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21.08.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Kinderlos

Haben Männer keine Lust auf Fortpflanzung?

Seit Jahren, eigentlich schon seit Jahrzehnten wird beklagt, dass unsere Gesellschaft vergreist. Es wird beklagt, dass zu wenig Kinder geboren werden. Mehr als das zu beklagen, fällt allen Verantwortlichen nicht ein. Ihre im besten Fall peinlichen, in den meisten Fällen lächerlichen Versuchen, Frauen dazu zu bewegen, mehr Kinder zu bekommen, zeigen null Wirkung.

Nun könnte man ja sagen, dass weniger Kinder auch bedeuten, dass man weniger Kindergärten, weniger Schulen, Ausbildungsbetriebe und Universitäten braucht. Man wird nicht mehr durch Kindergeschrei und überforderte Eltern genervt. Stimmt, doch wer sagt das schon.

Kinder, dass sind unsere Altersabsicherung. Die versauen uns die gebärunfreudigen Frauen. Die heute zwischen 18 und 38 Jahren Frauen sind demnach Schuld an der kommenden Vergreisung unsere Gesellschaft und an der Altersarmut. Noch etwas, was man nicht sagen darf.

Ist doch kein Problem, holen wir uns eben junge Menschen aus dem Ausland. Da werden ja genug - oder zuviel? - Kinder geboren. Wir können uns ja aussuchen, wen wir ins Land lassen. Folgt man den Pegida-Anhängern, so sollten das keine Muslime sein. Kein Problem, schließlich werden genug Christen verfolgt, sind auf der Flucht. Darf man das sagen?

Was man sagen kann, ist, dass die niedrige Geburtenrate nicht nur ein Problem von Frauen und der Migrationspolitik ist. Es ist auch ein Problem von uns Männern. Wir wissen, dass jede Frau in diesem Land statistisch rund 1,4 Kinder bekommt. Versuchen Sie mal eine solche Zahl für die Männer heraus zu bekommen. Männer spielen in der ganzen Diskussion um Kinder und Gesellschaft eigentlich keine Rolle.

Frauen wird häufig vorgeworfen beziehungsweise unterstellt, dass sie ihre Kinderwünsche auf dem Altar der Karriere opfern. Sie wollen keine Kinder, sie verzichten auf Kinder, so ist immer wieder zu hören. Und die Männer? Wollen die eigentlich Kinder? Wollen die eine Familie? Keine Ahnung. Ich weiß nicht einmal, ob sich die Statistik entsprechende Daten erhebt, ob die Wissenschaft sich mit dieser Frage beschäftigt.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass auch Männer weniger Lust auf Nachwuchs haben. Auch ihr beruflicher Aufstieg kann leiden. Mit Kindern - man denke nur an unsere Bildungslandschaft - ist es schwer umzuziehen. Kommt es zur Trennung von der Mutter, so ist das in zu vielen Fällen auch eine Trennung vom Kind. Klar, eine Familie mit zwei oder mehr Kindern kostet auch persönliche Freiheiten, kostet Geld.

Andererseits lieben Männer Kinder, schieben - was vor 50 Jahren alles andere als selbstverständlich war - den Kinderwagen, wickeln die Kinder. Eine moderne Männertoilette ist ganz selbstverständlich mit einem Wickeltisch ausgestattet. Es gibt Kindergärtner, es gibt Erzieher und die Kinder von alleinerziehenden Vätern sind glückliche Kinder. Zumindest habe ich noch nichts anderes gehört.

Wenn man nun mal unterstellt, dass Männer gern Väter wären, dann muss die Frage erlaubt sein, wie man das Problem lösen kann. Wollen die deutschen Frauen keine Kinder, dann muss Mann sich in Frauen verlieben, die keine deutschen Wurzeln haben. Darf man das fordern? Vielleicht. Was man sicherlich nicht fordern darf ist, dass man das Adoptionsrecht zugunsten von Männern (und Frauen) ändert, die gern Kinder hätten. Warum soll ein alleinstehender Mann nicht ein Kind adoptieren und dem ein guter Vater sein. Ist die Mutter der leiblichen Kinder nicht mehr da, nimmt man ihm ja auch nicht die Kinder weg (was mich manchmal in diesem Land schon wundert).

Ich hoffe, nein ich fordere, dass bei der Diskussion um die Vergreisung der Gesellschaft endlich dem Grundgesetzt genüge getan wird. Da ist von der Gleichstellung von Mann und Frau die Rede. Geht es um Kinder, so darf man die Männer nicht außen vor lassen. Das darf, das muss man fordern.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Sonntagsfrühstück - hoffentlich mit Ihren Kindern.

 


Veröffentlicht am: 17.05.2015

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