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Aufgespießt: Angst

... und man ist damit allein

Ich bin gerade im idyllischen Wienerwald. Die Männer tragen Lederhosen, die Frauen tolle Dirndl. Man trifft sich mit Fremden und Freunden um einen Sturm zu trinken oder beim Heurigen. An diesem Wochenende haben sich hier sehr viele Paare das Ja-Wort gegeben. Die Fahrer von Ferraris und anderen Nobelkarossen haben sich auf einen Wein wie jeden zweiten Sonntag auf Gut Tallern getroffen. Hier, in Sichtweite von Wien scheint die Welt also noch in Ordnung.

Doch setzt man sich an einen Tisch zu einem Sturm, zu einem Glas Wein, so kommt man unweigerlich auf das Thema Flüchtlinge zu sprechen. Nicht, dass Österreich, dass die Österreicher keine Erfahrungen mit Flüchtlingen haben. Viele kamen nach dem Zusammenbruch der Monarchie 1918 aus den ehemals zu K.u.K.-Österreich-Ungarn gehörenden Ländern in die inzwischen sehr kleine Republik. Die nächsten Einwanderungswellen verkraftete Österreich nach dem Ungarnaufstand und nach dem Ende des Prager Frühlings.

Das weiß man selbstverständlich. Doch, so ist immer zu hören, damals kamen Flüchtlinge, die unserem Kulturkreis angehören. Sie essen das selbe wie wir in Österreich oder in Deutschlasnd. Sie glauben - ganz gleich welcher Kirche sie angehören - an den gleichen Gott. Das machte es für viele einfacher, diese Menschen zu integrieren, sich mit ihnen zu verständigen.

Und aktuell? Da kommen Leute, die eine ganz andere Kultur und Lebensweise haben. Das sorgt für Ängste. Einige äußern die Angst, mit den Flüchtlingen kommen Terroristen ins Land. Viele Gerüchte werden aufgeriffen, bleiben im Kopf. Doch die meisten haben einfach Angst vor dem was da auf sie zukommt. Den allermeisten ist klar, dass man den Kriegsflüchtlingen helfen muss. Ich hörte vielfach, dass man selber ja auch Hilfe wolle, wenn man in die Situation kommt, in der sich jetzt die Flüchtlinge befinden.

Neu für mich war die Angst vor Auseinandersetzungen zwischen sozial schwachen Alteingesessenen und den Flüchtlingen, die nun Wohnungen und Arbeit suchen und bekommen sollen. So ganz von der Hand zu weisen ist das sicherlich nicht.

Was aber in all den Gesprächen zutage trat, war eine eher indifferente Angst, mit denen die Politik die Bürger allein lässt. Man will Antworten auf die vielen Fragen, die sicherlich jeder hat.

Übrigens, Medienschelte hörte ich nie. Na vielleicht doch, denn es wurde mehrfach festgestellt, dass Griechenland kaum noch in den Medien vorkommt, obwohl sich sicherlich an der Situation dort nicht geändert hat.

Die Politik - in Österreich und in Deutschland - ist dringenst aufgefordert, die Ängste nicht nur ernst zu nehmen, sondern endlich nachvollziehbare Antworten zu geben. Und bitte kein Blabla, keine Beruhigungspillen mehr. Das haben die Einheimischen und die Flüchtlinge nicht verdient.

 


Veröffentlicht am: 14.09.2015

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