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Morgengruß von Helmut Harff: Unvorstellbar

... dachte ich gestern

Bisher gehörte unvorstellbar zu den Worten, die ich gern zum Unwort des Jahres erklärt hätte. Ich finde auch noch immer, dass unvorstellbar zu den Worten gehört, das völlig zu unrecht inflationär gebraucht wird.

Was wird nicht gern als unvorstellbar bezeichnet? Die Bankenkrise war zumindest unvorstellbar. Schon wieder hört man das Wort auch im Zusammenhang mit der aktuellen Krise der Banken und Finanzmärkte. Was VW bezüglich der Abgaswerte angestellt hatte, hielten viele zuerst für unvorstellbar. Das gilt für bewaffnete Auseinandersetzungen. Für unvorstellbar galt, dass ein bekennender Sozialist oder ein durchgeknallter Milliardär US-Präsident wird. Hallo, es galt auch mal als unvorstellbar, dass dieser Job von einem Farbigen ausgeübt wird.

Unvorstellbar ist für viele auch, dass die SPD mal wieder einen Kanzler stellt. Unvorstellbar war bis vor kurzem auch, dass eine Millionen Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Unvorstellbar, dass Wort fällt auch immer wieder bei Katastrophen, bei Hungersnöten, bei schweren Straftaten. Nur wenn es um den Unsinn geht, zu dem Politiker in der Lage sind, hört man kaum dieses Wort.

Ich gebrauche das Wort unvorstellbar so gut wie nie. Ich kann mir sehr viel vorstellen, sogar einen SPD-Kanzler. Zumindest ist das vorstellbarer, als dass das Ehepaar Merkel/Sauer ein Flüchtlingskind adoptiert. Unvorstellbar ist für mich wirklich kaum etwas.

Gestern gab es dann eine aufsehenerregende Meldung. Ich meine die, wonach es Wissenschaftlern gelungen ist, die von Albert Einstein vorhergesagten Gravitationswellen nachzuweisen. Was da gemessen wurde, ist für mich wirklich unvorstellbar. Da war die Rede von einem tausendsten Teil eines Teiles des Wasserstoff-Atomkerns. Da reicht auch meine Phantasie nicht mehr aus. Das ist auch für mich unvorstellbar. Ich habe es dann doch versucht, das blieb allerdings ziemlich hilflos.

Doch ob vorstellbar oder nicht, ich war schon lange nicht mehr von einer wissenschaftlichen Meldung so fasziniert wie von der gestrigen. Letztmalig ging es mir so bei der Mondlandung der Amerikaner. Was ein Mensch auf dem Mond bedeutet, war mir damals klar. Der Beweis der Gravitationswellen ist für mich in seiner Bedeutung überhaupt nicht erfassbar. Ich habe nur begriffen, dass sich damit für die Wissenschaft völlig neue Türen auftun. Vielleicht werden wir eines Tages erfahren, was es da draußen in den unfassbaren Weiten des Alls wirklich alles gibt, was da passiert. Vielleicht wird man irgendwann wissen, was es da jenseits des Universums gibt.

Wann immer ich gestern und heute etwas über die wissenschaftliche Sensation gehört habe, hatte ich den Eindruck, dass selbst Fachkollegen und Wissenschaftler nicht wirklich wissen, was man nun mit diesem Nachweis der Gravitationswellen macht. Die Experten scheinen allerdings ein Wort zu vermeiden: Unvorstellbar. Obwohl, selbst für Albert Einstein war es unvorstellbar, seine Berechnungen einmal beweisen zu können.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 12.02.2016

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