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21.08.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Eine Sensation

… entdeckt in Frankfurt am Main

Ich war ja über das Wochenende in der Bankenmetropole Frankfurt am Main. Dabei bin ich auf eine Sensation gestoßen. Nein, die Sensation hat nichts mit den Banken und den Bankern in ihren zumeist recht hässlichen Hochhäusern zu tun. Die Sensation ist auch nicht, dass ich nun die Mainmetropole für mich zur schönsten Stadt Europas erkoren haben. Die Sensation ist eine Frau.

Na, nicht was Sie denken. Ja, ich habe direkt am Bahnhof logiert und ja, da ist das Rotlichtmilieu. Doch damit hat das Ganze gar nichts zu tun. Schließlich war ich ja mit der besten Frau der Welt unterwegs und überhaupt, was denken Sie von mir. Wobei, mit einer Frau hat das Ganze schon direkt zu tun. Mit einer kleinen, zarten Frau und mit einer kleinen Bühne, die wahrscheinlich längst nicht jeder Frankfurter kennt.
 
Wie sonst ist es zu erklären, dass die Premiere von „Heute Abend: Lola Blau“ im „Das internationale Theater Frankfurt“ beileibe nicht ausverkauft war? Dabei ist das Ein-Frau-Musical des Kultautors Georg Kreisler ein so phantastisches Stück. Das trifft genauso auf die Inszenierung von Christa Leiffheidt zu. Während am Flügel Michael Clark eine starke Leistung ablieferte, war die Sensation des Abends die mir bis dato unbekannte Karina Schwarz.

Die kleine, zierliche Frau mit dem charmanten russischen Akzent, den sie so gerne los werden will, spielte nicht die Lola Blau, sie ist auf der Bühne Lola Blau. Sie ist die junge jüdische Schauspielerin, die 1938 aus dem Österreich der Nazis vertrieben wird. Sie spielt, spricht und singt die Lola, wie man es am Broadway garantiert nicht besser erleben kann. Frankfurt ist mit der studierten Opernsängerin, die jahrelang in der Masse des Frankfurter Opernchores versank, um eine echte Sensation reicher.

Karina Schwarz ist ein Multitalent, das die Figur der Lola Blau mit so vielen berührenden, komischen wie tragischen Facetten ausstattet, dass es einem manchmal den Atem nimmt. Sie schafft es, erotisch und frivol zu sein, ohne dabei oberflächlich oder gar vulgär zu wirken. Sie ist eine tragische Lola, ohne auf die Tränendrüse zu drücken. Sie ist eine ganz zarte Frau, die aber mit Stärke und Würde durch das Leben geht.

Ich wünsche mir noch viele tolle Bühnenmomente, vielleicht in Soloprogrammen – eines heißt „HEXEN, ZICKEN, STARKE FRAUEN“ und läuft im gleichen Haus – aber auch als Sally Bowles in Cabaret oder in anderen tollen Rollen, in denen eine starke, erotische, stimmgewaltige, toll spielende und tanzende Frau mit einer ungewöhnlichen Bühnenpräsenz gefragt ist.

Kommen Sie nach Frankfurt oder leben Sie da, versäumen Sie nicht, Karina Schwarz im „Das internationale Theater Frankfurt“ an der Hanauer Straße zu erleben. Man muss kein Hellseher sein, um vorauszusagen, dass sie Frankfurt nicht mehr lange erhalten bleiben wird.

Ich mache mir jetzt Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 23.02.2016

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