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22.07.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Tasting

Wer kennt sich schon aus in der Welt von Wein, Champagner, Cognac und Whisky

Wir alle kennen das: Wir stehen vor den Regalen mit mehr oder weniger edlen Weinen und Spirituosen und wissen nicht wirklich, was wir kaufen sollen. Mir geht das immer auf Flughäfen im Duty-Freeshop so. Wenn ich auf meinen Flug warte, sehe ich mich dort um. Zumeist gibt es ja da Marken, die jeder kennt – die üblichen Verdächtigen halt.

Doch dann immer wieder die Überraschung. Irgendwie haben sich Marken in das Regal gemogelt, die ich nicht kenne. Das passiert selbstverständlich auch in Fachgeschäften. Doch da habe ich ja auch Fachpersonal. Fragen Sie mal in so einem Flughafen-Shop eine Verkäuferin, welcher Wein zu welchem Essen passt. Auch wenn Sie eine Antwort bekommen, verlassen Sie sich lieber nicht darauf. Leider kann man hier auch nicht probieren, nicht einmal – wie bei den Düften – an der Flasche schnuppern.

Was bleibt, ist sich vorher kundig zu machen. Da bieten sich Tastings an, die immer wieder von verschiedenster Seite angeboten werden. Manchmal muss man nichts dafür bezahlen, andere Tastings kosten auch schon mal mehr als 100 Euro. Ich war gestern mit der besten Frau der Welt zu solch einem Tasting in der Berliner Bar „BRYK Bar“ - die heißt wirklich so und ist ein heißer Tipp für den nächsten Berlinbesuch – in der Rykestraße 18 im Prenzlauer Berg.

Gestern ging es um Whisky, genauer gesagt um den von The Balvenie. Der Whisky aus Schottland war mir bis dato unbekannt. Dass sich das geändert hat, dafür sorgten die Barkeeper der „BRYK Bar“ und vor allem der Global Brand Ambassador Sam Simmons von der bei Dufftown, Banffshire, gelegenen Whiskybrennerei.

Das Tasting war sehr typisch für solche Veranstaltungen. Das Publikum bestand zu gut 90 Prozent aus Männern, die sich betont cool gaben und sich auch so kleideten. Sie waren in der Mehrzahl so zwischen 30 und 45 Jahren alt. Alle taten zumindest so, als wenn sie á la Obelix schon in Kindertagen in ein Whiskyfass gefallen wären. Wer sollte so coolen und wissenden Typen noch etwas über diesen Schotten erzählen können?  Wieso kommen die zu so einem Tasting?

Die zweite Frage ist leicht zu beantworten – weil man den  Balvenie umsonst trinken konnte. Voraussetzung war nur, dass man vom Veranstalter mit einem Lederbändchen ausgestattet wurde. Wer so an die Leine gelegt wurde, konnte nahezu hemmungslos trinken. Das machen so coole Typen auch. Zu ihrer Ehrenrettung muss man allerdings sagen, dass sie es – Ausnahmen gibt es immer – nie übertreiben.

Eines machen all diese coolen Typen, sie verunsichern die, die nicht so cool sind, die zugeben, keine Ahnung vom Whisky zu haben, die noch nie von der Destillerie  The Balvenie gehört haben. Doch genau diese Menschen will der Veranstalter ja ansprechen, will ihnen zeigen, wie so ein Whisky schmeckt, will ihm erläutern wie der hergestellt wird, was genau da in den Flaschen steckt.

Doch man muss, man darf sich nicht verunsichern lassen. Die da so cool tun, sind es zumeist nicht. Die meisten würden nicht einmal merken, wenn sie gar keinen  The Balvenie-Whisky, sondern einen von einer benachbarten Destillerie im Glas hätten. Fast alles nur Show, nur coole Fassade.

Nutzen Sie wo immer es geht, solche Tastings. Nur so können Sie ihre Nase, ihre Geschmacksnerven schulen. Dann kann ihnen auch demnächst völlig egal sein, ob die Verkäuferin im Duty-Freeshop Ahnung hat oder nicht. Sie gehen ganz cool ans Regal und nehmen gezielt eine Flasche raus. Es ist also gar nicht so schwer, ein cooler Experte zu werden. Man muss nur neugierig und lernwillig sein. Na, das gilt nicht nur im Bezug auf Weine und Spirituosen.

Ach ja, obwohl die beste Frau noch ein größeres Stück davon entfernt ist, Whisky-Fan zu werden, waren wir uns beide einig: Am besten haben uns der 12- und der 21-jährige  Balvenie geschmeckt. Der eine war noch jung und etwas unerfahren, der andere wusste genau, was er wollte.
 
Ich will jetzt ein Frühstück mit Kaffee und Smoothie.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Vielleicht treffen wir uns ja mal bei einem Tasting.

 


Veröffentlicht am: 09.06.2015

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