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24.08.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Romantik

... können auch Männer

Männer und Romantik, das passt landläufig nicht wirklich zusammen. Männer und Rosen - das ist etwas für Beamte im Ruhestand. Der Besuch eines Rosengartens, das Flanieren, der Smaltalk mit Frau und Kindern an der Seite - dazu muss man nach landläufiger Meinung Männer mit vorgehaltener Waffe zwingen.

Soviel zu diversen Vorurteilen. Dass es auch anders geht, erlebte ich gestern in Forst. Die Lausitzer Noch-Kreisstadt an der polnischen Grenze ist stolz darauf, in seinen Mauern den über 100 Jahre alten Ostdeutschen Rosengarten zu wissen. Der Park - teils barocke Anlage, teils englischer Garten - ist wirklich ein Schmuckstück. Hier hat die Forster Rosenkönigin ihre Heimstadt.

An diesem Wochenende fanden dort die Rosengartenfesttage statt. Wie bei jedem Volksfest gab es eine große Bühne mit einem Zelt davor. Eine gute Idee, denn es regnete immer mal wieder. Selbstverständlich gab es zahlreiche Buden - so viele, dass man nur wenige Minuten auf Wurst und Bier warten musste. Rosengartenfest - da gab es auch Rosen zu kaufen.

Doch das war eigentlich nicht das, was dieses Fest ausmachte. Am Tage waren es die Blumen, die Rosen. Man sah Menschen, man sah Männer jeden Alters, die sich an den in allen Farben blühenden Rosen erfreuten, an diesen rochen, sie fotografierten. Wohl gemerkt, es waren nicht nur Männer über 60.

Am Abend sorgten dann unzählige Scheinwerfer und 1.000 Teelichte für eine echt romantische Stimmung im Ostdeutschen Rosengarten. Viele Pärchen, ältere, aber auch sehr viel junge, gingen eng umschlungen durch den märchenhaft wirkenden Park, wurden immer wieder von Lichtspielen, von farbig beleuchteten Wasserspielen und Bäumen in den Bann gezogen.

Wenn man sich einmal am Rande des Geschehens hinsetze und die Menschen beobachtete, dann sah man, dass die Pärchen immer wieder fasziniert stehen blieben. Es war ein Festival der Gefühle, Küssen war ausdrücklich erlaubt. Von wegen Männer sind nicht romantisch.

Höhepunkt der Rosengartenfesttage war wie in jedem Jahr das Höhenfeuerwerk zu später Stunde. Tausende strömten zusammen. Neben mir standen vier junge Männer. Alle so um die 18 bis 20 Jahre und zu diesem Zeitpunkt ohne weibliche Begleitung. Zu Beginn der Show am nächtlichen Himmel kam so manche spöttische Bemerkung, so mancher cooler Spruch. Nach einer Weile hörte ich ein Ah, jemand meinte, dass ist wirklich toll. Waren die Jungs weg? Nein, sie waren nur fasziniert. Wie war das? Männer und Romantik  - das passt nicht? In Forst passte es und ich bin mir sicher, dass es überall passt. Vielleicht heulen die Männer nicht gleich vor Rührung los, aber welche Frau macht das schon.

Wir Männer sind doch anders, als man uns so gern weiß machen will.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück mit einer Rose auf dem Tisch.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Sonntags-Frühstück. Stehen Sie zu Ihrer romantischen Seite.

 


Veröffentlicht am: 28.06.2015

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