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Besenreiser bändigen

Interview mit Phlebologe Prof. Dr. Dr. Stefan Hillejan aus Hannover

Wie kleine blaue Blitze zeichnen sie sich zumeist an Ober- und Unterschenkeln ab. Sogenannte Besenreiser treten bei etwa 80 Prozent aller Erwachsenen auf. Wie gefährlich die erweiterten Äderchen sind und welche Mittel und Behandlungsmethoden wirklich helfen, erklärt Prof. (Univ. Chisinau) Dr. Dr. Stefan Hillejan, Phlebologe und Proktologe der Praxisklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen in Hannover.

Sind Besenreiser gefährlich?
Dr. Dr. Stefan Hillejan:
Bei Besenreisern handelt es sich um winzige erweiterte Venen, die wie ein Geäst aus den tiefer liegenden Stammvenen entspringen und durch ihre Lage in der Haut von außen sichtbar sind. Sie allein stellen keine Gefahr für die Gesundheit dar. Allerdings deuten sie häufig auf eine Bindegewebsschwäche hin und gelten als Vorboten von Krampfadern. Schimmern rot-bläuliche Gefäße durch die Haut, sollten Betroffene in jedem Fall vorsorglich ihren Venenfluss untersuchen lassen, um so Erkrankungen der tiefer liegenden Venen auszuschließen. Hierfür stehen moderne Ultraschall- oder Röntgenuntersuchungen zur Verfügung.

Lässt sich Besenreisern vorbeugen?
Dr. Dr. Stefan Hillejan:
Zu den Hauptursachen von Besenreisern gehört die Bindegewebsschwäche. Sie tritt oftmals genetisch bedingt auf und lässt sich nicht therapieren. Betroffene können aber trotzdem etwas dagegen tun. Vor allem, wenn bereits Eltern oder andere Familienangehörige unter Besenreisern oder Krampfadern leiden, sollten viel Bewegung – etwa Joggen und Treppensteigen – und ausreichend Flüssigkeitszufuhr auf dem eigenen Tagesplan stehen. Beides fördert die Elastizität der Venenwände und einen reibungslosen Blutfluss. Zusätzlich unterstützend wirkt morgendliches Kalt-Warm-Duschen der Beine. Von ausgiebigen Saunagängen und Sonnenbädern rät der Experte bei einer Bindegewebsschwäche hingegen ab, sie fördern die Entstehung von Besenreisern und Krampfadern.

Helfen Cremes oder andere Mittel, Besenreiser zu entfernen?
Dr. Dr. Stefan Hillejan:
Gegen bestehende Besenreiser kommen leider keinerlei Hausmittel wie Sport oder Cremes an. Handelt es sich lediglich um ein kosmetisches Problem und schließt ein Phlebologe ernsthafte Venenerkrankungen aus, muss aus medizinischer Sicht keine Behandlung erfolgen. Wer sich dennoch an den sichtbaren Äderchen stört, lässt sich am besten von einem Venenspezialisten über die zur Verfügung stehenden Therapien aufklären. Bis dahin helfen etwa wasserfeste Abdeckcremes, die kleinen Makel zu verstecken.

Auf welche Therapien können Besenreiser-Patienten zurückgreifen?
Dr. Dr. Stefan Hillejan:
Grundsätzlich bestehen zwei Arten von Behandlungen, die Besenreiser erfolgreich ausbremsen. Handelt es sich bei dem sichtbaren Gefäßgeäst nur um sehr kleine Äderchen, hat sich die Lasertherapie als erfolgreiche Maßnahme bewährt. Dabei bestrahlt der Phlebologe die Gefäßfehlbildung kaum spürbar mit einem speziellen Laser, der die oberen Hautschichten schonend durchdringt. Erst bei der betroffenen Vene wandelt dieser die Lichtenergie in Wärme um und verschließt die Besenreiser von innen. Bei Venen mit einem größeren Durchmesser wenden Spezialisten die sogenannte Sklerosierung an. Ein in das Gefäß gegebenes Mittel verklebt die kleine Vene von innen, sodass der Körper sie nach und nach selbst abbaut.

Foto: Prof. Dr. Dr. Stefan Hillejan

 


Veröffentlicht am: 03.07.2015

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