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Morgengruß von Helmut Harff: Klassefrauen

Die spinnen, die Frauen

Klassefrauen, denen widmete Erich Kästner ein Gedicht. In den "Sogenannte Klassefrauen" heißt es:

Wenn es Mode wird, sie abzukauen (die Nägel),
oder mit dem Hammer blau zu hauen,
tuns sie's auch und freuen sich halbtot.

Dieses Gedicht fiel mir sofort ein, als ich gestern auf GMX einen Artikel las, in dem es um Schönheitsoperationen an Frauen geht. Thema waren jedoch nicht korrigierte Nasen und Brüste. Es ging auch nicht um Botox, Kinnstraffungen oder ähnliches. Es ging um Operationen im Intimbereich. Dass Frau sich auch an dieser Stelle operieren lässt, wusste ich bis dato noch nicht. Verwundert war ich allerdings nur einen kurzen Moment. Dann fiel mir das Kästner-Gedicht ein.

Doch warum lassen sich Frauen ihren Venushügel abflachen, ihre Scheide verengen oder die Schamlippen verkleinern oder sonst wie verändern? Vielleicht ist die einfachste Antwort: Weil sie es können, weil sie das Geld dazu haben. Die befragten Experten und Mediziner waren sich uneinig, warum Frau solche Eingriffe vornehmen lässt. Man war sich nur darüber einig, dass extrem große Schamlippen ein gesundheitliches Risiko darstellen, da es beim Sport zu Unfällen und Entzündungen kommen kann.

Doch wieso lässt Frau eine OP zur G-Punkt-Intensivierungen durchführen? Ratlosigkeit allenthalben. Selbst Vorbilder aus den USA wurden nicht genannt. Spekuliert wurde darüber, dass Frau sich erst durch das Rasieren ihres Intimbereichs bewusst geworden ist, sie den intensiver betrachtet. Glaubt man dem Artikel, so finden 30 Prozent der Frauen ihren Intimbereich als hässlich. Klar hat jede Frau das Recht, etwas an ihrem Körper nicht schön zu finden, doch was ist im Intimbereich hässlich, was nicht? Das liegt wie immer im Auge der Betrachterin.

Gefallen hat mir an dem Artikel, dass einmal nicht wir Männer für diese ganz spezielle Art von Schönheitswahn als Ursache herhalten müssen. Klar wurde eine Frau zitiert, die meinte, dass sie keinen Mann bekommt, weil ihr Intimbereich nicht "schön" sei. Ich halte das eher für einen Fall für den Psychiater, als für einen Schönheitschirurgen.

Hier sei allen Frauen einmal gesagt: Nicht alle Männer mögen große Brüste, gerade Nasen, glatt gebügelte Gesichter, flache Venushügel, enge Scheiden und Schamlippen wie die von ganz jungen Frauen. Männer mögen auch nicht nur Frauen mit Modelmaßen und unendlich langen Beinen. Wie auch, schließlich sind auch die wenigsten Männer perfekt gebaut. Männer, davon bin ich überzeugt, suchen Frauen, die sich selber so akzeptieren wie sie sind. ja, wir drehen uns schon mal nach sogenannten Klassefrauen um. Doch wer will schon solche Frauen, wie sie Erich Kästner so unnachahmlich geschildert hat.

Ich mache jetzt Frühstück - für zwei nicht ganz perfekt geformte Menschen.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 26.02.2015

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