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23.08.2017

 

 

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Aufgespießt: Schluss jetzt

Die Fifa verbieten oder...

(Helmut Harff / Chefredakteur) Eigentlich habe ich mir geschworen, erst wieder die Fifa zum Kommentarthema zu machen, wenn der Weltfußballverband nur noch für positive Schlagzeilen gut ist. Doch nun muss ich meinen Schwur brechen, denn was da in Zürich passiert, dass geht nun wirklich nicht mehr auf die sprichwörtliche Kuhhaut.

Endlich, eigentlich viel zu spät, ermitteln nun auch die Schweizer Behörden gegen die Fédération Internationale de Football Association vor. Das ist schon fast an sich eine Sensation. Schließlich war es bisher die Schweiz und ihre Gesetzte, die Organisationen wie die Fifa einen fast rechtsfreien, aber zumindest rechenschaftsfreien und steuerbegünstigten Raum bot und wohl auch noch bietet.

Doch irgendwann läuft jedes Fass mal über und gegen den Fifa-Präsidenten Sepp Blatter sowie den Uefa-Chef Michel François Platini ermitteln die Schweizer Behörden. Klar, Ermittlungen sind noch lange keine Verurteilungen und für beide gilt bis zu einem rechteswirksamen Urteil die Unschuldsvermutung. Doch bei so schweren Anwürfen müssen - so wohl nicht nur meine Sicht der Dinge - die Beschuldigten zumindest ihre Posten ruhen lassen.

Doch eine solche moralische Haltung scheint im Fußball eher die Ausnahme, um nicht zu sagen die sehr große Ausnahme zu sein. Fußball und Moral, das scheint irgendwie nicht zusammen zu passen. Bei Milliardenumsätzen und Millionengehältern bleibt eben häufig - und das gilt nicht nur für den Fußball - die Moral auf der Strecke. Die entdeckt man erst dann wieder, wenn es ans eigene Geld geht, wenn Machenschaften - ob bewiesen oder nicht - den eigenen Ruf schädigen. Vor diesem Hintergrund sind wohl auch die Rücktrittsforderungen US-amerikanischer Fifa-Sponsoren zu sehen. Man kann in den USA eben schlecht zu Blatter und der Fifa stehen, wenn die eigene Justiz gegen die sie ermittelt.

Und bei uns? Nichts, schweigen im Wald. Man will wohl alles aussitzen, hofft, dass man selber nicht in die Schusslinie der US-Justiz und der der Schweiz gerät. Oder hat irgend jemand eine andere Erklärung für die Haltung von Fifa-Sponsor Adidas? Wieso höre ich keine massiven Rücktrittsforderungen seitens des DFB und der führenden Fußballprotagonisten? Warum trauen sich die Medien nicht, die von der Fifa verantworteten Fußballspiele nicht mehr zu übertragen beziehungsweise von ihnen zu berichten? Bei der Tour de France tat man das schon, nur weil sich einige Sportler nicht nur wie in den Anfangszeiten der Tour mit Wein dopten.

Wieso kommt eigentlich nach wie vor niemand - nicht nur in Deutschland - auf die Idee, die Fifa zu verlassen und einen neuen Verband zu gründen? In anderen Sportarten ist das was ganz selbstverständliches und man verdient dennoch Unsummen. Vielleicht liegt es daran, dass der Fisch zwar vom Kopf - genannt Fifa - beginnt zu stinken, aber längst auch schon der Schwanz stinkt.

Mir stinkt auf jeden Fall schon viel zu lange, was da bei der Fifa, aber auch bei der Uefa passiert. Doch auf den Fußball, auf die Bundesliga, die Pokalspiele, die EM- und WM-Spiele verzichten? Ne, dass dann doch nicht. Sollen die doch an ihren Millionen und Milliarden ersticken.

Ich hoffe allerdings dennoch, dass die Justiz jetzt ernst macht mit Blatter und Co..

 


Veröffentlicht am: 05.10.2015

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