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Morgengruß von Helmut Harff: Afrika zeigt Humor

... und reagiert auf das Band-Aid-30-Projekt

Bob Geldof sammelt seit Jahrzehnten Geld für Afrika, aktuell vor allem für den Kampf gegen Ebola.. Dem widmet sich auch sein Band-Aid-30-Projekt. Doch das stößt nicht nur in Europa auf Kritik, sondern auch bei denen, die angeblich unsere Hilfe so dringend benötigen.

Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt. ärgert sich die Kolumnistin Bim Adewunmi über eine „herablassende Haltung gegenüber Afrika“. Die Graswurzelaktivistin Solome Lemma warf laut dem Zeitungsbericht Geldof und Bono vor, sich selbst in Szene zu setzen anstatt afrikanische Musiker zu unterstützen, die schon seit Monaten gegen die Seuche ansingen.

Nun drehen afrikanische Musiker den Spieß einmal um. Rapper Breezy V veröffentlicht ein Video, in dem ein Mann zu sehen ist, der auf vereister Straße kaum voran kommt. Hier zeigen nun Menschen aus Afrika Humor und fordern in einem Video zu Spenden von Heizkörpern für Norwegen auf. Schließlich, so zeigt es das Video - der Text wird übrigens eingeblendet - leiden die Menschen im Norden Europas unter der Kälte, müssen frieren und werden Eis und Schnee nicht Herr.

Ich kann die Afrikaner schon recht gut verstehen. Wir in der DDR wurden über Jahrzehnte nicht nur von BILD als die armen Brüder und Schwestern im Osten dargestellt. Ja, wie waren mehrheitlich nicht so wohlhabend wir viele Bundesbürger.

Doch wie war das vor dem Mauerbau? Meine Verwandten in Westberlin - eine Familie mit vier Kindern - hatten ständig Probleme. Meine Eltern schafften nicht nur Windeln und Kochtöpfe, sondern auch Lebensmittel an der VoPo vorbei in den Westteil der Stadt. Dafür bekam ich die abgelegte Kleidung und Schokoladenplätzchen. Damals forderten die Westmedien, aber auch die Regierung auf, die armen Menschen in der Zone nicht verhungern zu lassen.

Auch wir bekamen solche Westpakete. Die enthielten aber zumeist Dinge, die man in jedem Lebensmittelladen in Berlin kaufen konnte - Mehl, Zucker, Margarine.  Das ärgerte meine Mutter so, dass sie ein Paket mit solchen Dingen "Made in DDR" zurück schickte. Das war der letzte postalische Austausch mit der Westverwandtschaft.

Klar, bekamen wir auch gern Westpakete, klar war jede D-Mark hoch willkommen. Doch wer behauptete, wir hätten nichts zu essen, wie müssten frieren, der lag einfach falsch. Der ist einer Propaganda erlegen, die wohl dem kalten Krieg geschuldet ist. Doch Propaganda ist keine Entschuldigung, selber genau hinzusehen, was wirklich benötigt wird.

Nicht Afrika braucht die Hilfe von Gutmenschen wie Bob, Bono oder Campino, sondern bestimmte Menschen. Wieso nehmen diese Gutmenschen nicht Flüchtlinge in ihre Villen auf, sondern Musik, die zumindest ihre Popularität steigert?

Wie gesagt, ich verstehe die Afrikaner. Ob sich die Norweger über Heizungen aus Afrika freuen?

Ich mache mir jetzt mein Frühstück

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 10.12.2014

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