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Das Moderne ist das Unzeitgemäße

Fashion Week Mailand Herbst-Winter 2015-2016 Gucci

„Diejenigen, die wirklich zeitgenössisch sind, sind jene, die weder vollkommen in ihre Zeit passen, noch sich ihren Anforderungen anpassen. In diesem Sinne sind sie in der Gegenwart nie wirklich zu Hause. Aber gerade durch diese Trennung und diesen Anachronismus sind sie besser als andere in der Lage dazu, ihre eigene Zeit wahrzunehmen und zu begreifen. Demnach ist Zeitgenossenschaft die Beziehung mit der Zeit, die sie durch Trennung festhält.“ (G. Agamben)

Die Herbst-Winter Kollektion 2015-2016 erforscht die Welt durch diese Art Trennung. Dabei beschränkt sie sich nicht auf eine einfache Aufnahme der Gegenwart, sondern verkörpert die Schwelle zwischen dem „nicht mehr“ und dem „noch nicht“. Es ist eine Schwelle des zeitlichen Dahinfließens, in der Relikte der Vergangenheit mit Zeichen der Zukunft verschmelzen. In diesem Rahmen erhalten vergessen geratene Fragmente eine neue Bedeutung: Blumenmotive alter Wandteppiche, die auf den Dachboden verbannt worden sind, plissierte Kleider, die alte Erinnerungen zu neuem Leben erwecken. Die Kollektion feiert unzeitgemäße Details, Diskrepanzen und Diachronien, die ihre Uneinigkeit mit dem Vorliegenden zurückfordern, um die Gegenwart besser zu verstehen.

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Es gibt keinen Raum für tröstliche Nostalgie, vielmehr die Notwenigkeit, Freiheit zu bekräftigen, um einst vertane Möglichkeiten wiederzubeleben. Die Freiheit, am Schnittpunkt der divergierenden Zeit neue Bedeutungen zu konstruieren. Die Freiheit zu wählen, wer man ist, ganz gleich, was bereits vorgegeben wurde.
 
Die zeitgenössische Stadt dient hier als ein Ort von unerwarteten Ereignissen, wo sich Kluften auftun, Überbleibsel von Vergangenem auftauchen, sich Erinnerungslücken zeigen. Vor allem aber ist es ein Ort, an dem sich Realität und Wunschdenken vermischen, wo es Zeugnissen und Prophezeiungen gibt sowie Spuren von bereits bestehenden Welten und Andeutungen auf künftige. Die Zeichen, neue Sprachen zu schaffen und neue Möglichkeiten der Existenz ins Auge zu fassen, existieren bereits.

Text: Gucci / fashionpress
Fotos: Courtesy of Gucci

 


Veröffentlicht am: 07.03.2015

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