Startseite  

23.01.2018

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

100 Jahre Dada

Zürich zwischen Wahn und Sinn

Anfang des 20. Jahrhunderts herrschte in ganz Europa Krieg. Zürich bot unterschiedlichsten Menschen Zuflucht, darunter auch vielen Intellektuellen und Künstlern. Im Frühjahr 1916 fanden sich in der Limmatstadt Hugo Ball, Emmy Hennings, Sophie Taeuber, Tristan Tzara, Marcel Janco und Richard Huelsenbeck zur Kunstbewegung Dada zusammen.

Ihre ersten Aktionen fanden im heute wieder eröffneten „Cabaret Voltaire“ statt, das am 5. Februar 1916 von Hugo Ball und Emmy Hennings gegründet wurde. 100 Jahre später befindet sich ganz Zürich im Dada-Fieber: Performances, Führungen, Konzerte und Ausstellungen laden das ganze Jahr über zur Auseinandersetzung mit Dada ein. Dada-Begeisterte können sich an historischen Orten auf die Spuren der Dadaisten begeben.

Veranstaltungen rund um das Dada-Jubiläum

Im Cabaret Voltaire werden vom 5. Februar bis 18. Juli 2016 rund 165 DadaistInnen an 165 Feiertagen gewürdigt. Am 5. Februar eröffnet die Ausstellung „Obsession Dada“, und am 22. Februar können die Zuschauer bei der Verlesung des Eröffnungs-Manifests von Hugo Ball einen historischen Moment nacherleben. Mit dem neuen Stadtplan „Dada Stadt Zürich“ und der „School of Dada“ für Teenager erkunden Besucher aller Altersgruppen Zürich auf den Spuren der Dadaisten.

Die Wechselausstellung „Dadaglobe Reconstructed“ im Kunsthaus Zürich vom 5. Februar bis 1. Mai 2016 versammelt in einem Buchprojekt über zweihundert Kunstwerke und Texte, welche dem Dadaisten Tristan Tzara 1921 von Künstlern aus ganz Europa zugeschickt wurden.

Das Landesmuseum Zürich zeigt mit „Dada Universal“ vom 5. Februar bis 28. März nicht nur Dada-Werke, sondern auch die universale Ausstrahlung der Bewegung bis heute. Im Zentrum steht das legendäre Urinoir von Marcel Duchamp.

Das Museum Haus Konstruktiv beleuchtet vom 25. Februar bis 8. Mai 2016 das dadaistische Erbe aus weiblicher Perspektive. Neben den zeitgenössischen Künstlerinnen Ulla von Brandenburg und Sadie Murdoch sind alte Werke von Sophie Taeuber-Arp, Hannah Höch und Elsa von Freytag-Loringhoven in „Dada anders“ zu sehen.

Am 13. Mai lädt das seit 2006 bestehende Festival „Zürich tanzt!“ am Hauptbahnhof zu „Dada tanzt!“ ein. Und wer noch mehr vom dadaistischen „Dazwischen“ will, lässt sich vom 3. bis 26. Juni von den Zürcher Festspielen zu „Wahnsinn und Unsinn“ verführen.

Den krönenden Abschluss bildet die europäische Kunstbiennale „Manifesta 11“ vom 11. Juni bis 18. September. Ganz in der Tradition von Dada regt Kurator Christian Jankowski unter dem Titel „What people do for money“ die Diskussion über die Wirkung von Kunst auf die Gesellschaft an.

Zürcher Lokalitäten, die den Mythos Dada bis heute weitertragen

Das Cabaret Voltaire befindet sich an der Spiegelgasse 1 in einem Teil der Zürcher Altstadt, der Niederdörfli genannt wird. Heute findet man im Cabaret Voltaire sowohl ein Museum als auch ein Café und einen Shop. Im Zunfthaus zur Waag fand im Juli 1916 die 1. Dada-Soiree statt, bei der Hugo Ball sein Eröffnungs-Manifest verlas. Heute ist es berühmt für sein ausgezeichnetes „Zürcher Geschnetzeltes“. Auch die 7. Dada-Soiree wurde in einem Zunfthaus durchgeführt, dem Zunfthaus zur Meisen. Im Kaufleuten fand 1919 die 8. Dada-Soiree mit fast 1000 Gästen statt. Dieser legendäre Abend war zugleich die letzte offizielle Veranstaltung der Dadaisten in Zürich.

Gründungsmythos Dada

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts herrschte in ganz Europa Krieg, Hungersnot und Tod. Nicht nur die Dadaisten, auch andere Künstler – etwa Thomas Mann, James Joyce oder Stefan Zweig – sowie Wirtschaftsflüchtlinge, politische Kritiker und Intellektuelle fanden in der Limmatstadt ihr Exil.

Hugo Ball war der Spiritus Rector der Dadaisten. Der Dramaturg immigrierte aus München. Mit seiner späteren Ehefrau Emmy Hennings gründete er in der Meierei das Voltaire. Am Abend der Eröffnung gesellten sich Hans (auch Jean) Arp aus Frankreich, Sophie Taeuber aus Davos sowie Tristan Tzara und Marcel Janco aus Rumänien zu der Truppe, eine Woche später reiste Richard Huelsenbeck aus Berlin an – der harte Kern der Dadaisten war geboren. Alle waren sie gegen den Weltkrieg, gegen Hierarchien, gegen die klassischen bürgerlichen Werte; Unvernunft und Magie proklamierten sie zu ihren höchsten Gütern. Ausgedrückt haben sie dies in Manifesten, in Laut- und Simultangedichten, später in eindrücklichen Collagen, Plastiken und Gemälden. Dank spektakulärer Aktionen wurde Dada bald zur internationalen Bewegung mit Ablegern in Paris, Berlin, Hannover und New York.

Weitere Informationen zu einer Städtereise nach Zürich gibt es im Internet unter www.MySwitzerland.com, der E-Mail-Adresse Info@MySwitzerland.com oder unter der kostenfreien Rufnummer von Schweiz Tourismus mit persönlicher Beratung 00800 100 200 30. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen rund um das Dada-Jubiläum sind unter www.dada100zuerich2016.ch nachzulesen.

 


Veröffentlicht am: 08.12.2015

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2018 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit