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Hässlich, ungewaschen und ewig gleich

(baron-von-zengenheim.de) Längst vorbei sind die Tage, als in Europa Männer mit aufwendig verzierten Schuhen, Spitzen an den Samthosen, Rüschen an den Kragen und gepuderten Perücken die weibliche Konkurrenz modisch weit hinter sich ließen.

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Doch was ist passiert? – Warum dürfen Männer heute nicht schön sein? Dieser Frage ist das Luxus-Mode-Haus Dion Baron von Zengenheim nachgegangen.
Grundlegend ist sicherlich einmal festzuhalten, dass Mode sich in kurzen und langen Zyklen entwickelt. In der Antike wurden Begriffswelten wie „Schönheit“ und „Ästhetik“ ausschließlich Männern zugeordnet. „Bis ins 17. Jahrhundert hinein galten vornehmlich Männer als die Schönheitsideale ihrer Zeit. Zur Mitte des 18. Jahrhunderts hin hat sich dieser Einfluss allerdings diametral entwickelt“, weiß Bernhard Ganser, seines Zeichens Lead-Designer bei Zengenheim.
Ab dem Jahr 1779 wurden in Europa neuzeitliche Militäruniformen eingeführt. Gepflegtheit, Mode und Ästhetik waren verpönt. Zur Zeit der napoleonischen Kriege waren die Uniformen noch sehr individuell in ihrem Aussehen. Doch schnell wurden von den Kriegsherren die operativen und ideellen Vorteile einer modischen und geistigen Gleichschaltung erkannt und durchgesetzt. „Auf erschreckende Art und Weise hat sich der Trend zur permanenten Uniformierung in die Zeit der Industrialisierung hinein fortgesetzt“, resümiert Ganser.

Bleibt die Frage, warum sich diese Gleichschaltung in Form des dunklen Business-Anzuges mit hellem Hemd und Krawatte bis ins 21. Jahrhundert hält? Europäische  Männer sind offenbar so sehr davon überzeugt, dass selbst Völker mit einer ursprünglich eigenständigen Kleidungskultur sich inzwischen dieser modernen Business-Uniformierung mehr oder weniger willenlos unterwerfen.

Der Versuch einer Erklärung: „Ich gehe davon aus, dass die modische Konditionierung [das gelernte Verhalten in Sachen Mode] speziell in Deutschland von Generation zu Generation weitergegeben wird. Solange der gesell- schaftliche Druck sich nicht verstärkt, wird die breite Masse der Männer in   dieser Geisteshaltung verharren. Es ist einfach zu bequem, mit zwei Anzügen, zehn Hemden, sechs Krawatten, einigen Socken und etwas Unterwäsche ganze Jahrzehnte bestreiten zu können.“

Autor: Bernhard Ganser

 


Veröffentlicht am: 03.12.2007

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