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Morgengruß von Helmut Harff: Bahnpläne

Es soll alles attraktiver werden

Oh, es weihnachtet wohl auch bei der Deutschen Bahn AG. Wie sonst ist zu erklären, dass man sich dazu durchgerungen haben soll, die Attraktivität von Fernzügen erhöhen zu wollen. Sie meinen, dass ist eher der Bus-Konkurrenz geschuldet? Kann auch sein. Sicherlich reklamiert auch GDL-Chef Claus Weselsky seinen Anteil daran.

Wie ich heute früh in der Frankfurter Allgemeinen las, will die Bahn die Unsumme von 200 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren dafür ausgeben, dass das Reisen in Fernzügen attraktiver wird. Ja, 200 Millionen Euro sind viel Geld, doch was kann, was will die Bahn damit anfangen? Bahnchef Grube kündigte für 2016 (!) freies W-Lan für alle Fahrgäste an. Noch toller die Idee, endlich Geld in die Borstbistros zu investieren. Nein, die sollen nicht attraktiver werden, sie sollen endlich mal funktionieren. Das klappte bei der Bahn allerdings schon vor 50 Jahren.

In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ verkündete Grube auch, dass man sich nicht auf einen Preiskrieg mit den Fernbussen einlassen will. Wieso stellt die Bahn eigentlich nicht eigene Busse auf die Straße? Warum soll im Personenverkehr nicht möglich sein, was im Güterverkehr - siehe DB Schenker - längst Alltag ist?

Doch zurück zur Attraktivität der Bahn. Mein Vorschlag wäre, erst einmal pünktlich zu sein. Wann immer ich mit einem Fernbus unterwegs war, kam der maximal mit wenigen Minuten Verspätung an. Fast genauso oft war er auch einige Minuten zu früh. Wie die das angesichts der Situation auf unseren Autobahnen machen, ist mir nicht klar. Ein Lob auf die Fahrer.

Fahrer ist das nächste Stichwort. Lieber Herr Gruber, einigen sie sich endlich mit den Gewerkschaften. Sie können planen was sie wollen, eine bestreikte Bahn ist maximal unattraktiv. Da können sie machen, was sie wollen.

Ich habe noch einige Ideen: Wie wäre es, jeden Platz mit einer Steckdose auszurüsten. Was nützt mir W-Lan, wenn auf langen Strecken der Akku im Notebook oder Tablet seinen Geist aushaucht. Etwas mehr Platz für das Gepäck wäre auch empfehlenswert. Wozu ein funktionierendes Bordbistro, wenn ich meinen Kaffee nicht heil über den Kofferparcours balanciert bekomme? Noch besser wäre allerdings, wenn der häufiger an den Platz gebracht würde - und das zu einem vernünftigen Preis. Fast drei Euro für einen solchen Kaffee, das ist schlicht zu teuer.

Schön wäre auch, wenn sie ihr Fitnessprogramm für Reisende abschaffen. Ich meine, dass die Wagenreihung so erfolgt, wie auf den Plänen ausgewiesen. Es ist nicht wirklich schön, wenn man wenige Minuten vor Einfahrt des Zuges erfährt, dass "sein" Wagen sich am anderen Ende des Zuges befindet. Mit Gepäck in der Hand kann so ein Bahnsteig ganz schön lang werden. Empfehlenswert ist sicherlich auch, dass die Anzeigen im Zug funktionieren. Viel zu oft fällt beispielsweise die Anzeige der Sitzplätze aus und die Fahrgäste rätseln, wo eigentlich ihr Platz ist oder welcher nicht von einem Platzkarteninhaber beansprucht wird. Nicht teuer ist sicherlich auch die Idee, dass man noch Minuten vor Abfahrt des Zuges Platzkarten erwerben kann. Mir wurde diese Bitte immer wieder abschlägig beschieden.

Lieber Herr Grube, 200 Millionen Euro sind sicherlich nicht viel, doch vieles kostet wohl kaum einen Euro, wenn die Züge vernünftig gewartet werden. Wir Reisende sind ja schon zufrieden, wenn alles so funktioniert, wie es eigentlich sollte. Wenn dann noch die Fensterscheiben und die Toiletten sauber sind, fahren wir gern Bahn - wenn sie dann fährt.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Sollten Sie mit der Bahn fahren, vergessen Sie die Brotbüchse nicht. Grube will ja in die Bordbistros ja erst demnächst wieder investieren.

 


Veröffentlicht am: 03.12.2014

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