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Morgengruß von Helmut Harff: Modesplitter – Teil 4

Berlin und seine Promis...

Berlin stellt sich gern als eine der angesagtesten Modemetropolen der Welt hin. Man will mit Paris, London, Mailand, New York und Tokio mithalten. Man will gaaaaanz oben mitspielen. Doch wie das so häufig ist, zwischen Wunsch und Realität klafft eine riesige Lücke.

Während in den wirklichen Modemetropolen der Welt die internationalen Top-Designer ihre Kollektionen präsentieren, ist in Berlin nicht mal das zu sehen, was die nationale Modemacher-Topliga so zu bieten hat. Man ist schon froh, wenn man man überhaupt einige Namen und Labels kennt. Von den allermeisten wird man in internationalen Modemagazinen nie etwas lesen.

Und dann sind da die Models. Das positivste was man hier sagen kann – und das ist wirklich gut – die absoluten Magermädchen sieht man immer weniger. Doch Models, die auch nur in die Nähe von international gefragten Topmodels kommen, sucht man in Berlin nahezu vergeblich. Vielfach sieht man dagegen einigermaßen hübsche Frauen, die allerdings längst nicht alle Modellmaße haben, die für wenig oder überhaupt keine Gage über die Laufstege huschen. Ausgebildete junge Frauen, die Mode wirklich präsentieren, die mit den Kameras der Fotografen flirten, sind absolute Mangelware.

Ich möchte ohnehin kein Fotograf sein. Die Arbeitsbedingungen sind häufig alles andere als gut. Wer nicht zu den Hausfotografen zählt oder zumindest darauf verweisen kann, auch für bekannte Publikationen schon gearbeitet zu haben oder wenigstens den Designer gut kennt, wird alles andere als hofiert. Die schreibende Presse – so zumindest mein Eindruck – kommt in der Denke der Veranstalter ohnehin nicht vor.

Ja, die Fotografen brauchen vor allem eines – Fotomotive. Klar, wird so manche Speicherkarte beim Fotografieren am Laufsteg gefüllt. Doch das ist nur die halbe Miete. Fotografen brauchen wie die Medien Promis. Die scheinen sich gerade in den Modewochen in Berlin zu verstecken oder die Stadt fluchtartig zu verlassen. Wenn die Ochsenknechts oder einige Seriensternchen schon für wahre Adrenalinschübe bei den Fotografen sorgen, dann ist der Promifaktor in Berlin mehr als bescheiden. Wenn Grünen-Politikerin Renate Künast – nun nicht gerade als Stilikone verschrien – die prominenteste Frau auf den Öko-Modeschauen ist, so sagt es viel über die Szene in Berlin.

Doch wo Schatten, da auch Licht. Die Leere auf dem roten Teppich und vor der mit Sponsorenlogos gepflasterten Fotowand kann jeder Selbstdarsteller und jeder Selbstdarstellerin für sich nutzen. Männer machen sich chic (zumindest meinen sie das), Frauen sparen am Stoff und nicht an tiefen Einblicken und präsentieren sich. Zumeist gibt es gnädige Fotografen, die dann auch fleißig Bilder schießen. Wenn man dann mal nachfragt, wer sich da gerade so heftig dem Blitzlichtgewitter ausgesetzt hat, erntet man zumeist nur ein Schulterzucken. Doch was soll es, die Fotografen hatten was zu tun und die Fotografierten hatten wenigstens für ein oder zwei Minuten das Gefühl, prominent und gefragt zu sein. Sind alle nett zueinander, die Abgelichteten bekommen Fotos zugesendet oder können sich auf Facebook bewundern lassen.

Wenn Berlin im internationalen Modezirkus den Katzentisch einmal verlassen will, müssen drei Dinge her: mehr Glamour, mehr Glamour, mehr Glamour. Die Hauptstadt braucht die Schauen von wirklich angesagten Designern, braucht internationale und wirkliche nationale Prominenz. Das heißt nicht, dass die Stadt, dass die Modeszene nicht auch die braucht, die jetzt das Geschehen bestimmen. Ich meine die jungen Modemacher, die Kreativen, die Verrückten, die hippe Modeszene. Berlin braucht all die abgefahrenen Typen und all die, die die bunte Modefamilie bilden. Doch wie gesagt, das reicht nicht aus. Hier muss einfach wieder mehr Internationalität her. Dann kann Berlin auch wieder oben mitspielen.

Ich hoffe, dass ich schon im Sommer von mehr Glamour, von mehr Prominenz auf und am Laufsteg berichten kann.

Jetzt mache ich mir erst einmal mein Frühstück und dann geht es an das weitere Sichten des Materials. Was dabei herauskommt? Sie erfahren es zuerst.

Ich wünsche ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 22.01.2016

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