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Morgengruß von Helmut Harff: Merkwürdige Worte

Was ist ein Kontaktabzug...

Es gibt immer wieder Worte und Begriffe, die aus unserem Sprachgebrauch verschwinden. Entweder man benutzt sie nicht mehr, weil sie nicht politisch korrekt sind oder weil sie antiquiert anmuten. Viele Begriffe aus der sogenannten Jugendsprache verschwinden, weil es diese Jugendgeneration einfach nicht mehr gibt. Andere Begriffe verschwinden, weil es die Dinge so gar nicht oder kaum noch gibt. Ich möchte solche Begriffe und Worte wieder aufleben lassen.

Gestern hielt ich einen Fotoapparat in der Hand, der keinen Platz für einen Speicherchip hatte. Es war eine alte analoge Kamera, eine, in die man einen Film einlegen muss. Waren 36 Bilder - wenn man Glück hatte auch 37 - abfotografiert, so legte man einen neuen Film ein. Das war umständlich und teuer. Danach musste der Film entwickelt werden - das kostete, so man es nicht selber machte, wieder Geld. Dann erhielt man die Kontaktabzüge.

Kontaktabzüge? Was sind das, werden sicherlich viele junge Menschen fragen. Die haben möglicher weise noch nie einen Film für einen Fotoapparat gesehen, wissen nicht, was ein Vergrößerungsgerät - wieder so ein vergessenes Wort - ist. Wer kennt noch Entwickler und Fixiersalz, einen Kopierrahmen?

Doch zurück zum Kontaktabzug: Wenn man heute nach dem Begriff fragt, denken nur noch ältere Menschen an die Fotografie. Die meisten unter dreißig denken wohl eher an des Internet. Auf meine Frage an Menschen dieser Altersgruppe meinten die meisten, dass Kontaktabzug die Kündigung einer Freundschaft in sozialen Netzwerken ist. Einige meinten, dass beschreibt die Tatsache, wenn jemand eine Beziehung per SMS beendet. Ja warum nicht? Das sind zumindest nachvollziehbare Deutungen des zumindest teilweise vergessenen Begriffs.

Wikipedia beschreibt den Kontaktabzug folgendermaßen: "Wird durch ein Kontaktkopierverfahren ein Foto von einem Film erzeugt, spricht man von Kontaktabzug. Ein Kontaktabzug von Negativen dient üblicherweise zur ersten Qualitätsbeurteilung der Bilder eines Negativfilms. Beim Kontaktabzug wird das Negativ direkt auf das Fotopapier gelegt und dieses kurz belichtet".

Man bekam aus dem Fotoladen damals nicht nur den entwickelten Film, sondern auch ein Kärtchen, auf dem alle Bilder des Films im Briefmarkenformat zu sehen waren. Davon suchte man sich die Fotos aus, die vergrößert werden sollten. Das geschah dann wieder mit einem Vergrößerungsapparat auf Papier. Das sind dann die Fotos, die man heute noch in alten Alben findet.

Digitale Fotografie ist da viel einfacher und direkter. Und doch, gerade bei Presseterminen mit vielen Fotografen und solchen, die sich dafür halten, wünsche ich mir die gute alte Zeit mit Filmen und Kontaktabzügen zurück. Damals drückte man nicht einfach nur auf den Auslöser der Kamera und hoffte darauf, dass schon ein Bild etwas werden würde. Man sah hin beim Fotografieren, denn jedes Bild kostete bares Geld. Heute ist das alles einfacher. Allerdings konnten Fotografen früher von ihrer Arbeit zumeist auch recht gut leben. Das ist heute viel schwieriger.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Früher gab es dazu immer Muckefuck. Sie wissen nicht, was das ist?

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 12.12.2014

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