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26.03.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Sparen

Geht das immer?

Gestern ging es auf genussmaenner.de in einem Beitrag um das Sparen. Darin erklärte Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von Finanztip, dass jeder von uns 70 Euro im Monat sparen könne.

Schön, dachte ich, das heißt, dass wir Deutschen, nimmt man mal alle zusammen,  rund 5.60 0.000.000 Euro im Monat sparen können. Das wären im Jahr so rund 67.200.000.000 Euro. Ich glaube, ich muss nicht beim Bundesfinanzamt nachfragen, ob wir Deutschen auch nur annähernd so viel Geld Jahr für Jahr auf die hohe Kante legen.  Ich glaube es nicht. Dabei weiß doch jeder: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.

Doch so, wie uns Herr Tenhagen es weiß machen will, ist es leider nicht. Selbst wenn wir noch so wechselwillig sind, können wir nicht überall den billigsten aller Tarife bekommen. Wer beispielsweise auf dem Land lebt, hat häufig nur einen Internetanbieter. Da ist es schier unmöglich, das billigste aller Angebote zu nutzen.

Wenn wir nun alle den Empfehlungen von Finanztip folgen, was dann? Wir hätten alle monatlich 70 Euro mehr auf dem Konto? Wohl kaum. Denn nur wenn viele nicht ihre Anbieter wechseln, nur wenn viele viel, manchmal echt zuviel bezahlen, haben Schnäppchenjäger eine Chance. Doch eines stimmt, wir haben diese Chance und nutzen sie viel zu wenig. Ich habe mich dieses Jahr mal daran gemacht und einige meiner Verträge, beispielsweise den für Strom, einmal zu durchleuchten und preiswerte Anbieter zu suchen. Das war nicht schwer. Das Wechseln entgegen den Versprechen der Anbieter war dann schon zeitaufwändiger.

Doch es hat sich geloht. Auch wenn ich nicht 840 Euro im Jahr einspare, wie Herr Tenhagen vorhersagt, so blieb unter dem Strich doch ein jährliches Plus von mehr als 200 Euro. Allerdings funktioniert das nur dank Wechselboni und Neukundenrabatt. Will ich weiter als Sparfuchs gelten, so muss ich im kommenden Jahr wieder die Anbieter wechseln. Die sind nämlich in ihren Preisen gar nicht so unterschiedlich. Allein die Boni machen sich bezahlt.

Im November steht dann die nächste Suche an. Dann kann man seine Kfz-Versicherung wieder wechseln. Da gibt es bestimmt noch Potential. Das möchte ich schon heben.

Doch bei jedem Wechsel ist auch Vorsicht geboten. Nicht immer ist der preiswerteste Anbieter auch der billigste. Man sollte - wie sonst auch im Leben - schon auf das Preis-Leistungs-Verhältnis sehen. Wer nur mal ein Vertragsangebot überfliegt, wer sich auf die Versprechen in farbig unterlegten Kästchen verlässt, sich nicht durch das kleingedruckte quält, der kann schnell eine Bruchlandung hinlegen und viel Geld verlieren.

Wer mit niedrigen Preisen lockt, der muss ja irgendwo sparen, wenn er nicht pleite gehen will. Das heißt nicht, dass jeder, der mit einem Schnäppchen lockt, ein Abzocker ist. Doch Vorsicht ist eben immer besser als Nachsicht.

Wie gesagt, ich kann Herrn Tenhagen in vielen Dingen folgen, spare gern, so es mir sinnvoll erscheint. Doch Anbieter zu wechseln, mit denen man seit Jahren sehr zufrieden ist, nur um einige Euro zu sparen, das kann auch nicht die Lösung sein. Wenn man immer nur wirklichen oder vermeindlichen Schnäppchen hinter her jagt, dann wird man zu den Anbietern nie ein guten Verhältnis aufbauen können. Ich finde das ist zumindest bei Unstimmigkeiten wichtig. Langjährige Kunden werden häufig eben doch etwas besser behandelt als solche, die man sowieso gleich wieder los ist.

Ich mache mir jetzt frei von Sparzwängen mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Blättern Sie doch mal in Ihrem Wohnungs-Ordner die Verträge durch.

 


Veröffentlicht am: 06.10.2015

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