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Morgengruß von Helmut Harff: Frau gesucht

Schwere Zeiten für Dax-Unternehmen

Nun ist er auf dem Weg, der Gesetzentwurf, nach dem in den Aufsichtsräten der 100 größten deutschen börsennotierten Unternehmen jedes dritte Mitglied eine Frau sein soll. Und, mir kommt der Frühstückskaffee hoch.

 

Was da beschlossen wurde, ist an Dummheit nur von den Politikern selber zu überbieten. Die haben zumindest die Befürchtung, dass sich nicht genügend qualifizierte Frauen für diese Jobs finden lassen. Allein das ist Frauenfeindlichkeit in Reinkultur.

 

Finden die Unternehmen keine Aufsichtsrats-Frauen, sollen die Posten unbesetzt bleiben. Wer soll dann die Arbeit der nicht besetzten Stellen machen? Wenn die längere Zeit frei bleiben, braucht man die dann überhaupt? Was bedeuten unbesetzte Aufsichtsratsplätze für die Unternehmen?

 

Haben sich die Damen und Herren der Regierung darüber überhaupt mal Gedanken gemacht? Ich glaube nicht, denn im Gegensatz zu einem Aufsichtsratsmitglied müssen Politikern keine Qualifikationen für ihren Job vorweisen. Ich verstehe auch nicht, warum die Politiker eine Frauenquote für die Aufsichtsräte von Dax-Unternehmen fordern, in ihren eigenen Reihen eine solche aber scheuen. Wie wäre es, wenn in den Parteien, Parlamenten und Gemeindevertretungen so lange Posten frei bleiben, bis zumindest ein Drittel aller Stellen mit Frauen besetzt sind?

 

Ich überlege, wo wir noch Frauenquoten einführen können. Bei der Bundeswehr? Jede dritte Offiziersstelle muss mit einer Frau besetzt werden – auch die im Generalsrang. Im Knast? Jeder dritte Strafgefangene muss weiblich sein. Erst wenn diese Quote erfüllt ist, müssen Männer wieder einfahren. An den Unis? Jeder dritte Professorenstelle gehört einer Frau. Wenn nicht, fallen noch mehr Vorlesungen aus.

 

Wieso kommt eigentlich niemand auf die Idee, so eine Quote auch da einzuführen, wo Männer völlig unterrepräsentiert sind. Nein, ich meine nicht den Kreissaal, wohl aber unsere Kitas und Grundschulen oder unsere Supermarktkassen. Ich will, dass dort mehr Männer abkassieren. Ich will mehr Ärzte, mehr Krankenpfleger, mehr Altenpfleger.

 

Eigentlich alles quatsch: Quoten bringen nichts. Die hatten wir schon in der DDR. Was hat es gebracht? Hat die DDR wegen ihrer Frauenquote etwa doch länger Bestand gehabt? Nein! Die brach allerdings mit sehr tatkräftiger Hilfe von engagierten Frauen, von Dissidentinnen zusammen. Da fragte keiner nach dem Geschlecht, da arbeiteten Frauen und Männer auf Augenhöhe zusammen.

 

Das sollte auch heute das Ziel sein. Ich habe nichts, gar nichts dagegen, wenn Frauen mehr Verantwortung übernehmen. Doch eine Quote bei den Aufsichtsratsposten ist Unsinn. Wenn schon, dann sollte man den Mut haben und eine Quote für Vorstandsposten einführen. Doch so viel Macht wollen die mächtigen Männer in dieser Republik nicht abgeben. Eine Kanzlerin reicht ja.

 

Da kommt wieder eine alte Idee hoch: Ich möchte endlich auch in der Politik die Geschlechter gleichwertig behandelt sehen. Warum ist Frau Schwesig eigentlich Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und nicht Ministerin für Familie, Senioren, Frauen, Männer und Jugend?

 

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Da gibt es eine Marmeladen-Quote. Drei halbe Brötchen esse ich deftig belegt, eines bekommt einen süßen Belag.


Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und eine tolle Chefin.

 


Veröffentlicht am: 26.11.2014

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