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Morgengruß von Helmut Harff: Auf der Suche

Wo finde ich meinen Friseur

Viele kennen das sicherlich: Da ist man umgezogen – innerhalb seiner Stadt oder gar in eine andere – und braucht einen neuen Friseur. Das kann einem auch passieren, wenn sein Lieblingsfriseur dicht macht oder seine Lieblingsfriseurin in Mutterschutz geht.

Nun meinen ja viele, dass Männer mal schnell so zwischendurch zum Friseur gehen. Einfach mal schnell Haare schneiden, das Ziel. Leider sieht man das diesen Friseur-Ignoranten dann auch an. Doch es sind immer mehr und nicht nur junge Männer, für die wichtig ist, wie sie auf dem Kopf aussehen. Der Haarschnitt ist ganz klar eine Visitenkarte. Er kann zeigen, dass man ein ganz biedere Typ ist, er kann aber auch zeigen, dass man ein verwegenes Kerlchen ist. Die Frisur legt auch Zeugnis darüber ab, ob man modetechnisch auf der Höhe der Zeit ist oder eher ein Langweiler.

Während man Hemd und Hose je nach Anlass wechseln kann, bieten die meisten Männerfrisuren nur begrenzte oder so gut wie gar keine Gestaltungsmöglichkeiten. Mann geht mit seiner Haarpracht ins Konzert, zur Arbeit, zum ersten Date, zur Elternsprechstunde und auch ins Freibad. Da scheint es schon sehr wichtig, wie die Haare geschnitten wurden, ob der Friseur sein Handwerk versteht.

Nun sieht der friseursuchende Mann einem Salon von außen kaum an, ob darin gute, sehr gute oder weniger gute Arbeit geleistet wird. Ist ein voller Salon ein Zeichen für Qualität oder nur eines dafür, dass hier das Bestellsystem nicht funktioniert oder man besonders billig einen Haarschnitt bekommt. Mann weiß es nicht. Er kann sich für einen Nobelcoiffeur entscheiden. Doch ist das der richtige? Der eigentliche Starfriseur kümmert sich mit Sicherheit nicht um einen neuen Normalkunden. Der ist mit seinen prominenten Schätzchen vollauf beschäftigt. Wahrscheinlich beherrschen auch die Mitarbeiter ihr Handwerk. Doch ohne Promistatus ist man hier nur zahlendes Beiwerk.

Was bleibt dem Mann auf der Suche nach seinem Friseur? Nicht viel. Er kann sich mal umhorchen, aber das bringt meistens nicht viel. Er kann sich die Salons von außen ansehen. Das bringt aber auch nur einen sehr geringen Erkenntniswert. Was bleibt, ist den Friseur einfach auszuprobieren. Das musste auch ich machen.

Friseure, die schon auf ihrer Preisliste jeden von der Norm abweichenden Arbeitsschritt extra ausweisen und berechnen, sind mir suspekt. Auch wenn man sich bei der Frage nach einem Termin überhaupt  nicht erkundigt, was bei mir alles zu machen sei, lässt die Alarmglocken klingeln. Es spricht aus meiner Sicht auch nicht für einen Salon, wenn ich als Neukunde erst einmal warten muss, bis sich überhaupt jemand für mich interessiert. Fluchtartig verlasse ich jeden Friseur, in dem man von Freundlichkeit noch nie etwas gehört hat.

Ansonsten bleibt nur eines: Ausprobieren! Das habe ich in den vergangenen Monaten gemacht. So richtig reingefallen bin ich nicht, zufrieden war ich aber auch längst nicht immer. Gott sei Dank wachsen die Haare ja immer wieder nach. Nun habe ich ein kleines Problem, denn zwei von den sieben Friseuren, die ich an mein ungekröntes Haupt ließ, überzeugten mich. Die eine sehr flippig, aber nicht immer da, der andere mit einer phantastischen Schnitttechnik – da ist es schwer sich zu entscheiden. Noch dazu, dass ich mit beiden auf einer Wellenlänge liege und beide einen guten Kaffee haben.

So habe ich jetzt zwei Lieblingsfriseure. Das kann sicherlich auch nicht jeder von sich sagen. Das hat aber den unbestrittenen Vorteil, dass immer einer für mich Zeit hat.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück und dann geht es – oh Wunder – zum Friseur.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 01.09.2015

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