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Morgengruß von Helmut Harff: Hochprozentiges

Eine Nachbetrachtung...

An den beiden vergangenen Tagen konnten zumindest die Berliner Bartender nicht ausschlafen. Sie, sowie viele Liebhaber von hochprozentigen Getränken und Gemixtem hatten nur ein Ziel: Den Barconvent.

Die Messe-Location am Berliner U-Bahnhof Gleisdreieck ist zwar sehr angesagt, aber nicht wirklich eine gute Entscheidung. In der Halle hallt es so, dass man auch ohne jeden Schluck Alkohol spätestens nach einer Stunde Kopfschmerzen hat. Darüber beklagten sich auch viele Aussteller und Besucher. Teilweise war es so laut, dass ein Presslufthammer in Betrieb nicht aufgefallen wäre. Hier, wie im Umgang mit der Presse muss der Veranstalter an sich arbeiten. Schön wäre auch, wenn das engagierte Personal am Einlass wenigstens so „freundlich“ wäre, wie man es in Berlin gewöhnt ist.

Doch das sind zu reparierende Randerscheinungen. Viel wichtiger waren die Aussteller und da gab es neben den üblichen Verdächtigen – einige große und/oder bekannte Marken - auch einige Exoten. Allerdings gibt es hier in alle Richtungen noch Luft nach oben. Platz für noch deutlich mehr  Aussteller ist jedenfalls vorhanden. Dann müsste man aber die Messe auf drei Tage ausdehnen. Mehr als vielleicht zehn Stände am Tag – das verträgt zumindest meine Leber eigentlich nicht. Um wenigstens alle die man kennt und einige neue Marken zu besuchen, waren es dann doch gut 15 Standbesuche. Gott sei Dank hat man Verständnis dafür, dass man nicht überall probieren will beziehungsweise kann.

Zu probieren gab es wirklich viel und zumeist recht leckere Tröpfchen. Auf dem Rückzug – so zumindest mein Eindruck – befinden sich alles, was auf Kräuter setzt. Wer jetzt noch auf den Kräuterschnaps-Zug aufspringen will, hat es sicherlich nicht leicht, muss wirklich etwas besonderes bieten.

Viele, ich meine zu viele, sind inzwischen auf den Ginzug aufgesprungen. Gin zu machen ist zu einem Massenphänomen verkommen. Viele landen in dem hinten angehangenen Müllwagen der Geschichte, nur einige wenige eignen sich – um im Bild zu bleiben – als Lokführer. Die haben aber dann wirklich gute Gins im Portfolio. Wer meint, dass Gin gleich Gin ist, sollte sich mal nach einem Gin-Tasting umsehen oder im kommenden Jahr einen Besuch beim Barconvent einplanen.

Die Empfehlung kann ich auch allen Wodka-Fans geben. Wer hier meint, schon alles getrunken zu haben, gehört entweder zu den absoluten Experten oder irrt sich. Hier gilt wie beim Gin: Viele fühlen sich berufen, aber nur wenige sind es. Es stimmt der Satz, wonach probieren besser als studieren ist. Bitte aber nicht mehr, als der Leber und dem allgemeinen Wohlbefinden zuträglich ist. Lustig finde ich die Diskussion um gefilterten und ungefilterten Wodka. Beide Seiten behaupten nämlich, dass dank ihrer Herangehensweise der Wodka runder, milder wird. Beide haben augenscheinlich nicht unrecht. Doch wo bleiben die harten Kerle (und Frauen), die genau das Brennen eines Wodkas im Hals mögen?

Es ist eben so, dass jeder Trend auch so seine Schattenseiten hat. Gut, dass die sich daraus ergebenden Nischen von neuen oder auch nicht mehr so neuen Markteilnehmern geschlossen werden. Mir fallen da die Berliner von Brandstifter oder der Düsseldorfer Qonzern mit ihrem Premiumwodka in der Blechdose ein.

Ich mache mir jetzt mein garantiert alkoholfreies Frühstück.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück. Fragen Sie doch bei Ihrem nächsten Barbesuch mal nach Neuem im Regal hinter dem Barmixer. Die mögen das.

 


Veröffentlicht am: 08.10.2015

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