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23.10.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Kunst gefragt

Kaufen wir doch Kunst

In der Redaktion kam gestern die Frage auf, ob in jeder Wohnung Kunst zu finden ist. Zuerst meinten alle mit einiger Überzeugung, dass dem so sei. Doch dann wurden wir nachdenklicher. Jeder kannte plötzlich jemand, bei dem keine Bilder an der Wand hängen, bei dem keine Plastiken zu finden sind.

Das musste diskutiert werden. Was verstehen wir unter Kunst? Die Bilder der Kinder und Enkel? Aufgeklebte Puzzle? Aufgeblockte oder gerahmte Kalenderbilder? Kunstkalender? Ist es nur Kunst, wenn es sich um ein Original handelt? Wir waren uns schnell einig, dass weder Kinderzeichnungen, Puzzle noch Kalenderblätter gemeint sind. Doch Reproduktionen können es schon sein - beispielsweise Dinge aus Museeumsshops. Nicht jeder kann sich einen Picasso, einen Rembrand oder einen Penck im Original an die Wand hängen.

Das war geklärt, auch wenn "wirkliche" Kunst nur ein Original sein kann. Dann fragte jemand, wann wer das letzte Mal Kunst gekauft hat, wann jemand das letzte Mal Kunst geschenkt bekommen hat oder welche verschenkt hat. Betretenes Schweigen. Ich glaube, mir hat schon Jahrzehnte lang niemand Kunst geschenkt. Doch, mein Vater - eigene Bilder. Die sind nicht schlecht und von meinem Vater - und damit garantiert Kunst. Die Bilder hängen auch bei mir. Eine Kollegin hat Keramiken ihrer Schwiegermutter überall zu stehen - auch im Büro. Das ist, so die einhellige Meinung, Kunst.

Doch wie steht es um Bilder oder andere Kunstwerke von Menschen, die man landläufig als Künstler bezeichnet? Klar, alle haben solche Werke in den eigenen vier Wänden. Wobei es sich ausschließlich um Grafiken und Bilder handelt. Viele davon waren ererbt, wenige selber erstanden. Geschenke Bilder waren absolut in der Minderheit.

Doch warum ist das so? Geerbt ist klar, aber warum kaufen wir so wenig Kunst? Zu teuer war der erste Einwand. Stimmt eigentlich nicht, wenn man sich auf einschlägigen Märkten umsieht. In Berlin, aber sicherlich nicht nur hier, gibt es Kunstmärkte, auf denen man Grafiken und Bilder, aber auch plastische Arbeiten für eine Summe erstehen kann, die nicht höher ist, als ein Abendessen für zwei Personen in einem guten Restaurant.

Vom wem, von welchem Künstler soll man kaufen? Wenn man sein Geld nicht zumindest wertbeständig in Kunst anlegen will, sollte der Künstler eigentlich nicht die große Rolle spielen. Wichtig ist doch nur, ob einem das Werk gefällt, ob es zu einem und zur Wohnung passt. Wenn man sagt, das Bild, diese Grafik, die Plastik, dieses Foto gefällt mir, dann ist es nur noch der Preis, der schlussendlich über den Kauf entscheidet. Mit den meisten Künstlern kann man sicherlich über den Preis reden.

Gefallen, dass war dann auch das Stichwort, als es um das Thema Kunst verschenken geht. Wem kann ich was schenken? Schwierig, schwierig - vor allem dann, wenn man den zu Beschenkenden nicht sehr gut kennt. Schwierig auch, wenn der bisher mit Kunst an der eigenen Wand nichts am Hut hatte. Klar, nicht jeder freut sich über einen "Öl-Schinken". Ich würde auch nicht jedem ein Gemälde schenken. Doch warum einem Börsenfan nicht eine Grafik mit "Bulle und Bär", warum einem Formel-1-Fan nicht eine Auto-Grafik schenken. Ein bisschen nachdenken muss man schon.

Wir einigten uns dann darauf, dass es schade ist, dass man sowenig Kunst kauft. Damit ihnen das etwas leichter fällt, haben wir dann auch noch gleich beschlossen, ihnen schon ab Januar das "Bild des Monats" zu präsentieren. Wir finden, dass passt hervorragend zum ausgerufenen "Genussjahr 2015".

Ich gestalte mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und viel Spaß beim nächsten Galerie-Bummel.

 


Veröffentlicht am: 13.01.2015

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