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Aufgespießt: Veganer

Jeder soll essen, was er will...

(Helmut Harff / Chefredakteur) Ich bin der Auffassung, dass jeder so leben soll, wie er will, so er damit nicht andere schädigt. Mir ist auch egal, was jemand ißt. Sie kennen ja meinen Lieblingsspruch, wonach jeder nach seiner Fasson selig werden soll.

Das gilt auch für all jene Menschen, die sich nicht nur vegan ernähren, sondern auch ansonsten im Leben auf alles was mit Tier zu tun hat, verzichten. Wie gesagt, dass ist jedem seine Angelegenheit. Allerdings gibt es auch Grenzen, die bitte nicht überschritten werden sollen.

Dass solche Grenzen überschritten werden, zeigte mir mal wieder eine Radioreportage. Besucht wurden mehrere Veganer. Die verwiesen mit einigem Stolz in der Stimme darauf, dass es in Ihrer Wohnung nichts gibt, wo für ein Tier sterben musste oder Dinge, die an Tieren zuvor getestet wurden. Ich stelle es mir schon schwierig vor, bei vielen Dingen so etwas ausschließen zu können. Gibt es schon vegane Auto, vegane Computer? Kann man vegan reisen, außer zu Fuß unterwegs zu sein?

Doch das nur am Rande. Die interviewten Veganer zeigten ihre Wohnungseinrichtung: Alles Plaste und Elaste - um mal einen Slogan aus der DDR zu verwenden. Teppiche, Möbelbezüge und was es noch so gab - alles wurde aus Erdöl hergestellt. Viele Lebensmittel sind aus Soja oder Palmöl. Alles belastet die Umwelt, die Erdölförderung ebenso wie die Soja- und Palmen-Monokulturen. Überall Plaste, die irgendwann in Müllverbrennungsanlagen, an afrikanischen Straßenrändern oder - noch schlimmer - im Meer landen. Wie viele Tiere (von Menschen mal abgesehen) sterben am Plastikwahn der Veganer?

Was ist mit den Tieren, die direkt durch die Ölförderung sterben? Was mit jenen Tieren, die Opfer von Hafenausbaggerungen für noch größere Tanker sterben? Denken Menschen, die auf jedes tierisches Produkt verzichten, daran?

Wie gesagt, von mir aus kann jeder leben wie er will, doch allein gerade lebende Tiere schützen zu wollen, ist keine Leistung, eine nachhaltige schon gar nicht. Gott oder je nach Lesart, die Natur hat nun mal dafür gesorgt, dass es Tiere gibt. Mit denen müssen wir - was wir längst nicht immer machen - vernünftig umgehen. Das tun wir aber nicht, wenn wir sie schützen, in dem wir ihren Lebensraum ständig dezimieren und ihn vergiften.

Artgerecht gehaltene Tiere sind nachwachsende Rohstoffe, ohne denen es keine menschliche Kulturentwicklung gegeben hätte. Das muss man nicht gut finden, aber auch Veganer profitieren davon, dass Menschen sich nicht nur um ihr tägliches Brot kümmern mussten, sondern auch noch dafür Zeit hatten, zu ergründen, wie man aus Erdöl Teppichböden, Kühlschränke und Polyesteranzüge produziert.

Nochmals sei es gesagt, man kann auf vieles verzichten, auch auf alles tierische. Doch wer jemals behauptet, das Veganer bessere Menschen als Fleischesser und Tierverwerter sind, der sollte mal etwas weiter denken. Tierschützer, so meine Überzeugung, sind Veganer nicht. Sie bekommen nur überhaupt nicht mehr mit, dass auch für ihre Lebensweise Tiere sterben müssen.

 


Veröffentlicht am: 03.08.2015

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