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Morgengruß von Helmut Harff: Frauen zu erst

Warum nur...

Frauen sind gleichberechtigt! Das sagt das Grundgesetzt und selbst Machos haben das bereits zu Kenntnis genommen. Alle tragen das als Mantra vor sich her und man möchte es jedem Flüchtling, der unsere so wunderschöne Grenze passiert auf die Stirn oder noch besser dahinter eintätowieren: Frauen sind gleichberechtigt.

Doch stimmt das? Klar stimmt das, höre ich jetzt von allen Seiten. Da muss ich heftig wiedersprechen. Warum? Gilt nicht immer noch bei Katastrophen: Frauen und Kinder zuerst? Klar, Kinder zuerst ist völlig in Ordnung, doch warum Frauen zuerst? Sind die wertvoller als Männer? Sind Frauen so viel hilfloser? Gilt das auch bei der Bundeswehr? Werden dort auch erst verwundete Frauen und dann angeschossene Männer gerettet?

Sie werden sich fragen, was mich geritten hat, dieses Thema anzufassen? Auslöser war eine Pressemeldung, wonach Wachleute in einer Flüchtlingsunterkunft ohne Grund und sich anzukündigen Frauentoiletten betreten haben sollen. Haben die wirklich nur in der geschilderten Art Frauentoiletten betreten? Wäre es überhaupt eine Meldung gewesen, hätten die übergriffigen Sicherheitsleuten, denen man gehörig durch die Justiz auf die Finger hauen muss, Männertoiletten betreten? Ich halte es sehr wohl für übergriffig, wenn jemand mich auf der Kloschüssel beobachtet oder gar fotografiert. Da spielt das Geschlecht keine Rolle.

Nehmen wir die gern Übergriffe genannten Straftaten Silvester rund um den Kölner Dom. Hier spricht man nur noch von den weiblichen Opfern. Doch unter denen waren auch Männer. Ob die auch sexuell belästigt wurden, weiß ich nicht, bestohlen wurden die aber auch. Nun höre ich sogar Vorwürfe gegenüber den Männern, die den Frauen nicht geholfen haben sollen. Wer würde es wagen, solche Vorwürfe gegenüber Frauen auch nur anzudeuten?

Diese Liste ließe sich unendlich fortsetzen und es würde deutlich, dass Frauen und Männer eben nicht gleichberechtigt sind. Das sieht man auch gerade auf der Berlinale. Da geht es bei den Frauen auf dem roten Teppich vor allem um eines - um das Aussehen. Das beschäftigt die Damen, die da sehr freizügig über den Teppich stöckeln und die weiblichen Stars viel mehr, als die meisten Männer. In den Interviews Frau zu Frau geht es viel mehr um die Kleider, um Schuhe, um Schmuck oder das Make-up, als darum, welches Drehbuch sie gerade lesen. Man stelle sich mal vor, ein Mann würde sich im Interview dafür interessieren, warum Frau gerade nichts drunter trägt. Der bekäme im besten Fall eine Abmahnung und den Titel Macho des Jahres, im schlimmsten Fall würde er seinen Job verlieren. Wenn Frau dagegen ihn fragt, was er drunter trägt, wäre sie im schlimmsten Fall frech, im besten investigativ.

Männer und Frauen sind gleichberechtigt - so steht es im Grundgesetz. Doch versuchen Sie mal einem Flüchtling aus einem Land, in dem dieser Satz in der Verfassung fehlt, zu erklären, warum er erst eine Frau retten soll und dann den Mann. Erklären Sie ihm mal, warum Frau häufig mit ihrem und dem Aussehen ihrer Geschlechtsgenossinnen beschäftigt ist, für Männer das aber kaum ein Thema sein darf.

Ich mag ja den kleinen Unterschied. Ich kann es nur nicht leiden, wenn man im gleichen Atemzug die Gleichberechtigung von Mann und Frau propagiert und laut ruft "Frauen zuerst".

Ich mache mir jetzt mein Frühstück

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 19.02.2016

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