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Morgengruß von Helmut Harff: Glück

... am Freitag den 13?

Heute ist es also wieder einmal so weit: Heute ist Freitag der 13. Es gibt Menschen, die haben heute keine Chance, diesen Kommentar zu lesen. Nein, weder ist das Internet ausgefallen, noch hat der Computer seinen Geist aufgegeben. Diese Menschen stehen niemals an einem Freitag den 13. auf. Sie leiden unter Paraskavedekatriaphobie.

Wie bei Wikipedia nachzulesen ist, kann die krankhafte Angst vor einem Freitag dem 13. - die Paraskavedekatriaphobie - im Einzelfall so weit führen, dass Betroffene Reisen und Termine absagen oder sich an einem Freitag, dem Dreizehnten, nicht aus dem Bett trauen. Sie befürchten einfach, dass sie an diesem Tag garantiert ein Unglück ereilen wird. Das mit dem Unglückstag Freitag der 13. ist kein esoterischer Schnickschnack unserer Tage, sondern uralter Volksglaube, der vom Christentum aufgenommen wurde. So wurde Jesus an einem Freitag gekreuzigt.

Das war auf den ersten Blick ein Unglück, doch im Nachhinein wohl nicht. Wie hätte Jesus zu seinem göttlichen Vater in den Himmel aufsteigen können, wenn er nicht vorher gestorben wäre?

Ich bin ohnehin der Ansicht, dass Freitag der 13. kein Unglückstag ist. Ja, wer an diesem Tag besonders vorsichtig ist, der kann schon vor lauter Vorsicht verunglücken. Wer an Freitag den 13. als Unglückstag glaubt, sieht überall gerade an diesem Tag nur Unglücke.

Ich bin dagegen der Ansicht, dass Glück und Unglück nicht an einen Tag gebunden sind. Glück, dass ist für mich zumeist ein eher flüchtiges Gefühl. Glück kann man nicht herbeireden, nicht zwingen, aber auch nicht verhindern. Das Glück, so meine Erfahrung findet mich, nicht ich es. Glück, dass liegt am Wegesrand. Meistens geht man daran vorüber ohne es zu bemerken. Manchmal will man es greifen, doch es ist zu flüchtig.

Glück, dass ist mindestens genauso schwer wie Liebe zu erklären und doch (oder gerade deshalb?) gehören beide untrennbar zusammen. Ich hatte vor gut einem Jahr Glück -beziehungsweise fand es mich. Ich lernte meine Frau kennen. Nichts von geplant, nichts von Liebe auf den ersten Blick. Dafür mehr Zufälle, als man hier aufzählen kann. Es begann mit dem Tod meines Vaters, führte mich nach Spindlermühle und endet hoffentlich nie - mein Glück mit der Frau an meiner Seite.

Dieses Glück hätte es nie gegeben, wenn nicht viele Zufälle zusammen gekommen wären. Es wäre aber auch nie zustande gekommen, wenn ich, wenn wir, es nicht ergriffen hätten. Da spielte irgend ein Tag, weder ein Freitag der 13, noch Weihnachten oder Silvester eine Rolle. Ich bin überzeugt davon, dass Glück oder Unglück keinen Kalender kennt. Wenn das so wäre, hätten alle Menschen, die nach einem anderen Kalender leben und damit keinen Freitag den 13. kennen, nie Unglück.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Oh welch ein Unglück, die Milch ist sauer. Oh, welch ein Glück, ich habe noch ein Paket frischer Milch.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Ich hoffe für Sie, dass Sie nicht unter Paraskavedekatriaphobie leiden. Ich bin überzeugt, dass Fortuna gerade heute für Sie ihr Füllhorn öffnet.

 


Veröffentlicht am: 13.02.2015

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