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27.04.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Genuss

Erste IFA-Splitter

Gestern fanden auf den IFA-Gelände unter dem Berliner Funkturm die ersten Pressekonferenzen statt. Wurden an der einen Stelle schon die üblichen euphorischen Reden gehalten, hatten in der Mehrzahl der Hallen noch die Messebauer das Sagen.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Redner bei Siemens, Miele und Bosch hatten eigentlich nicht viel zu sagen. Sie sorgten nur mit einem für Freude bei mir, denn immer wieder fiel das Wort Genuss. Nicht mehr die Technik als solche, sonder der Genuss stehe nun im Vordergrund, so der allgemeine Tenor. So neu sollte das bei Anbietern von Gerätschaften für den Haushalt allerdings nicht sein.

Unisono ritt man wie schon in den vergangenen Jahren auf dem Thema vernetzte Geräte, vernetztes Haus herum. Das Thema schien nicht nur mich zu langweilen. Viele Kollegen beschäftigten sich lieber mit ihrem Smartphon, als sich darauf zu konzentrieren, wie das in naher Zukunft mit ihrer Waschmaschine, ihrem Herd oder ihrem Kühlschrank redet. Noch immer phantasiert man von einem Kühlschrank, der selbständig zur Neige gehende Lebensmittel bestellt. Kennen Sie jemanden, der will, dass der Kühlschrank immer das gleiche bestellt?

Bis es soweit ist, kann man zukünftig Kühlschränke kaufen, die in ihrem Inneren zwei Kameras haben. Wozu? Damit Sie von New York oder aus dem nächsten Supermarkt sehen können, was sich gerade in Ihrem Kühlschrank befindet. Das macht vielleicht bei sehr leeren Kühlschränken Sinn, in denen keine blickdichten Aufbewahrungsbehältnisse stehen. Ich bräuchte mindestens sechs Kameras, um den Inhalt meines Kühlschranks zu erfassen. Bei der Vorstellung dieser Big Brother-Kühlschränke kam mir allerdings die Idee, dass so ein Kühlschrank im Haushalt einer schon verwirrten Person zumindest für die Betreuer oder Pfleger ein wirklicher Vorteil wäre. Man kann dann gleich auf dem Weg zum Betreuten nachsehen, was fehlt. Man muss nur die Zielgruppen genauer definieren, dann passt es – manchmal.

Miele hat sich mal in anderen Branchen, vor allem bei den Druckerherstellern umgesehen. Heraus gekommen ist eine ganz tolle Waschmaschine – glaubt man zumindest bei Miele. Die Waschmaschine wird nicht mehr auf herkömmliche Weise mit dem Waschmittel der eigenen Wahl befüllt, sondern per Kartusche aus dem Miele-Shop. Leider wurde kein Wort darüber verloren, um was für ein Waschmittel es sich handeln wird und wie teuer es pro Waschgang sein wird. Ob die Kartuschen wiederverwendungsfähig sind oder auf den Müll wandern, wurde von den ach so umweltbewussten Miele-Managern verschwiegen. Aber vielleicht kann man das ja die vernetzte Waschmaschine später per App fragen. Die verrät mir übrigens noch immer nicht, ob mein Flusensieb voll ist. Es gibt auch noch immer keinen Knopf an der Waschmaschine, den ich drücken kann und mir dann das zumeist sehr schwer erreichbare Sieb öffnet.

Bisher, so mein Fazit, gab es bis auf einige neue Farben, hier und da ein kleines Zubehörteil nichts neues – zumindest nichts, worauf die Menschheit schon lange gewartet hat. Vielleicht finde ich ja in den kommenden Tagen noch die Überraschung. Sehr optimistisch bin ich allerdings nicht.

Nun noch schnell einen Frühstückskaffee und dann ab auf die Messe – Kaffeemaschinen ansehen.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück mit einem leckeren Kaffee – egal wie auch immer Sie den zubereiten.

 


Veröffentlicht am: 03.09.2015

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