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17.10.2017

 

 

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Aufgespießt: Landpartie

... durch einen kleinen Teil Brandenburgs

(Helmut Harff / Chefredakteur) Meistens sehen wir die Landschaft am Zugfenster vorbei ziehen oder wir rasen mit dem Auto durch die Lande. Ab und an zwingt uns eine Umleitung dazu, auf Landstraßen auszuweichen. Dann denkt man häufiger, hier müsste man mal aussteigen.

Eigentlich möchte man wissen, wie es in dieser Kirche aussieht, was es in diesem Gasthof so zu essen gibt, möchten dem Straußenhof, dem Wildgatter, dem Hofladen, dem Bäcker, dem Fleischer einen Besuch abstatten. Doch wir fahren vorbei.

Das ist schade, denn wir versäumen so viel. Wir werden nie erfahren, was sich hinter den Mauern so mancher Gutshäuser verbirgt, welches Geheimnis, welche Schönheit sich hinter den Feldsteinwänden so mancher Dorfkirche verbirgt. Wir haben auch keine Chance zu erfahren, dass in dem kleinen Ort am Weg die Karriere eines weithin bekannten Menschen begann. Das bringt uns nicht um, beschwert auch unser Leben nicht. Wüsten wir es, würde es sicherlich unser Leben bereichern.

Fahren wir an all den zum Aussteigen animierenden Orten vorbei, werden wir nie erfahren, dass es noch Brot gibt, wie wir es aus unserer Kindheit kennen. Wir werden nie die lokalen Spezialitäten der Dorfkneipe über dem grünen Klee loben können, denn wir haben beides nicht probiert. Auch hier werden wir nicht leiden - oder doch, denn ich bin schließlich neugierig und will all das wissen, kosten und schmecken.

Zumeist ist man von A nach B unterwegs und hat für Zwischenstopps keine Zeit. Doch was spricht dagegen, sich einmal die Zeit für eine Landpartie zu nehmen? Nichts! Will man die nähere Umgebung erkunden, sehen, was es da zwei oder drei Orte weiter gibt, schwingt man sich aufs Rad. Liegen die bisher links liegen gelassenen Orte etwas weiter weg, nimmt man eben das Auto. Egal wie, man sollte nicht auf ein Ziel fixiert sein. Eher sollte man - bitte nur der Beifahrer - auf das achten, was es so links und rechts der Straße gibt.

Ich versichere Ihnen, es gibt jede Menge - egal, wo sie unterwegs sind. Ich war beispielsweise gerade in Brandenburg, so zwischen Forst und Guben unterwegs. Dabei entdeckte ich etwas, womit ich dort gar nicht gerechnet hatte: Einen Weinberg, ein Weingut und eine Weinscheune. Man feierte gerade in Grano den neuen Federweißer - und das zusammen mit einigen hundert Menschen. In dem kleinen Ort haben sich einige Menschen in einem Weinbauverein zusammen gefunden, pflanzten auf einem Hektar zehn weiße und rote Trauben an und bauten eine eigene Kelterei auf.

Sie müssen sich bei dem Gedanken an einen Wein aus Brandenburg nicht schütteln. Die verstehen dort etwas vom Weinbau. Der nur wenige Tage alte Federweißer ist ebenso wie der Wein aus dem Vorjahr über jede Kritik erhaben. Den ebenfalls angebotenen, aber nicht selber hergestellten Gurkenlikör muss man nicht unbedingt mögen. Das gilt nicht für den ebenfalls aus der Region stammenden Whisky.

All das und noch einiges mehr hätte ich nicht entdeckt, hätte ich mich nicht für einige Stunden auf Landpartie begeben. Besonders jetzt im Herbst lohnen solche Ausflüge.

 


Veröffentlicht am: 28.09.2015

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