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Europäische Lebensart

Keramik vom Barock bis heute

EUROPÄISCHE LEBENSART – KERAMIK VOM BAROCK BIS HEUTE lautet der Titel der aktuellen Sonderausstellung, die vom 01.08. bis 15.11.2015 im Porzellanikon Selb zu sehen ist. Historische Exponate dienen als Zeitzeugen und veranschaulichen dem Besucher, wie sich Keramik europaweit in den letzten 400 Jahren gewandelt und angepasst hat.

Die Ausstellung reist insgesamt durch sieben Länder und gehört zu einem großen internationalen Projekt CERAMICS AND ITS DIMENSIONS, das die kulturelle Tradition der Keramik auf Basis der Nutzungsgeschichte in den unterschiedlichen europäischen Kulturen und den Wandel im Gebrauch bis in die heutige Zeit erforscht und dokumentiert.

Der vielseitige Gebrauch und wechselnde Trends in Europa führten auch zu unterschiedlichen Nutzungen von Keramik. Was sind Majolika? Wer weiß schon, dass im 17. Jahrhundert prächtige Tafelsets bekannt als Credenze, die sich auszeichneten durch eine dicke weiße Glasur, oft beliebter waren als die wertvolleren Silber- und Goldobjekte? Heiße exotische Getränke wie Kaffee, Tee und besonders Kakao waren im 18. Jahrhundert sehr populär, entwickelten sich zu einem Statussymbol innerhalb der sozialen Eliten und führte zur Entstehung neuer Geschirrtypen.

Im 19. Jahrhundert entwickelten sich durch den Aufstieg des Bürgertums neue Werte in Bezug auf hohen Lebensstandard, eingeschlossene keramische Objekte repräsentierten eine Bestätigung des höheren sozialen Standes und ihrer Kultur. Das sind nur einige Themen aus der Vielfalt europäischer Kulturen und Traditionen, die in der Ausstellung eindrucksvoll darstellt werden. Keramische Sammlungen aus neun europäischen Museen repräsentieren die unterschiedlichen Lebensstile vom Barock bis heute. Exponate aus Deutschland, Estland, Großbritannien, Italien, Lettland, Serbien, Slowenien, Spanien und Tschechien zeigen, wie sich Geschmack und künstlerische Ausdrucksweisen im eigenen Land und im Laufe der Jahrhunderte verändert haben.

Formen, Dekorationen und Funktionalität belegen Fortschritt und Wachstum der verschiedenen Nationen.

Die vom Internationalem Keramikmuseum Faenza kuratierte und allen Partnerländern gemeinsam zusammengestellte Wanderausstellung ist Bestandteil des Projektes CERAMICS AND ITS DIMENSIONS, welches von der europäischen Union im Rahmen des Programmes Kreatives Europa gefördert wird. Projektstart war im Dezember 2014 und wird insgesamt über vier Jahre fortgeführt. Wie sich Keramik und ihre Verwendung in Europa im jeweiligen kulturellen Kontext im Laufe der vergangenen 400 Jahre verändert hat und welche zukünftigen Anforderungen an das Material Keramik gestellt werden, erforschen insgesamt 24 Partner aus elf Ländern. Die Projektleitung hat das Porzellanikon übernommen.

Die Partner bearbeiten in 10 Modulen die verschiedenen Aspekte von Keramik: Von der Geschichte und den Herstellungstechniken, über Design und Kunsthandwerk, Architekturkeramik bis zur Nutzung in der Gesellschaft von morgen. Das Projekt macht auf unterschiedliche keramische Materialen und seine vielfältige Anwendungsmöglichkeiten aufmerksam.

CERAMICS AND ITS DIMENSIONS bringt Museen, Universitäten und Firmen zusammen, um die verschiedenen Aspekte des Themas aus allen Blickwinkeln – kulturell, akademisch, industriell – zu untersuchen und nachhaltige Ergebnisse zu schaffen. Ausstellungen, Workshops und die Nutzung digitaler Medien machen zukünftig die Ergebnisse einem breiten Publikum zugänglich.

Das Porzellanikon ist die zweite Station der Wanderausstellung. Ende des Jahres transportieren die Mitarbeiter des Porzellanikons die Exponate nach Valencia in das Nationalmuseum für Keramik und Angewandte Kunst „Gonzáles Martí“. Eröffnet wurde die Ausstellung im Mai 2015 im Museum für Angewandte Kunst, Belgrad. Die Ausstellung Europäische Lebensart – Keramik vom Barock bis heute vereint unter diesem gemeinschaftlichen Thema verschiedene Museen und regt zu einem Dialog über ein weites Feld kultureller und keramischer Traditionen an.

 


Veröffentlicht am: 08.08.2015

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