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Wo „Bäckerei“ draufsteht, muss auch „Bäckerei“ drin sein

Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. wirbt für faire Wettbewerbsbedingungen

„Discounter, Back-Shops und Kioske erschleichen sich ein Vertrauen bei ihren Kunden, das ihnen eigentlich nicht zusteht, wenn sie mit Handwerksattributen werben. Sie gaukeln so eine handwerkliche Produktion vor und bieten in Wahrheit nur zugekaufte, oftmals sogar vorgebackene Tiefkühlware an. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks nimmt das nicht länger hin und fordert zum Schutze von Verbrauchern und Handwerk von der Politik eindeutige Regelungen, die Klarheit schaffen“, erklärt Michael Wippler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks e.V., zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche stellvertretend für rund 12.000 Backbetriebe bundesweit.

Wieder nutzt der Verband die Plattform der weltweit größten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau, um auf die zentralen Themen des Bäckerhandwerks aufmerksam zu machen und die traditionsreiche Handwerkskunst live zu präsentieren.

Präsident Wippler weist darauf hin, dass Bäckerhandwerk und Landwirtschaft untrennbar miteinander verknüpft sind: „Die Vielfalt und Qualität des deutschen Brotes, für die es in aller Welt bekannt ist, gäbe es nicht ohne die hohen Produktions- und Qualitätsstandards der deutschen Landwirte“, führt Wippler weiter aus. Denn im Gegensatz zu den „Aufbäckern“, von denen sich die Bäcker durch Handwerkskunst und Tradition abgrenzen, hat der Innungsbäcker in der Regel noch eine sehr persönliche Beziehung zu seinem Getreidelieferanten und steht mit ihm in engem fachlichen Austausch.

Doch die Bäckerbranche ist starkem Druck ausgesetzt. Obwohl es den Innungsbäckern gelungen ist, die Zahl der Beschäftigten mit 277.200 auch in 2015 und damit seit nunmehr 10 Jahren auf beinahe konstantem Niveau zu halten, nimmt die Zahl der handwerklich arbeitenden Bäckereien stetig ab. Gründe dafür sind u.a. eine staatlich verursachte Wettbewerbsverzerrung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz und zunehmende Bürokratie. Sie stellen insbesondere kleine Bäckereibetriebe vor oftmals unzumutbare Hürden, zu deren Überwindung diesen Zeit, Mittel und Wege fehlen. Der Verband macht sich daher stark für Interessen und Zukunft des deutschen Bäckerhandwerks und wirbt mit seiner Arbeit aktiv um Unterstützung bei Kernthemen, die ihn aktuell beschäftigen.

Energiewende


Die Energiewende ist nötig und gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz belastet in seiner aktuellen Fassung den Mittelstand jedoch einseitig. Große Industriebetriebe, die teilweise in direkter Konkurrenz zu Betrieben des Bäckerhandwerks stehen, werden aufgrund der besonderen Ausgleichsregelung von der EEG-Umlage befreit, was zu einer staatlich verursachten Wettbewerbsverzerrung führt. Der Verband setzt sich daher für eine gerechtere Verteilung der Lasten der Energiewende ein.

Reduzierung der Bürokratie

Verschärfte Aufzeichnungspflichten durch das Mindestlohngesetz, neue Lebensmittelinformations-verordnung und immer kompliziertere Deklarationspflichten – der bürokratische Aufwand für Bäckereien wächst stetig. Das im Juli 2015 verabschiedete Bürokratieentlastungsgesetz ist zwar ein Fortschritt, liefert jedoch nach Meinung des Verbands noch nicht den erforderlichen Umfang an Entlastungen.

Den Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. finden Sie auf der Internationalen Grünen Woche auf dem Erlebnisbauernhof in Halle 3.2 sowie in Halle 23a des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

 


Veröffentlicht am: 19.01.2016

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