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Aufgespießt: Genuss oder Verdruss

Mit der Verantwortung ist das so eine Sache

(Helmut Harff/Chefredakteur) Wir alle werden irgendwie verwaltet, wir alle haben überall Menschen, die - ob wir wollen oder nicht - für irgend etwas in unserem Leben Verantwortung übernehmen. Viele von uns sind aber auch in der Situation, genau diese Verantwortung zu übernehmen.

Da sind die Eltern, aber auch die Kinder, da ist die Kanzlerin, da sind all die anderen politisch Verantwortlichen. Da sind die, die in Vereinen Verantwortung übernehmen. Da sind die, die ohne eine eigentliche Legitimation Verantwortung übernehmen. Und dann gibt es noch die, die in Unternehmen und als Unternehmer verantwortlich sind.

Es gibt Verantwortungen, den kann man sich einfach nicht entziehen. Das ist die Verantwortung, die man als Eltern und als Kinder hat. Die hat man einfach - zumindest als Kind. Ob man Verantwortlich für Kinder sein will, kann man schon selber entscheiden. Gleiches gilt für die Verantwortungsübernahme als Politiker, Vereinsmitglied, als Unternehmer oder als Manager.

Wer Verantwortung egal in welcher Position übernimmt, steht immer im Fokus. Er ist verantwortlich und wird für nahezu alles verantwortlich gemacht. Er bekommt allen Frust ab, ist immer dann am gefragtesten, wenn es in seinem Verantwortungsbereich nicht läuft. Läuft es gut, muss ein Verantwortungsträger schon viel Glück haben, dass ihm auch das zugerechnet wird.

Verantwortlicher zu sein, dass sorgt - so zumindest der erste Eindruck - mehr für Verdruss als für Genuss. Und doch übernehmen hunderttausende in diesem Land Tag für Tag Verantwortung. ich meine mal nicht die Eltern und Kinder, ich meine all die, die sich der Last und die Lust der Verantwortung schlussendlich selber auf die Schultern geladen haben. Wer Verantwortung übernimmt, sollte breite Schultern haben und auch ein dickes Fell.

Das dicke Fell und die breiten Schultern sagt man eher den Männern als den Frauen nach. Wer Verantwortung trägt, sollte aber auch sensibel sein und Fingerspitzengefühl haben. Das sind nun wieder Eigenschaften, die man eher Frauen zuschreibt. Nimmt man beides, so müssten überall Männer und Frauen sich die Last und die Lust der Verantwortung teilen.

Das meint nun auch die Politik und will, dass vor allem in der Wirtschaft genau so Verantwortung geteilt wird. Ich bin da skeptisch. Dieses teilen von Verantwortung klappt - so zumindest mein Eindruck - kaum in einem gesellschaftlichen Bereich. Nahezu überall dominieren die Männer, wenn es darum geht, Verantwortung zu tragen. Nu ist es garantiert nicht so, dass Frauen das nicht können, doch wollen sie es?

Klar schreien jetzt alle Feministinnen auf und auch einige Gutmänner bekommen vor Empörung den Mund nicht mehr zu. Doch wo sind denn all die Frauen, die Verantwortung übernehmen wollen? Wo schreien sie denn alle "ich will"? Wer kann sich an Kampfkandidaturen bei den großen Sportvereinen zwischen Männern und Frauen erinnern? Wo sind die Frauen - beispielsweise in der Wirtschaft, die so viel Wirbel machen, dass kein Mann an ihnen vorbei kommt? Wo sind die Frauen, die auch auf Familie verzichten, um Karriere zu machen, um Verantwortung zu übernehmen?

Die Männer wollen das nicht? Was haben die Männer schon zu melden? Gibt es nicht viel mehr Frauen als Männer, sind nicht mehr Frauen Uni-Absolventen als Männer? Gibt es nicht mehr Wählerinnen als Wähler?

Vielleicht haben die Männer bei der Emanzipation der Frauen ihre breiten Schultern und ihr dickes Fell ja behalten und sind gleichzeitig sensibler geworden und haben nun auch mehr Fingerspitzengefühl? Vielleicht ihnen auch egal, ob Verantwortung nun mehr Genuss oder Verdruss bedeutet.

Ich wünsche mir, dass Frauen sich ihrer starken Schultern bewusst werden und mehr Verantwortung übernehmen. Dann haben Männer endlich mehr Zeit für Kinder und Familie.

 


Veröffentlicht am: 04.01.2016

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