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Morgengruß von Helmut Harff: Schlussspurt

... oder ein erstes Innehalten

Einmal werden wir noch wach, heißa dann ist Weihnachtstag. So jubeln und singen wohl vor allem heute die Kinder. Viele Erwachsene stimmen eher mit schreckensweiten Augen und Panik in der Stimme in dieses Lied ein.

Doch warum? Wir wissen doch aus Erfahrung, dass immer am 24. Dezember heiliger Abend ist. Wir wissen auch, dass immer (fast) alles  genau zum Termin fertig ist. Klar, wir wissen, dass wir es auch dieses Jahr nicht schaffen werden, alles so perfekt ablaufen zu lassen, wie wir es uns wünschen.

Doch wer sagt, dass Weihnachten ein Tag der Perfektionisten ist? Richtig: Niemand, außer wir selber. Ja, auch ich will es schön haben, habe meine Rituale. Doch von denen lasse ich mich nicht hetzen. Ich genieße diese Rituale. Es hat doch etwas meditatives, wenn man dem Stollen den letzten Schliff mit warmer Butter und Puderzucker verleiht, wenn man das Geflügel im Ofen begießt. Ich genieße diese Tätigkeiten, den Duft - und sogar die Aufräumaktion danach.

Meditativ, dass ist wohl das richtige Wort für meine Vorweihnachtszeit. Wenn ich die Weihnachtsdeko auspacke, dann erinnere ich mich an vergangene Weihnachten, an Weihnachten, als die Eltern, als Partner und Freunde dabei waren, die es heute nicht mehr gibt. Ich erinnere mich an Weihnachten bei meiner Oma, an die Ungeduld meiner kleinen Schwester und meiner eigenen. Manchmal muss ich dabei schniefen, sind es doch zumeist schöne Erinnerungen, die da geweckt werden.

Ich erinnere mich beim Bestücken der bunten Teller, wie ich das vor nunmehr schon mehr als 50 Jahren mit meiner Mama gemacht habe. Das war immer eine Mutter-Sohn-Geschichte und ich habe eifersüchtig darüber gewacht, dass das auch so blieb. Jeder musste genau das gleiche bekommen und was übrig blieb, wurde liebevoll verpackt und an einsame Mitbewohner verschenkt.

Stress, Schlussspurt? Ohne mich. Später habe ich mich am 23. Dezember gern in ein Café gesetzt, das in einer Einkaufsmeile, in einem Shoppingcenter lag. Häufig war ich fast der einzige Gast und die Kellnerinnen hatten viel Zeit. Sie vermuteten, ich sei einsam oder ein Weihnachtsmuffel. Doch beides war nicht der Fall. Ich genoss einfach den Trubel vor der Caféhaus-Scheibe. Da hetzten die Menschen hin und her und hatten erst dann einige Minuten Zeit für einen Kaffee, wenn die Füße zu sehr brannten.

Gern wäre ich am 23. Dezember auch mal in die Kirche gegangen. Doch die waren zu. Als ehemaliger Kirchenmitarbeiter weiß ich heute, dass auch hier Ruhe vor dem großen Sturm herrschte. In "meiner" Kirche war damals allein am heiligen Abend viermal Gottesdienst. Da brauchten auch geistliche und weltliche Mitarbeiter Zeit zum Durchatmen.

Durchatmen, sich Zeit nehmen, dass ist das, was ich am 23. Dezember am meisten schätze. Einige Lebkuchen, zum Kaffee auch einen Cognac genießen, leise Weihnachtsmusik hören, das sorgt bei mir für weihnachtliche Stimmung.

Wenn ich wirklich noch etwas tun will, dann beantworte ich einige der zahlreichen Weihnachtsmails, für die ich mich auch heute ganz herzlich bedanke.

Nun mache ich mir mein Frühstück. Sicherlich werde ich heute noch einen Spaziergang machen - schlechtes Wetter hin oder her.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück und einen stressfreien 23. Dezember.

 


Veröffentlicht am: 23.12.2014

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