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Aufgespießt: Sorgenfalten

Die Uhr tickt

(Helmut Harff/Chefredakteur) In diesem noch jungen Jahr sind mit Schauspieler Dan Haggerty (74), René Angélil (73), Ehemann der Sängerin Céline Dion, Schauspieler Alan Rickman (69), Musiker David Bowie (69), der französische Komponist und Dirigent Pierre Boulez (90), der amerikanische Countrysänger Craig Strickland (29), der Entertainer Achim Mentzel (69), der französische Schauspieler Michel Galabru (93), TV-Kultkoch Sante de Santis (50), der kanadische Pianist Paul Bley (83), die Chanson-Legende Michel Delpech (69) und Oscar-Preisträger Vilmos Zsigmond (85) gleich 12 bekannte Männer gestorben.

Das heißt, fast jeden Tag mussten wir den Abgang eines prominenten Mannes beklagen. Davon waren allein vier Männer 69, zwei noch deutlich jünger. Zugegeben, sterben müssen wir alle, doch irgendwie sorgt die Fülle von verstorbenen prominenten Männer bei mir für ein ungutes Gefühl. Da rückt etwas näher, mit dem ich mich nicht gern beschäftige - das Ende.

Ja, stimmt schon, der Tod der Promis muss mich nicht wirklich beunruhigen, schließlich bin ich kein Promi, war noch nicht einmal im Dschungelcamp, bin in meinem Leben nur zweimal über einen roten Teppich geschritten. Und doch, die 69 liegt nicht mehr in so weiter Ferne. Ich bekomme immer häufiger bei solchen Todesmeldungen den Eindruck, die biologische Uhr lauter ticken zu hören.

Mit 69 abtreten, dass wäre mir eindeutig zu früh. Ich will den Sozialkassen schon noch etwas länger auf der Tasche liegen. Ich möchte noch einige Jahre mehr das Leben genießen, durch die Welt reisen und hier und da meinen Senf zugeben.

Wenn ich dieses Ziel umsetzten will, dann muss ich logischerweise etwas dafür tun. Klar bin ich ein Fan von Sex, Drugs and Rock´n Roll und ich verzichte nicht gern. Allerdings habe ich schon seit einiger Zeit bemerkt, dass es mir ganz gut bekommt, wenn ich auf Drugs verzichte. Nicht Komasaufen, sondern Genießen ist angesagt. Das gilt schon lange oder schon immer beim Sex. Genießen und nochmals genießen - so macht es richtig Spaß.

Ja und Rock´n Roll. Klar gehe ich noch immer gern weg. Doch drei Nächte hintereinander - das sollte die absolute Ausnahme sein. Und wenn Party, dann lieber mit sehr wenig Alkohol. Manchmal überlege ich, ob mir da nun was fehlt. Ehrlich, dem ist nicht so. Ich habe schließlich so ziemlich alles erlebt, habe nichts ausgelassen, habe es mehr als die Polizei erlaubt und meine Eltern je erfahren haben, krachen lassen. Da fällt es nicht schwer, heute auch mal nein zu sagen. Genuss ist auch hier angesagt.

Und doch, das reicht nicht, um auch noch in zwanzig Jahren mitmischen zu können. Fit bleiben lautete die Devise. Fit im Kopf bleiben - dafür sorgt schon die tägliche Arbeit, die vielen Reisen und was noch so zum Job gehört. Für die Fitness im Kopf sorgt auch meine Neugier. Ich bekomme einfach nicht genug davon, neue Menschen, neue Dinge kennen zulernen. Glauben Sie mir, das hält Fit und ist Genuss pur.

Für die übrige, die körperliche Fitness muss ich selbstverständlich auch einiges tun. Bewegung ist nun mal das A und O. Ob bei langen Spaziergängen, beim Radfahren oder bei Joggingrunden - der Körper will und muss gefordert werden. Es sind keine Höchstleistungen mehr gefragt. Doch der innere Schweinehund will täglich an die Leine gelegt werden.

Das gilt auch für alle Genüsse, die ihren Weg über den Mund nehmen. Gesund genießen, nichts übertreiben, sich aber auch nicht zu kasteien - das ist meine Devise. Ich lassen mich nicht durch jeden vermeintlichen Lebensmittelskandal verunsichern, glaube nicht jede Horrormeldung bezüglich der ach so schlimmen Lebensmittel. Ich essen zumeist nur, was ich selber koche, mache um Fastfood einen großen Bogen.

Was mich hoffen lässt, dass mit 69 noch lange nicht Schluss ist? Das Leben in vollen Zügen genießen, es aber in keiner Richtung zu übertreiben.

Mal sehen, ob das reicht.

 


Veröffentlicht am: 18.01.2016

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