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Morgengruß von Helmut Harff: Political correctness

... nervt mich immer wieder

Pumuckel, ein kleiner rothaariger Kobold, erschaffen von Autorin Ellis Kaut und Illustratorin Barbara von Johnson, kennt wohl jeder - egal ob Kind oder schon größer gewachsen - in diesem Land. Er und Meister Eder begleiten uns seit 1962.

Der kleine freche Kerl ist uns auch wegen seiner roten Haare und seinem Kullerbauch so ans Herz gewachsen. Er ist einfach so wie er ist, niedlich und vielleicht sogar ein Vorbild. Pumuckel zeigt, dass man nicht perfekt sein muss und doch viel Spaß haben kann.

Nun habe ich gestern mehr so nebenbei im Fernsehen (Fernsehen bildet!!!) erfahren, dass man es als für politisch unkorrekt hielt, dass Pumuckel einen kleinen Bauch hat. In der 50. Jubiläumsausgabe des ersten Pumuckl-Buches soll der kleine Frechdachs schlank und rank auftauchen. Er soll so kein Vorbild für übergewichtige Kinder sein. Die Fans regten sich zu recht auf und der Verlag beeilte sich zu versichern, dass der schlanke Pumuckel ein einmaliger Ausrutscher bleiben wird.

Mich wundert, dass nicht gleich noch die Frauen-Nebenrollen in den Pumuckelgeschichten aufgewertet werden sollen. Die kommen ja in den Geschichten nicht so gut weg. Sie sind Haushälterinnen, zänkig, neugierig und geschwätzig. Es fehlt für die notwendige political correctness auch ein weiblicher Pumuckel - eine Pumuckeline.

Ja, Pumuckel darf seinen Bauch behalten - das ist gut. Doch was ist mit all den anderen - pardon - fetten Figuren im deutschen Fernsehen? Wandern jetzt alle Filme mit Ottfried Fischer, alle Beiträge, alle Werbespots mit Reiner Calmund in den Giftschrank?

Was ist eigentlich mit den Sympatieträgern des ZDF - den Mainzelmännchen. Die haben auch alle einen dicken Bauch und trotzdem - oder gerade deshalb - viel Spaß und den Schalk im Nacken. Und überhaut Männchen? Das ist Männerfeindlich. Man stelle sich einmal die Aufregung vor, im ZDF würden Mainzelweibchen für gute Laune sorgen. Frau Schwarzer wäre dort nie in einer Talkshow aufgetreten - egal wie hoch das Honorar ausgefallen wäre. Wobei, ich finde die Idee von knuffigen Mainzelweibchen irgendwie witzig.

Dicke Bäuche, da fallen mir auch die Wilhelm Busch-Buben Max und Moritz ein. Auch die haben ziemlich dicke Wänster. Übrigens gefallen mir die beiden besonders gut. Wenn sie ihre Gier nach Fleisch an den Hühnern bei Witwe Bolte stillen, passiert ihnen kaum was. Versuchen sie es mit veganer Ernährung in der Mühle, werden beide ermordet. Das ist nicht politisch korrekt!

Liebe Leute, dass mit der political correctness kann man wirklich übertreiben. Wer hat schon einmal ein Kind gesehen, dass seine Lust auf Süßes damit begründete, dass es wie Pumuckel aussehen will? Es frist ja auch niemand alles in sich hinein, um endlich wie Reiner Calmund auszusehen. Vielleicht sollte man ja die Kanzlerin zu einem neuen Outfit zu zwingen, nur damit sich der Rest der deutschen Frauen endlich modischer kleidet. Achtung: Das war satirisch gemeint. Viele Frauen sind deutlich unvorteilhafter gekleidet, als Frau Merkel. Die erkennt man wenigstens gleich auf den ersten Blick.

Allerdings hat für mich die übertriebene political correctness auch einen riesigen Vorteil. Sie bietet immer wieder Stoff für diese Kolumne. Insofern bin ich allen dankbar, die nichts weiter zu tun haben, als sich solchen Schwachsinn wie einen dünnen Pumuckel auszudenken.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Vielleicht sieht Pumuckel ja zu.

 


Veröffentlicht am: 28.08.2015

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