Startseite  

27.03.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Morgengruß von Helmut Harff: Brot

Nahrungsmittel und Kulturgut – Brot tut gut

Gestern feierten sich die Bäcker und ihr und unser Lieblingsbackwerk – das Brot. Wie bekannt, sind wir Deutschen Brotweltmeister. Es soll über 3.000 Sorten geben. Dieser Tatsache gedachte man am gestrigen 3. Tag des Deutschen Brotes. Die Innungsbäcker feierten das Brot und sich in Berlin mit einigen Aktionen und einer großen Party.

Dabei waren vom obersten Bäcker der Nation, dem Präsidenten des Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks Peter Becker, vielen Innungs- und Bäckermeistern, der Bäcker-Nationalmannschaft bis zum frisch ernannten Botschafter des Deutschen Brotes, Kanzleramtsminster Peter Altmaier, so ziemlich alles, was sich in diesem Land um das so beliebte Nahrungsmittel kümmert.Der Minister war sichtlich froh, mal nicht über Dinge wie NSA und BND reden zu müssen, sondern über etwas bekömmlichers - das Brot.

Selbstverständlich ging es in der Hauptstadt nicht um Brot aus den Backshops oder Backstationen. Es ging, so wurde immer wieder betont, um handwerklich produziertes Brot. Wenn man allerdings genau hinhörte oder mit Bäckern redete, so knetet – wie gern in Werbevideos suggeriert – kein Bäcker mehr das Brot mit der Hand. Der Teig wird auch nicht mehr wie zu Urgroßvaters Zeiten von Hand hergestellt. Er verdankt seine Existenz den Backmischungen, die von der Industrie angeliefert werden. Es gibt sicherlich auch kaum noch einen Bäcker in der Republik, der sein täglich produziertes Brot in einem mit Holz befeuerten Ofen bäckt.

Und doch, Brot aus einer handwerklichen Backstube unterscheidet sich von solchen aus Brotfabriken noch immer sehr deutlich. Das sieht, das riecht und vor allem das schmeckt man. Wenn man es dann kauft, merkt man allerdings auch sehr schnell, dass auch im Bäckerhandwerk gilt: Qualität hat seinen Preis. Der relativiert sich aus meiner Sicht allerdings, wenn man bedenkt, dass das Bäckerbrot nicht nur besser schmeckt, sondern sich auch längerer hält. Man wirft vom Bäckerbrot viel weniger weg, als  Brot aus der Fabrik.

Dazu kommt, dass es in einer gut geführten Bäckerei deutlich mehr Brotsorten gibt, als in einem Backshop. Man muss nur immer mal eine neue Sorte probieren. Wer das tut, wird erstaunt sein, wie unterschiedlich Brot schmecken kann.

Es gibt aber auch Dinge, die ich heute bedauere. Menschen in meinem Alter können sich sicherlich noch daran erinnern, wie es war, als wir in unserer Kindheit Brot kauften. Es war noch warm und duftete so verführerisch, dass wir zumeist einen Kanten des Brotes schon auf dem Heimweg aufaßen. Ich machte das gern zusammen mit meiner Mutter, die das auch schon als Kind tat. Zumindest in großen Städten ist das heute kaum noch möglich. Ich wüsste nicht, wo ich in Berlin noch Brot bekomme, dass wirklich frisch und noch dampfend aus dem Ofen kommt.

Als Brotliebhaber genieße ich es deshalb, bei sogenannten Dorfbäckern, bei solchen, bei denen noch hinter dem Laden der Meister und seine Gesellen in der Backstube ihrem Handwerk nachgehen, Brot zu kaufen. Das ist ein Grund, Urlaub auf dem Land zu machen. Leider haben zu viele Tourismusverantwortliche noch nicht erkannt, welches Potential so eine Bäckerei für ihren Ort bietet. Käsereien, Schnapsbrennereien und Brauereien stehen längst in jedem Touristenführer. Bäckereien tauchen dort nur selten auf. Das ist schade. Andererseits macht es auch Spaß über die Dörfer zu fahren und nach authentischen Bäckereien zu suchen. Angst vor zu vielen Kalorien? Kein Problem, dann unternehmen Sie doch einfach eine Bäckerei- oder Brot-Wanderung. Wo es Bäckerei-Innungsbetriebe gibt, erfahren Sie entweder vor Ort oder auf  www.innungsbaecker.de.

Ich gehe jetzt frische Brötchen kaufen – selbstverständlich beim Bäcker.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück mit ofenwarmen Bäckerbrötchen oder einer leckeren Scheibe Brot.

 


Veröffentlicht am: 06.05.2015

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Logo yorxs

 

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| Geld & Genuss
| gentleman today
| Frauenfinanzseite
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| geniesserinnen.de
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit