Startseite  

27.07.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Morgengruß von Helmut Harff: Sparen

... doch wie

Gestern war Welt-Internettag, heute ist Welt-Spartag. Ich weiß nicht, wie man in der Welt spart. Ich weiß nicht einmal, wie man auf der Erde spart. Ich bin mir nur sicher, dass die meisten Menschen nichts haben, was sie sparen können. Das ist der eigentliche Skandal an diesem Welt-Spartag.

Da haben wir Deutsche es mehrheitlich wesentlich besser. Wir gelten (noch) als Sparweltmeister. Schon wieder dieses Wort Welt. Etwas kleiner mögen wir es augenscheinlich nicht. Leider gilt das nicht für unsere Sparbemühungen. Die werden nämlich regelrecht von absoluten Niedrigzinsen torpediert. Gut, dass kann immer mehr Menschen hierzulande ziemlich egal sein, denn sie verdienen so wenig, dass sie ohnehin nicht sparen können. Leider profitieren die Wenig-Verdiener auch als Konsumenten kaum von den niedrigen Zinsen, denn sie bekommen kaum etwas auf Kredit.

Und da sind wir auch schon bei den Problemen der Normal-, Besser- und Sehrgutverdiener: Sie wissen einfach immer weniger, wohin mit dem Geld, das für schlechte Zeiten, für die Ausbildung der Kinder oder einfach für Anschaffungen gespart werden soll. Das Sparbuch hat schon seit Jahren ausgedient. Deshalb parken viele ihre paar Kröten auf einem Tagesgeldkonto. Das wurde mir gerade auch von der Sparkasse angeboten. Eigentlich eine Frechheit, denn mir wurde die langsame Vernichtung meines Spargroschens angeboten. Wieso? Das Geld wird mit irren 0,4 Prozent pro Jahr verzinst. 2013 betrug die Inflationsrate in Deutschland 1,5 Prozent. Da klafft eine Lücke von 1,1 Prozent. Um genau diesen Prozentsatz schmilzt dann aktuell mein Vermögen. Kein gutes Geschäft.

Was bleibt? Aktien? Warum nicht. Allerdings würde ich mich hier auch nicht auf irgendwelche Bankberater verlassen. Besser sind Berater, die ihre Leistungen gegen Honorar oder gar gegen eine Provision anbieten. Diese Menschen gibt es, doch sie befassen sich lieber mit etwas größeren Vermögen. Und doch, so ein Honorar kann gut angelegt sein, wenn es beispielsweise um die Anlage von plötzlich zuwachsenden Beträgen aus Erbschaften, Ablösungen oder auslaufenden Versicherungen geht. Allerdings hat immer der gute Karten, der sich schon vorab mit dem Thema Geldanlage befasst. Was beim Autokauf gilt, sollte bei der Geldanlage noch viel mehr gelten: Vorher informieren und nie allein als Kunde auftreten.

Was bleibt noch? Die viel beschworene Anlage in eine Immobilie. Das klingt nicht schlecht und ist es auch angesichts der niedrigen Zinsen sicherlich nicht. Doch wir leben in einer globalisierten Welt, in der von jedem Mobilität gefordert wird. Wer weiß also schon, wo er in zwanzig, dreißig Jahren leben und arbeiten wird. Klar kann man erst einmal in der selber erworbenen oder erbauten Immobilie leben.

Man sollte aber immer im Hinterkopf behalten, dass man seine heiß geliebte Immobilie einmal vermieten oder verkaufen muss. Spätestens dann kann sich eine falsche - weil vor Jahren günstige - Lage genauso rächen, wie eine sehr spezielle Immobilie. Was einem heute als trendig angeboten wird, kann übermorgen so etwas von out sein, dass sich allein dadurch der Wert der Immobilie dramatisch reduziert. Wer eine Immobilie erwirbt, sollte auch daran denken, dass trotz Eigentum Monat für Monat Kosten auflaufen, deren Höhe man kaum beeinflussen kann. Eine mit der sprichwörtlich heißen Nadel genähten Finanzierung endet nur zu oft in einer Zwangsversteigerung.

Es ist heute wirklich nicht einfach, eine gute Geldanlage zu finden. Deshalb aber nichts auf die hohe Kante zulegen, nicht zu sparen, ist jedoch der falsche Schluss. Ein Superfernseher oder ein teueres Auto verlieren noch dramatischer an Wert als ein Tagesgeldkonto. Lieber sollte man einige Euros in seine eigene Finanzkompetenz investieren.

Ich werde jetzt einen kleinen Beitrag in Frühstücksbrötchen investieren. Da gibt es als Zinsen einen vollen Bauch und gute Laune.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und ein gutes Händchen bei Ihren Geldanlagen.

 


Veröffentlicht am: 30.10.2014

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit