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Aufgespießt: Ängste

Reden hilft

(Helmut Harff / Chefredakteur) In Dresden und inzwischen nicht nur dort gehen die Menschen auf die Straße und artikulieren ihre Ängste - vor allem die Angst vor der Islamisierung unsere westlichen Welt.

Sicherlich haben die Menschen, die überall auf die Straße gehen, in den meisten Fällen noch keine direkte, persönliche negative Begegnung mit Menschen gehabt, die unter der merkwürdigen Bezeichnung Islamisten zusammen gefasst werden. Klar ist auch, dass es in Dresden nur wenige Menschen gibt, die moslimischen Glaubens sind. Es gibt in Dresden wie in Bonn, Passau, Emden oder Lübbenau auch nur wenige Mörder oder Kinderschänder. Doch ist das ein Grund, nicht seine Angst vor solchen Menschen zu artikulieren? Die meisten Menschen sind noch nicht Opfer von Einbrechern oder Räubern geworden. Ist das ein Grund, sich und seine Behausung nicht zu schützen?

Ich habe auch Angst vor Kampfhunden, besoffenen Autofahrern oder volltrunkenen Skifahrern. Ich bin noch nie von einem Pittbull gebissen worden, noch nie von einem besoffenen Autofahrer angefahren worden oder von einem alles andere als nüchternen Skifahrer umgerissen worden. Das sind aber keine Gründe für mich, für ein Kampfhundeverbot einzutreten, alkoholisierte Autofahrer und Skifahrer für potentielle Totschläger zu halten. Warum also sollen Menschen nicht ihre Angst vor Menschen eines Glaubens haben, unter denen es zu viele gibt, die ihren Glauben mit Schwert, Kalaschnikow und schweren Waffen durchsetzen wollen?

Ich will damit niemand, der muslimischen Glaubens ist, auch nur irgendwie in eine kriminelle Ecke stellen. Doch die Ängste sind da und werden jede Minute geschürt. Macht ein Moslem Mist, so heißt es immer der oder die sind Moslems. Nie höre ich, der oder die sind Christen, Katholiken, Protestanten, Zeugen Jehovas, Shiks, Buddhisten oder Atheisten.

Ja, ich habe Angst vor militanten und gewaltbereiten sogenannten "Glaubenskriegern". Dabei ist mir völlig egal, welcher Gott für ihre Mordlust, für ihre fehlgeleitete Gläubigkeit herhalten muss. Wir im christlichen Westen sollten da vorsichtig mit dem Werfen des ersten Steins sein. Wir haben genug im Namen Gottes - unseres Gottes - gemordet. Mit Vorliebe gern solche Menschen, die auch Christen waren.

Ängste muss man artikulieren können, egal ob sie real oder weniger real sind. Das ist eine Form von Therapie. Wenn ich meine Ängste nicht äußere, mich denen nicht stelle, macht das krank. Es macht nicht nur den Einzelnen, es macht auch die Gesellschaft krank.

 


Veröffentlicht am: 26.01.2015

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