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Aufgespießt: Fußballgedanken

Es geht um Männer und Frauen

(Helmut Harff / Chefredakteur) Derzeit laufen zwei interessante Fußballereignisse, die Weltmeisterschaft der Frauen und die Europameisterschaft der U21-Männer. Beide sorgen nicht nur deshalb für Diskussionen, weil beide teilnehmenden deutschen Mannschaften Titelambitionen und -chancen haben.

Die Diskussionen gehen auch - und nicht nur an Stammtischen - darum, ob Frauen- und Männerfußball eigentlich das Gleiche ist. Betrachtet man die Berichterstattung, so ist zu sehen, dass der Frauenfußball sich hinter dem der Männer nicht mehr verstecken muss. In den Nachrichten werden erst die Ergebnisse der WM-Spiele und dann die der EM genannt. Das kann daran liegen, dass eine Weltmeisterschaft einfach höherwertig ist, als ein europäisches Meisterschaftsturnier. Noch vor einigen Jahren hätte das allerdings keine Rolle gespielt.

Und doch, ist Frauenfußball und Männerfußball das Gleiche? Zumindest gelten bei beiden die gleichen Regeln. Doch ist das wirklich das entscheidende Kriterium? Das ist auch beim Boxen, beim Gewichtheben, bei den Judoka und bei den Eiskunst- und Eisschnellläufern so. Und doch werden all diese Sportarten in Männer- und Frauenwettbewerben ausgetragen. Warum kämpft eine Fliegengewichtsboxerin nicht gegen einen Fliegegewichtsboxer? Warum gibt es keine ernsthaften Fußballmannschaften im Profibereich, in denen Frauen und Männer gemeinsam kicken?

Das kann wohl kaum (nur) an unterschiedlicher körperlicher Robustheit liegen. Ich möchte nicht unbedingt sehen, wenn ein Boxer gegen eine Boxerin einer gleichen Gewichtsklasse im Ring steht. Da sehe so mancher Mann alt aus. Würden alle Männer-Mannschaften der 1. Fußballbundesliga da verbleiben, wenn auch Frauenmannschaften dort mitmischen dürften? Ich habe da so meine Zweifel.

Und doch gibt es die Wettbewerbe für Frauen und Männer. Für mich hat das nur einen Grund: Frauenboxen, Frauenfußball, Frauenjudo oder Frauen-Eiskunstlaufen sind eben Frauensportarten, auch wenn sie nach den gleichen Regeln vonstatten gehen wie bei den Männern. Frauen spielen anders, Frauen boxen anders, Frauen kämpfen beim Judo anders als Männer. Anders heißt aber auf keinen Fall schlechter, heißt eben nur anders. Deshalb habe ich mir auch angewöhnt, diese Sportarten mit anderen Augen zu sehen, als wenn da Männer agieren.

Das tut man ja auch sonst im Leben. Die meisten Frauen shoppen anders als Männer. Die meisten Frauen führen den Haushalt anders, gehen anders mit dem Thema Karriere und Familie um als Männer. Ich finde das gut. Ich finde gut, dass sich heute die Frauen nicht mehr aushalten lassen müssen, dass es ihnen dennoch sehr gefällt, wenn man ihnen in den Mantel hilft oder die Tür aufhält. Klar, können sie das selber. Sie können sich auch selber Blumen schenken und auch mit einem Vibrator umgehen. Doch soll es das sein, was die Gleichberechtigung uns gebracht hat?

Ich mag es, wie unsere Frauen-Fußballerinnen spielen und gewinnen, ich mag Frauenboxen. Ich mag selbstbewusste Frauen. Ich mag Frauen, die genau wie ich den kleinen Unterschied zwischen den Geschlechtern lieben. Genau der macht das Leben spannend, macht das Leben lebenswert.

 


Veröffentlicht am: 22.06.2015

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