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24.07.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Kaffee

Ohne geht gar nichts

Ein Tag ohne Kaffee - den gab es bei mir wohl in den vergangenen 40 Jahren nie. Das wäre auch so, wie ein ganzer Tag Sonnenfinsternis, verbunden mit dem Totalausfall des Internets und einer Steuerprüfung. Es wäre ein verdammt schlechter Tag.

Ja, ich will nicht ohne Kaffee leben - ob wohl es sicherlich möglich wäre. Mein Tag beginnt mit einem Kaffee. Der begleitet mich dann durch den Tag. Es steht immer ein Kaffeetopf rechts neben der Tastatur, auf der ich gerade rumtippe. Ich erwische mich sogar dabei, dass ich aus der leeren Kaffeetasse trinke.

So gern ich Kaffee trinke, so wenig Gedanken habe ich mir früher - bevor ich ein Genussmann - über den Kaffee gemacht. Hauptsache Kaffee, alles andere war nicht wichtig. Kaffee  gab es im Laden und fertig. Na nicht ganz, wenn es in Konsum oder HO nur Erichs Krönung (Unwissende bitte Begriffe googlen) gab, trug ich mich schon mit Ausreisegedanken.

Überhaupt Kaffee: Bei meiner Oma gab es noch den echten Bohnenkaffee - im Gegensatz zu, Ersatzkaffee, auch Muckefuck genannt. Später war es der gute Kaffee, der kam aus dem Westen. Ich kannte sehr früh alle gängigen Marken, auch wenn es in meiner Erinnerung im Intershop fast nur den von Jacobs gab. Doch ansonsten kümmerte ich mich nicht um das Woher und auch nicht darum, wie Kaffee gemacht wird.

Das hat sich in den vergangenen Jahren gründlich geändert. Zwar bin ich noch meilenweit davon entfernt, ein Experte in Sachen Kaffee zu sein, so habe ich mir doch ein (un)gesundes Halbwissen zugelegt. Das wurde vor einigen Tagen nochmals erweitert. Ich war zu Gast bei Tchibo, zu Gast in Hamburg, dort wo die Geschichte dieses Kaffeerösters seinen Anfang nahm. Die Hanseaten machten es spannend, verrieten absolut nicht, worum es gehen sollte.

Klar, es ging um Kaffee. Der neue kommt schwarz-weiß daher- und das nicht von ungefähr. Man hat eine Kaffee entwickelt, der ohne Milch genauso vollmundig schmecken soll wie mit. Ein vollmundiges Versprechen, so mein erster Gedanke. Ein Versprechen, dass Tchibo zumindest aus meiner Sicht eingelöst hat. Eigentlich erstaunlich, dass man im 21. Jahrhundert noch immer etwas Neues in Sachen Kaffee entwickeln kann.

Bisher war für mich das Neueste, dass man Kaffeebohnen von Elefanten fermentieren lässt. Die Dickhäuter bekommen die Kaffeebohnen zu fressen und scheiden die fermentiert, aber nicht verdaut wieder aus. Ein guter Gag, so die hanseatischen Kaffeeexperten, der aber nicht für einen besseren, nicht einmal für einen anderen Geschmack sorgt. Der Geschmack hat viel mehr mit der Herkunft der Bohnen und deren Röstung zu tun.

Zumindest das wusste ich schon. Das dies eine Wissenschaft für sich ist, war mir auch klar. Wie viel Arbeit, wie viel Handwerk in jeder Tasse Kaffee steckt, so aber noch nicht. Ich wusste auch nicht, wie viel Geld so ein Kaffeeröster in die Hand nehmen muss, um uns, um die Verbraucher, davon zu überzeugen, einmal einen anderen Kaffee auszuprobieren. Im Fall des neuen Tchibokaffees, der übrigens FOR BLACK `N WHITE heißt, ist das ein nicht genauer bezifferter zweistelliger Millionen-Euro-Betrag. Viel Geld, um uns davon zu überzeugen, dass Kaffee anders schmecken kann, als wir es bisher gewohnt sind.

Ich habe jetzt so viel über Kaffee geschrieben, dass ich mir jetzt erst einmal einen brühe. Ja, richtig, ich habe die Zeichen der Zeit längst erkannt und brühe mir den Kaffee wieder nach guter alter Art mit einem Porzellan-Filter und heißem Wasser. Probieren Sie es aus. Es macht Spaß und der Kaffee ist zumindest anders, als der aus einer Maschine. Ich finde ihn deutlich leckerer.

Ich wünsche  Ihnen ein genussvolles Frühstück mit einem guten Kaffee.

 


Veröffentlicht am: 21.03.2015

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