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Morgengruß von Helmut Harff: Mobil

... aber wie?

Die Regierung bespricht mal wieder - zum wievielten Mal eigentlich - wie sie uns Elektroautos schmackhaft machen kann. Eine Millionen dieser Autos sollen ja bis 2020 auf unseren Straßen rollen.

Doch da gibt es für mich viele Merkwürdigkeiten. Wieso bespricht das die Regierung gerade mit den deutschen Autobauern? Sind das nicht die, die die Entwicklung von Elektroautos jahrelang verschlafen haben? Sind das nicht die, die auf jeder Automesse vor allem mit SUVs und anderen überdimensionierten Spritfressern, die eigentlich niemand braucht, auftauchen? Das ist ja, als ob man mit Massentierhaltern über vegane Ernährung spricht.

Merkwürdig ist auch, dass man uns immer wieder einreden will, dass Elektroautos sooo umweltfreundlich sind. Ich erinnere mich, dass man einst die Sommerzeit eingeführt hat, um besser mit vorhandenen Energiereserven umgehen zu können. Heute weiß jeder, dass das eine Schnapsidee war. Dann die Geschichte mit dem Feinstaub in den Ballungszentren. Was wurde da für ein Wirbel gemacht? Es gibt jetzt Umweltplaketten - und mindestens genauso viel Feinstaub in den Städten wie vor deren Einführung.

Und nun die Elektroautos. Das erinnert mich an die Einführung der Atomindustrie - alles ganz toll und sauber. Nichts mehr mit Emissionen. Irgendwann kam dann jemand auf die Idee, dass auch bei einem Kernkraftwerk Abfall anfällt. Was heißt Abfall? Es ist Müll, der noch in tausenden von Jahren tödlich ist. Nun steigen wir wieder aus der Kernenergie aus. Was das mit dem Elektroauto zu tun hat? Was wird mit den alles andere als umweltfreundlich produzierten Batterien, wenn die einmal ihr Lebensende erreicht haben? Bleiben wir bei der Million Autos bis 2020. Dann müssten in einigen Jahren mindestens eine Millionen Batterien entsorgt werden. Mindestens deshalb, weil von einer Millionen Batterien sicherlich zehn Prozent deutlich früher ihren Geist aufgeben.

Haben Sie schon gehört, wo und wie die Batterien recycelt und der Rest entsorgt werden soll? Ich habe davon noch nichts gehört und bis sehr gespannt, wer dieses Geschäft in Zukunft wie betreiben wird. Doch das interessiert die heute Regierenden dann nicht mehr. Im besten Fall karren sie, wenn das akut wird, im Elektrorollstuhl durch die Gegend.

Aber ja, die Elektroautos sind ja so umweltfreundlich. Das stimmt allerdings nur, wenn wirklich ökologisch erzeugter Strom verwendet wird. Das kann man aber nur garantieren, wenn der Strom für die Tanksteckdose direkt aus Sonnenkollektoren stammt oder über der Strom-Tanke sich ein Windrad dreht. Doch das dreht sich nicht immer und die Sonne scheint dann auch nicht immer. Woher stammt dann der Strom? Aus polnischen Braunkohle-Kraftwerken, aus Kernkraftwerken in Belgien oder Frankreich?

Dann gibt es da noch die Mähr, Elektroautos sind zumindest im Verbrauch billiger. Doch was sah ich gestern im Fernsehen? Da erwähnte der Moderator in einem Nebensatz, dass der E-Mobilist für seinen Kleinwagen nicht nur mehr als 18.000 Euro bezahlt hat, sondern auch noch monatlich 80 Euro Miete für ein Ladegerät berappt. 80 Euro? Dafür fahre ich beziehungsweise die beste Frau der Welt mit unserem zwölf Jahre alten Diesel-BMW rund 1.300 Kilometer.

Billiges E-Auto? Umweltfreundliches E-Auto? Ehrlich, da lachen ja die Hühner.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 03.02.2016

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