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24.03.2017

 

 

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Ich bin intolerant!

Leben mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten

In Deutschland vertragen mehr als zwölf Millionen Menschen keine Laktose. Offizielle Zahlen zu Glutensensitivität gibt es kaum, da die Diagnose sehr kompliziert ist. Insgesamt sind über 20 Prozent der Bevölkerung durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten in ihrem täglichen Ablauf beeinträchtigt.

Sei es beim Restaurantbesuch, dem Einkauf, bei der Auswahl benötigter Medikamente oder durch jahrelange gesundheitliche Probleme: Intoleranzen gegen gewisse Stoffe sind nicht nur ein Trend unter hippen Gesundheitsfanatikern, sondern ein ernstzunehmender Einschnitt ins Wohlbefinden. Dominique H., selbst laktoseintolerant und glutensensitiv, berichtet von ihrem teilweise kräftezehrenden Alltag und wie es ihr dank kleiner Helfer, wie die neue App von Codecheck.info, gelingt, beschwerdefrei zu leben.

Der Morgen - Laktosefreie Milch im Kaffee und glutenfreies Brot auf dem Teller


Morgens ist die Welt meist noch in Ordnung für Dominique. Sie wacht sogar ohne Beschwerden auf, wenn sie sich an den Tagen zuvor an ihre strenge Diät gehalten hat. Strenge Diät heißt in ihrem Fall keine Laktose und kein Gluten. In wie vielen Lebensmitteln diese beiden Stoffe stecken, merkt man meist erst, wenn man sie nicht mehr zu sich nehmen darf. Dominique macht sich schnell einen Kaffee mit laktosefreier Milch, die sie im Reformhaus gekauft hat und schmiert sich ein glutenfreies Brot. Woanders frühstücken ist außerhalb von Großstädten, in denen es gehäuft vegane Cafés gibt und die auch auf Gluten achten, kaum möglich oder sehr teuer.

Der Mittag - Reis mit Gemüse für mich, riesige Auswahl für dich


Mit mitleidigen Blicken, Unverständnis à la "Das ist doch wieder nur so ein schwachsinniger Ernährungstrend" oder Betroffenheit wird die Unverträglichkeit von anderen aufgenommen. Dass das Geschäftsessen, der Lunch mit Kollegen oder gemeinsames Bestellen bei einem Lieferservice mit Dominique schwieriger ist, ist schnell bekannt. Unangenehm ist, dass eine so private Angelegenheit wie die Verdauung, die in den meisten Fällen von Nahrungsunverträglichkeiten am schwersten betroffen ist, zu einem öffentlichen Thema wird. Manchmal hat Dominique keine Lust, über ihre Krankheit zu sprechen, die wegen komplizierter Diagnosemöglichkeiten über 20 Jahre nicht entdeckt wurde und nimmt die Schmerzen schon mal in Kauf, isst, was sie nicht verträgt. Oder es gibt Reis mit Gemüse, während die Kollegen freie Auswahl auf der Karte haben. Doch es gibt auch lustige Erlebnisse, wenn sie zum Beispiel den Burger ohne Brötchen bestellt oder die Pizza ohne Boden und Käse.

Der Abend - Einkaufen ist zeitaufwendig und teuer

Heute ist sie nicht bei Freunden zum Dinner eingeladen - oft passiert es, dass Dominique dann nur die Beilagen essen kann oder diverse Extrawünsche hat. Das ist zwar unangenehm, aber gut für die Figur und ihren allgemeinen Gesundheitszustand. Extremer Gewichtsverlust, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Magenschmerzen und sogar Depressionen können aus unentdeckten Unverträglichkeiten resultieren. Bei der nächstschlimmeren Stufe, den Nahrungsmittelallergien, sind die Auswirkungen sogar lebensbedrohlich. Auch sogenannte "primäre Probleme", wie Morbus Crohn oder Akne können auftreten und sind Resultate aus "sekundärer Laktoseintoleranz", so Kristin Mayer, Vorstandsvorsitzende des "Vereins für Lactoseintoleranz".

Wenn dann der Wochenend-Einkauf ansteht, führt es Dominique meist nur in Bioläden oder Reformhäuser, die mittlerweile sehr gut ausgestattet sind: glutenfreie Nudeln, Brot, laktosefreier Käse, Joghurt, Milch. Der Einkauf gestaltet sich, vor allem am Anfang, recht zeitaufwendig und kostenintensiv. Ersatzprodukte sind meist um ein vielfaches teurer. Manchmal ist die Aufschrift "laktosefrei" oder "glutenfrei" auch nur ein Marketingtrick, da momentane Ernährungstrends in diese Richtung zielen und damit viel Umsatz gemacht werden kann. Deshalb behilft sich Dominique kleiner Helfer, wie der App Codecheck, die ihr via Scan mit dem Smartphone anzeigt, wenn in Produkten Laktose oder Gluten enthalten sind. Der größte deutschsprachige Online-Produktratgeber hat mehr als 23 Millionen Produkte gelistet und kann entsprechend der jeweiligen Nahrungsmittelunverträglichkeit personalisiert werden.

Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben oft jahrelang gesundheitliche Probleme und Ärztemarathons hinter sich. Von der Umwelt werden sie häufig mit ihren Leiden nicht ernst genommen, auch wollen sie nicht ständig jammern und verbergen ihren Zustand. Diättrends fördern zwar die Akzeptanz und vergrößern das Angebot der Supermärkte, dennoch ist die Unverträglichkeit permanent präsent. Das Checken der Lebensmittel auf verbotene Zutaten, der damit verbundene Zeitaufwand und die hohen Kosten addieren zusätzlichen Stress. Nur mit einer strengen Diät und Werkzeugen wie die neue App von Codecheck.info können Betroffene ein weitestgehend sorgenfreies und gesundes Leben führen, ohne ständig an die Intoleranz erinnert zu werden.

Quelle: Codecheck.info
Foto: Dominique H.

 


Veröffentlicht am: 14.05.2015

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