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Morgengruß von Helmut Harff: Lächeln

Einkaufsbeobachtungen

Wir alle kennen den Satz, wonach es aus dem Wald so herausruft, wie wir hineinrufen. Das will sagen, dass wir zumeist ziemlich direkt ein Echo auf das erhalten, was wir machen.

Wie so etwas funktioniert, habe ich gleich mehrmals gestern erleben dürfen. Zuerst musste ich an einen Fahrkartenschalter. Vor mir ein ziemlich unfreundlicher Disput zwischen Käufer und der hinter einer Scheibe unsichtbaren Verkaufskraft mit weiblicher Stimme. Ich richtete mich auf ein ebenfalls unerfreulichen Kartenkauf ein. Dennoch begrüßte ich, wie es sich gehört, die Frau hinter dem Schalter mit einem Lächeln und der mitfühlenden Bemerkung, dass nicht alle Zeitgenossen mit der Hitze klar kommen. Die Erwiderung war ein freundliches Lächeln und eine gute Beratung. Ich bekam meine Fahrkarte und sparte dabei sogar noch einige Euros. Was ein Lächeln so ausmacht.

Dann wollte ich meinen Hunger stillen und ging an einem Imbiss. Was ich da erlebte, verhagelte mir den Appetit. Hier, so ging es mir durch den Kopf, sollte man lieber Kurse in Unhöflichkeit anbieten, als Currywurst und Pommes. Von ersterem versteht man hörbar mehr. Das wollte ich mir nicht antun und ließ die lebende Unfreundlichkeit mit ihren fetttriefenden Pommes stehen und bedankte mich für die unfreundliche Bedienung. Ich hatte Kalorien gespart und der Imbiss ganz sicher einen Kunden weniger.

Danach ging ich auf den Markt. Die Händler hockten im Schatten, was ich bei 30 Grad in eben diesem Schatten ja verstehen konnte. Doch warum die nicht trinken, verstand ich nicht. Wieso nicht trinken? Die Münder der meisten Händler schienen so eingetrocknet, dass sie den überhaupt nicht mehr aufbekamen. Ich hörte nur einige gegrunzte Laute. Meine Kauflust sank. Dann ein Lichtblick. Eine nicht mehr so junge Frau erhob sich, begrüßte mich freundlich. Ich wunderte mich und sagte das auch. Sie meinte nur, dass man in Polen immer freundlich zu den Kunden sei. Schließlich will man ja etwas verkaufen. Das tat sie dann auch, obwohl sie hier und da einige Cent mehr als ihre maulfaule Konkurrenz verlangte. Gratis gab es noch ein Lächeln zum Wechselgeld. Den Stand habe ich mir gemerkt.

Dann noch ab in den Supermarkt. Ich hatte hier schon immer mal den Eindruck, dass die Mitarbeiterinnen regelmäßig zum Thema Freundlichkeit geschult werden. Egal wen man anspricht, welche Frage man hat, es gibt immer ein Lächeln, immer eine freundliche Auskunft. Es kommt schon mal vor, dass eine Verkäuferin mit mir durch das halbe Einkaufszentrum lief um mir das vergeblich gesuchte Produkt in den Korb zu legen - mit einem Lächeln versteht sich.

Was ich nicht verstehe, sind all die unhöflichen, teilweise barschen Kunden, die an der Kasse auch nicht ansatzweise auf das Guten Tag der Kassiererin reagieren. Die Frage nach Kleingeld wird schon wie ein persönlicher Angriff bewertet und entsprechend darauf reagiert. Hier tun mir die Mitarbeiterinnen manchmal wirklich leid. Gott sei Dank sind nicht alle Kunden so.

Ich habe wieder einmal erlebt, wie viel leichter man durch das Leben mit einem Lächeln kommt. Es kostet nichts und ist doch so unendlich wertvoll.

Ich mache mir jetzt mit einem Lächeln mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Nicht vergessen: Lächeln!

 


Veröffentlicht am: 13.08.2015

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