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Morgengruß von Helmut Harff: Ehrlichkeit

... auch auf einer Demo

In Berlin läuft die Grüne Woche. Zu der größten Landwirtschaftsschau der Welt - so zumindest der Werbesolgan - gehören wie die Blumen- und die Tierhalle auch Demonstrationen.

Gestern trafen sich viele vor einem bekannten Gatter, das allerdings weit weg von den Messehallen unter dem Funkturm steht. Es ist das Gatter, das die Kanzlerin vor uns - dem Volk - schützen soll. Ob das eine artgerechte Haltung für eine Bundeskanzlerin ist?

Diese Frage stellte niemand der Demonstranten, obwohl auf vielen Plakaten eine artgerechte Haltung gefordert wurde. Man meint aber keine artgerechte Haltung von Kanzlerinnen, sondern von Rindviechern, Schweinen und Hühnern. Gefordert wurde so einiges. Die einen wollten faire Preise für Landwirtschaftserzeugnisse, die anderen mehr Bioprodukte, wieder andere wollten weniger Hormone in der Tierzucht und viele kein Freihandelsabkommen mit den USA.

Alles tolle Forderungen. Kann man alles fordern. Doch ist vorleben nicht die bessere Variante? Wie wäre es, wenn man mit der artgerechten Haltung im eigenen Haushalt beginnt und sofort auf alle Haustiere verzichtet. Ist eine Wohnung wirklich der richtige Platz für den Nachfolger des Wolfes, für eine freiheitsliebende Katze, für einen sich gern Käfer suchenden Vogel, für Fische, die sonst im Meer zuhause sind?

Wie ist das mit den Bio-Nahrungsmitteln? Wenn alle, die da demonstrieren, die bei Volksbefragungen ihre Unterschrift leisten, die sich über Massentierhaltung und industrielle Landwirtschaft aufregen, ausschließlich Bio-Lebensmittel kaufen? Dann müssten keine Bio-Bauernhöfe schließen oder überhöhte Preise nehmen. Dann würde es viel mehr Bio-Läden geben und die bestehenden können wirtschaftlich betrieben werden.

Wer sich auf Demos darüber beklagt, dass immer mehr sogenannte Energiepflanzen als Monokultur angebaut werden, sollten gleich so konsequent sein und ihre benzinbetriebenen Fortbewegungsmittel verkaufen oder noch besser verschrotten. Wer dann noch unbedingt zusätzlich zum öffentlichen Personennahverkehr und zu Rad noch ein Auto braucht, sollte dann konsequenterweise zum Elektroauto greifen.

Wer gegen Freihandelsabkommen ist, der sollte doch einfach auf alle aus dem Ausland zollfrei importierten Waren freiwillig den Einfuhrzoll bezahlen. Man kann das Geld ja als Spende für Bio-Projekte abführen.

Alles Quatsch? Ich habe zuviel Alkohol auf der Grünen Woche konsumiert? Ich habe mit den tausenden Besuchern mich durch die Messehallen probiert und dabei den Verstand verloren? Ganz und gar nicht. Ich finde nur, wer "a" sagt muss auch "b" sagen. Ich finde diverse Forderungen der Demonstranten durchaus nachvollziehbar, würde das eine oder andere sogar unterstützen. Doch die da demonstrieren, machen genau das mir fast unmöglich. Die übertriebenen und ideologisch aufgeladenen Forderungen sind für mich einfach zu weit weg von der Realität. Ich finde, wer fordert, muss auch liefern, muss im täglichen Leben zeigen, dass er es mit seinen Forderungen ernst meint. Wasser predigen und Wein trinken - das kam noch nie gut an.

Ich meine es jetzt ernst mit der Forderung nach einem leckeren Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. 

 


Veröffentlicht am: 17.01.2016

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