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21.11.2017

 

 

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Kunstwerke auf Rädern

Atemberaubende Automobile und Zweiräder beim Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2015

Der Concorso d’Eleganza Villa d’Este zählt heute zu den weltweit exklusivsten und traditionsreichsten Veranstaltungen für historische Automobile und Motorräder.

1929 erstmals im norditalienischen Cernobbio unter dem Namen „Coppa d’Oro Villa d’Este“ als Ausstellung von Neuerscheinungen der Automobilbranche ausgetragen, blickt das hochklassige Classic Weekend auf eine nunmehr 86-jährige wechselvolle Geschichte zurück. 1999 übernahm die BMW Group die Schirmherrschaft, seit 2005 ist die BMW Group Classic gemeinsam mit dem Grand Hotel Villa d’Este Veranstalter der hochkarätigen Raritäten-Schau.

Die Faszination einer ungewöhnlichen Dekade

Das Motto der dreitägigen Veranstaltung in Norditalien lautet „Seventies Style – The Jet Set is back“ und zieht sich wie ein roter Faden durch das Wochenende. Es gibt Fahrzeugklassen zu dem Thema, eine Ausstellung auf dem Gelände der Villa Erba und auch die Samstagabendveranstaltung im Pavillon der Villa Erba stehen unter diesem Motto. Neben den ersten Superbikes aus den Seventies, darunter japanische Großserienmodelle sowie europäische Raritäten, sind auch zahlreiche außergewöhnlich Exemplare des classic Mini aus den 1970er-Jahren zu sehen. Ganz im Stil dieser Zeit ist darüber hinaus eine Ausstellung konzipiert, die fünf Unikate aus der BMW Art Cars Sammlung beinhaltet. Die Besucher des Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2015 erleben drei Tage im Zeichen einer Dekade des gesellschaftlichen Umbruchs, die gleichzeitig für BMW der Aufbruch in die Moderne war.

Für BMW waren die 1970er-Jahre mit einer Neuausrichtung des Unternehmens und seiner Produktpalette verbunden, die für den Hersteller von Automobilen und Motorrädern den Aufbruch in die Moderne und den Weg zu nachhaltigem internationalen Erfolg ebnete. Zuerst debütierte 1972 die BMW 5er Reihe, drei Jahre später gefolgt von der BMW 3er Reihe. Nur ein Jahr später kam der BMW 6er auf den Markt, 1977 dann die BMW 7er Reihe. Viele Neuerungen aus dieser Zeit prägen das Bild von BMW bis heute – angefangen bei den Modellbezeichnungen bis hin zu markentypischen Designmerkmalen.

Glanzvolle Tradition, faszinierende Zukunft

Im Mittelpunkt der Veranstaltung am Comer See stehen traditionell die Schönheitskonkurrenz, bei der ausgesuchte historische Fahrzeuge mit faszinierender Geschichte in verschiedenen Wettbewerbskategorien antreten, der Concorso di Motociclette für klassische Motorräder sowie wegweisende Concept Cars und Prototypen. Diese ungewöhnliche Kombination macht zusammen mit der stilvollen Umgebung den besonderen Reiz der Veranstaltung aus und unterstreicht die ungebrochene Faszination für historische Fahrzeuge auf zwei und vier Rädern. Unter dem diesjährigen Motto „Seventies Style - The Jet Set is back“ werden vom 22. bis zum 24. Mai 2015 Automobilliebhaber aus aller Welt in Cernobbio zu Gast sein und sich in den herrlichen Anlagen des Grand Hotel Villa d’Este und der angrenzenden Villa Erba nicht nur von der Geschichte der Mobilität, sondern auch ihrer Zukunft in den Bann ziehen lassen. Die BMW Group wird neben zahlreichen historischen Fahrzeugen auch mit zwei Aufsehen erregenden Exponaten aus dem Bereich der Konzeptfahrzeuge vertreten sein.

Zu den Highlights der Historic Cars gehören in diesem Jahr:


Pegaso Z-102 Berlineta Cupula

Das zweisitzige Coupé wurde in den 1950er-Jahren auch als der „spanische Ferrari“ bezeichnet. Unter der langen Haube arbeitete ein V8-Motor mit 2,5 Liter Hubraum und 165 PS, die Höchstgeschwindigkeit betrug 201 km/h. Ungewöhnlich an dem Fahrzeug: Es wurde in einer Kleinstauflage von nur 90 Exemplaren vom Nutzfahrzeughersteller Enesa gebaut. Das in Cernobbio gezeigte Exemplar wurde 1953 auf der World Motor Show im New Yorker Madison Square Garden ausgestellt und ging anschließend in den Besitz des damaligen Staatspräsidenten der Dominikanischen Republik, Hector Bienvenido Trujilio Molina, über. Seit 1975 gehört das Fahrzeug zur kalifornischen Black Hawk Sammlung.

Maserati 60/61 „Birdcage“
Nur 22 Exemplare wurden zwischen 1959 und 1961 von diesem spektakulären Rennwagen hergestellt – und zwar ausschließlich für Kunden. Einen Werkseinsatz seitens Maserati gab es nie. Als Prototyp für den Rennsport entwickelt, dominierte der Maserati Anfang der 1960er Jahre das Renngeschehen vor allem in den USA. Der Maserati Tipo 61 gewann zweimal das 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring. Der Beiname „Birdcage“ (Vogelkäfig) ist eine Anspielung auf den ungewöhnlichen, nur 30 Kilogramm schweren und speziell verwundenen Gitterrohrrahmen von Giulio Alfieri, der aus mehr als 200 dünnen Stahlrohren besteht und eine ähnliche Festigkeit wie wesentlich teurere Monocoques aufwies. Der 600 Kilogramm leichte Maserati Tipo 61 „Birdcage“ hat einen Reihenvierzylinder mit 250 PS unter der extrem flachen Fronthaube und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 300 km/h.

Panther Six
Gerade einmal zwei Exemplare wurden vom Panther 6 gebaut. Das Fahrzeug wurde 1976 von Robert Jankel, dem Inhaber der kleinen britischen Fahrzeugfabrik Panther, weitgehend selbst konstruiert. Das zweisitzige Cabriolet verfügt über sechs Räder. An den zwei gelenkten Vorderachsen befinden sich vier kleine Reifen im Format 205/40 VR13, die Hinterachse ist mit zwei deutlich größeren Rädern bestückt. Das in jeder Hinsicht ungewöhnliche Fahrzeug griff das Konstruktionsprinzip des Tyrrell P34 auf, der ab 1976 mit viel Aufsehen in der Formel-1-WM antrat, und setzte es bei einem Straßenfahrzeug ein. Angetrieben wurde der Panther 6 von einem 8,2 Liter großen, über der Hinterachse eingebauten Achtzylinder-Motor, der von Cadillac bezogen und mit zwei Turboladern versehen wurde. Die Werksangaben lauteten: Max. Leistung: 600 PS, Höchstgeschwindigkeit: 200 Meilen pro Stunde = circa 320 km/h.

Rolls-Royce Phantom IV
Anlässlich des Jubiläums „90 Jahre Rolls-Royce Phantom“ gibt es im Rahmen des diesjährigen Concorso d’Eleganza Villa d’Este eine Rolls-Royce Phantom 1-6 Concours-Klasse, die sogenannte „Phantom-Story“. Zu den absoluten Glanzstücken dieser Klasse zählt der Rolls-Royce Phantom IV – das zweifellos exklusivste Fahrzeug, das Rolls-Royce jemals fertigte. Zwischen 1950 und 1956 wurden lediglich 18 Exemplare produziert – ausschließlich für Königshäuser, Regenten oder Adelige. 16 Fahrzeuge existieren noch heute. Am Comer See ist das Exemplar zu sehen, das 1954 von Queen Elizabeth für ihre Schwester Margaret bestellt wurde – denn Margaret setzte sich allzu gerne auch mal selbst ans Steuer. Das Fahrzeug mit  Landaulet-Aufbau ist ausnahmsweise mit einem automatischen Getriebe ausgerüstet und war mehr als 30 Jahre lang im Besitz der britischen Königsfamilie.

Die Wertungsklassen

Die zur Prämierung nominierten historischen Fahrzeuge werden beim Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2015 in neun Wertungsklassen für Automobile sowie fünf für Motorräder unterteilt. Die Kategorien geben einen Ausblick auf die außergewöhnliche Vielfalt der am Comer See präsentierten Raritäten auf vier und zwei Rädern. Die Klassiker aus der Geschichte des Automobils treten in folgenden Gruppen an:
Klasse A: „Flamboyance in Motion“ – Pre-war coach built luxury
Klasse B: „Antidepressants“ – Pre-war sports cars which defied the Great Depression
Klasse C: „Phantom Story“ – The Rolls-Royce Phantom through the ages
Klasse D: „Made to Measure“ – The final flowering of the coach build coupe
Klasse E: „Gentleman’s Racers“ – Speed meets post-war style
Klasse F: „Hollywood on the Lake“ – Convertibles for a grand entrance at Villa d’Este
Klasse G: „GT Man Has Arrived“ – Interpretations of opulence
Klasse H: „How Fast is Fast Enough“ – Mid and rear-engined supercars from the disco era
Klasse I: „Two seats against the stopwatch“ – Classic sports racers

Der Concorso di Motociclette – mehr als nur ein Wettbewerb für Zweiräder

Seit dem Jahr 2011 zählt auch der Concorso di Motociclette zum Programm des Concorso d’Eleganza Villa d’Este. Eine Sonderausstellung in den Parkanlagen der Villa Erba ist den Gewinnern der Isle of Man Tourist Trophy gewidmet. Das älteste Motorradrennen der Welt findet auf dem Snaefell Mountain Course statt. Die rund 60 Kilometer lange Strecke stellt wie kein anderes Rennen höchste Anforderungen an Mensch und Maschine. Gefahren wird auf normalen Straßen der Insel, die während des Trainings und der Rennen für den Individualverkehr gesperrt sind. Die Durchschnittsgeschwindigkeit bei der Tourist Trophy beträgt in den Rennen mit den schnellsten Maschinen knapp 210 km/h – rund 50 km/h mehr als auf modernen Motorrad-Grand-Prix-Strecken. In Cernobbio sind die Original-Siegermaschinen der Jahre 1939, 1954, 1964 und 2014 aus Deutschland, England und Japan zu bestaunen.

Ein besonderes Augenmerk gilt zwei weiteren historischen Motorrädern:

Motobécane SSC Gran Sport

Die 500-Kubikzentimeter-Einzylinder-Maschine mit Vierventiltechnik aus dem Jahr 1934 wurde von dem bekannten französischen Grafiker Geo Ham in einem ebenso auffälligen wie ungewöhnlichen Design im Art-Deco-Stil gestaltet. Geo Ham alias Georges Hamel gilt als einer der renommiertesten französischen Künstler in Sachen Automobil, Motorrad und Rennen. Unter anderem entwarf er auch eine Art-Deco-Karosserie für Figoni & Falaschi, mit der ein Delahaye 135 bestückt wurde. Das Fahrzeug ging 1936 auf dem Pariser Auto-Salon an den Aga Khan.

Puch Typ N
Aus der Frühzeit der 1899 gegründeten und in Graz (Österreich) beheimateten Puch-Werke (Fahrräder, Motoren, Motorräder, Automobile) existieren nur noch ganz wenige Exemplare. Das in Cernobbio gezeigte Exemplar ist ein Motorrad aus dem Jahr 1912 mit verspielten Details an Lackierung und Ausstattung. Der Gründer Johann Puch schied 1912 aus seiner Firma aus und wurde Ehrenpräsident. 1914 beschäftigte das Unternehmen100 Arbeiter und produzierte jährlich 16 000 Fahrräder und je 300 Motorräder und Automobile. 1928 fusionierte die Firma mit der Österreichischen Daimler-Motoren AG zur Austro-Daimler-Puchwerke AG. Eine neuerliche Fusion mit der Steyr-Werke AG führte zur Steyr-Daimler-Puch AG. In den 1990er-Jahren wurden verschiedene Produktionsbereiche stillgelegt oder abgegeben. Der Rest des Konzerns wurde 1998 von der Magna Holding AG übernommen.

Die historischen Motorräder des Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2015 werden in folgenden Kategorien präsentiert:
Klasse A: „The establishment“ – The first two decades
Klasse B: „Gentleman’s ride“ – The luxury of the thirties
Klasse C: „Experiments in the Fifties“ – Beyond the mainstream
Klasse D: „Connoisseur’s choice“ – Extravagance on two wheels
Klasse E: „The heroes“ – The big bike boom of the seventies

Mobile Raritäten – ob nun historische Klassiker, Designstudien oder Prototypen verschiedener Jahrzehnte – werden häufig als „Kunstwerke auf Rädern“ beschrieben. In diesem Jahr ist diese Bezeichnung in Cernobbio von doppelter Bedeutung. Getreu dem Motto des Classic Weekends lebt am Comer See der Glanz der Siebziger wieder auf.

Die Sonderausstellung in der Rotunde der Villa Erba zeigt vier BMW Art Cars der 1970er-Jahre sowie das jüngste Exemplar der Kollektion. Sie wurden seinerzeit von Künstlern wie Alexander Calder, Frank Stella, Roy Lichtenstein sowie Andy Warhol zu automobilen Kunstwerken umgestaltet – 2010 fertigte Jeff Koons das neueste Modell der Serie. Was zunächst auf BMW Rennwagen beschränkt war, wurde später auch auf Serienfahrzeuge übertragen. Die Art Car Collection war geboren. Die Produkte hochentwickelter Technik hatten die Kreativität weltberühmter Künstler herausgefordert. Die BMW Art Cars sind Spiegel zeitgenössischer Kunst und Kultur – so exemplarisch wie einzigartig.

Der Programmablauf:

Der Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2015 beginnt am Freitag, den 22. Mai 2015, mit der Anreise der Teilnehmer. Am Samstag und Sonntag bieten die Public Days allen Automobil- und Motorrad-Liebhabern die Gelegenheit, die außergewöhnlichen Raritäten vor der beeindruckenden Kulisse des Grand Hotels Villa d’Este in Augenschein zu nehmen. Der Concorso di Motociclette findet am Sonntagmittag auf dem Gelände der Villa Erba statt.

 


Veröffentlicht am: 11.05.2015

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