird die Mischung auf acht Grad abgekühlt, mit einer speziellen untergärigen Hefe versetzt und vergoren. (Foto: Brauereibesitzer Karl-Heinz Pritzl (li) und Braumeister Otto Resch (re); Foto: Kauzen Bräu)

Erst nach drei Jahren im Holzfass ist es ein Whisky

Anders als die schottischen Brenner filtern hiesige Braumeister die "Würze" für den Whisky. So werden Spelzen und Treber ausgeschieden, die das Aroma unangenehm beeinflussen könnten. "Außerdem soll die Hefe wieder raus, weil sie beim Brennen des Destillats andere Aromen abgeben würde als die reine, vergorene Würze", erklärt Braumeister Otto Resch. Dann wird die Whisky-Maische in der Brennblase destilliert. Nur der "saubere" Mittellauf des Destillats reift anschließend in den Fässern zum fränkischen Single Malt Whisky heran. Drei Jahre muss das Destillat im Holzfass lagern, bevor es sich nach der EU-Bestimmung Whisky nennen darf.

Das hat seinen guten Grund. Denn zunächst ist die Flüssigkeit noch klar, die Aromen schwach ausgeprägt. Auch wenn scheinbar in den Jahren der Fasslagerung nichts geschieht, ist diese Zeit wesentlich für die Qualität des Whiskys. Denn der Alkohol reift in dieser Zeit und nimmt Farb- und Geschmackstoffe durch die Wechselwirkungen mit dem Holz auf. "Deshalb ist es auch so wichtig, dass man dafür die richtigen Fässer auswählt", betont der fränkische Whiskybrenner Resch. Die Kauzen-Bräu hat dazu von fränkischen Winzern aus der Umgebung 225 Liter Fässer aus französischer Eiche übernommen, in denen zuvor hochwertige Barrique-Rotweine ausgebaut wurden. Das zaubert neben dem typischen Eichenaroma eine feine, dezente Vanille-Note in den Whisky.

Whiskyschwund im Fass - ein Tribut an die Engel

Neben dem Aroma gibt das Fassholz während der Reifung auch die typische goldene Bernstein-Farbe ab - je länger der Tropfen lagert, desto intensiver. Aber: Durch die porösen Fasswände entweichen jedes Jahr ungefähr drei Prozent des Inhalts. Whisky-Brenner nennen diesen Schwund zu Gunsten der Qualität liebevoll "angels share", den "Tribut an die Engel". Wer möchte da in einem späteren Leben nicht als Engel über Mainfranken seinen Dienst tun?

Doch nicht nur die Engel schnuppern am Whisky. Auch der Braumeister muss regelmäßig nachsehen und kosten, wie sich das Destillat während der Reife im Barriquefass farblich und geschmacklich verändert. Am Ende der Lagerung hat das Destillat noch einen Alkoholgehalt von 75 Prozent, erst nach der Lagerung wird es dann auf 43 Prozent verdünnt.

non-chill-filtered


Dieses immer beliebter werdende Qualitätsmerkmal findet sich auch auf dem Etikett der "Old Owl" Flasche. Die sogenannte "Kühlfilterung" oder im Englischen "chill filtration" ist ein Verfahren bei dem der Whisky heruntergekühlt wird, um Trübstoffe heraus zu filtern. So wird zwar der Whisky klar und ist vielleicht hübscher anzusehen aber dabei gehen auch Geschmacks- und Inhaltsstoffe verloren.

Das sollte beim "Old Owl" vermieden werden und so hat sich Kauzenbräu gegen dieses Verfahren entschieden. Die Qualität steht an oberster Stelle!

Old Owl ist ein weicher Whisky für Einsteiger und Kenner


Ausgeprägte Rauch- oder Torfaromen wie die schottischen Verwandten weist der mainfränkische Single Malt Whisky nicht auf. Es ist ein "sehr weicher, schöner Whisky mit einer hellen Bernsteinfarbe, der sich auch für Anfänger unter den Whisky- Anhängern eignet", sagt Braumeister Otto Resch. 560 Liter "Old Owl" sind nun fertig gereift, in 1600 Flaschen á 0,35 Liter abgefüllt und warten auf Kenner unter den Whisky-Fans aus den fränkischen Highlands - und solche, die es erst noch werden wollen.

Vorgestellt wird der Whisky Mitte Oktober und ab diesem Zeitpunkt gibt es ihn im gut sortierten Getränkefachmarkt und in ausgesuchter Gastronomie zu erwerben. Natürlich kann man auch die 0,35 Liter Flasche für 26,50 € in der Brauerei oder in der Kauzen-Boutique auf www.kauzen.de kaufen.

 


Veröffentlicht am: 20.10.2014

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