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Morgengruß von Helmut Harff: Statussymbole

Sie lagen nicht nur unter dem Weihnachtsbaum

Einst warb die Sparkasse mit dem Slogan „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“ damit, sich seine Wünsche, seine Statussymbole per Kredit zu finanzieren. Da sind wir schon bei einem Problem von Statussymbolen: Viele wollen sich mit ihnen schmücken, die meisten können sie sich nicht oder nur kaum leisten.

Statussymbole gibt es in fast allen, wenn nicht sogar in allen gesellschaftlichen Schichten. Mit ihnen will sein Besitzer zumeist andeuten, zu einer bestimmten Gruppe zu gehören. Es sind Standeszeichen und Symbole, dass man es sich  leisten kann. Das Problem ist nur für die meisten Besitzer von Statussymbolen, dass sie sich die Dinge eigentlich gar nicht leisten können.

Ich denke dabei an das Statussymbol Uhr. So ein Stück kann schon einmal weit mehr als 10.000, gern auch mehr als 50.000 Euro kosten. Das Geld haben nicht viele. Nun kann man zur Sparkasse gehen (wenn man dann so kreditwürdig ist), Omas Häuschen beleihen, bei einer Versteigerung Glück haben, lange sparen oder - ganz schlimm - sich ein Imitat um das Handgelenk binden. Dann hat man eine Uhr um, wie die Reichen dieser Republik. Doch was ist mit dem Anzug, dem Hemd, dem Mantel, den Schuhen? Dafür reicht das Geld dann nicht mehr. Dann wird es peinlich und die Uhr ist nur die eines Angebers.

Ähnlich ist das mit dem Auto. Einen teuren Wagen können sich viele leisten. Doch sind die Raten dann so hoch, dass es für eine Garage, für Extras nicht mehr aus. Was nützt ein Porsche, wenn man mit dem nicht vor dem Fünf-Sterne-Wellnesshotel, sondern vor der billigen Pension parkt? Nicht viel.

Allerdings scheint das Auto als d a s  Statussymbol ausgedient zu haben, wie Prof. Dr. Stephan Rammler in einem Interview ausführte. Autos sind ökologisch out, man braucht in Ballungsgebieten nicht ständig eines und schon gar nicht seines. Autos sind für viele Menschen aber als Statussymbol auch einfach zu teuer.

Das Mann (Frau auch) wer ist, kann man heute mit deutlich weniger finanziellem Aufwand zeigen. Ich denke hier nur an die Apple-Fans. Die geben gern für ihr Smartphone oder ihr Tablet das mehrfache aus, als vergleichbare Geräte kosten. Doch die haben einen deutlich geringeren Statusfaktor. Allerdings gilt auch hier, dass sich viele Menschen diese Statussymbole kaufen, ohne sich die wirklich leisten zu können. Es gilt auch, dass dann Geld für andere Dinge fehlen. Liegt das Tablet zu Hause und hat man das teure Smartphone ausnahmsweise mal nicht in der Hand oder vor sich auf dem Tisch, ist sein Besitzer genau das arme Würstchen, dass es auch in Wirklichkeit ist.

Wer wirklich auf Statussymbole setzt, sollte immer darauf achten, dass sein Gesamtbild stimmt. Nur dann wird er nicht von denen belächelt, die sich die Dinge wirklich leisten können. Es kommt sogar für den Statussymbolbewussten noch schlimmer. Die, die sich all die Dinge einfach so leisten können, zeigen häufig gar nicht, was sie so alles haben. Da muss man schon ein Insider sein, um die Qualität des Anzuges, die Passform des Hemdes zu erkennen. Man muss schon sehen, dass an den Manschetten keine einfachen Knöpfe, sondern solche aus Perlmutt angenäht sind oder gar Manschettenknöpfe getragen werden.

Mein Frühstück ist heute frei vom Statusdenken. Etwas Kaviar, ein Glas Champagner, Orangenkonfitüre von der Insel und ein Kaffee aus ausgesuchten arabischen Bohnen. Mehr brauche ich nicht (ha, ha).

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 30.12.2014

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